Die amerikanischen Börsenaufsichtsbehörden SEC und CFTC untersuchen noch immer, was genau zu dem dramatischen Kurssturz des Dow Jones Composite am 6. Mai geführt hat. Klar scheint bisher nur zu sein, dass ein Zusammenspiel verschiedener Geschehnisse zu dem Einbruch um fast 1.000 Punkte binnen weniger Minuten geführt haben muss. Mitarbeiter der beiden Behörden erklärten am Montag, dass sie bei ihren Ermittlungen nun einen intensiveren Fokus auf die Frage legen, ob große Aktienhandelsfirmen den Markt während der Ausverkaufsperiode verlassen und dem Handel damit dringend benötigte Liquidität entzogen haben, was die Abwärtsspirale verstärkt haben könnte.
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Fast 14.000 Unternehmen sollen bisher Hilfen aus dem so genannten “Deutschlandfonds” erhalten haben. Das berichtet die “Bild”-Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Bis Mitte Mai habe es Zusagen über insgesamt 12,4 Milliarden Euro gegeben, meldet die Zeitung unter Berufung auf interne Zahlen des Bundeswirtschaftsministeriums. Damit seien mittlerweile mehr als zehn Prozent des insgesamt zur Verfügung gestellten Rahmens von 115 Milliarden Euro abgerufen worden. Wie die Zeitung schreibt, wurden über das KfW-Sonderprogramm 3.407 Kreditanträge im Volumen von 7,4 Milliarden Euro bewilligt. mehr »

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Die Bundesregierung hat einem Zeitungsbericht zufolge einen Neun-Punkte-Plan zur Rettung des Euro erarbeitet. «Eine Krise wie in Griechenland darf sich in der europäischen Währungsunion nicht wiederholen – dies müssen wir in Zukunft von vornherein verhindern», heißt es in einem Eckpunktepapier, wie das «Handelsblatt» (Mittwochausgabe) berichtete. Darin schlage der Bund harte Strafen für Schuldnerstaaten vor, wie die Sperrung von EU-Geldern oder Stimmrechtsentzug. Zudem sollen die Stabilitätsprogramme der Euro-Länder einer Prüfung unterzogen werden, möglicherweise durch die Europäische Zentralbank.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, der das Papier zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel (beide CDU) und Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) erarbeitet habe, wolle die Berliner Vorschläge kommenden Freitag einer EU-Arbeitsgruppe unter Leitung von EU-Ratspräsident Herman van Rompuy vorlegen. Mit dem Reformpapier wolle die Bundesregierung Haushaltskrisen in der Eurozone vermeiden, die wirtschaftspolitische Überwachung und Koordinierung verbessern und einen Rechtsrahmen für eine geordnete staatliche Insolvenz schaffen.
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Die Forderung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) nach einem Mindest-Stundenlohn von 8,50 Euro hält IG-Bau Chef Klaus Wiesehügel für nicht hoch genug. «Ich hätte lieber eine Größenordnung, die einen eigenen Rentenanspruch bewirkt», sagte Wiesehügel der in Berlin erscheinenden Tageszeitung «Die Welt» (Mittwochausgabe). «Dafür bräuchten wir zehn Euro.» Doch es sei schon schwierig genug, überhaupt einen gesetzlichen Mindestlohn durchzusetzen. «Wir müssen realistisch sein. Deshalb orientieren wir uns an dem Niveau der Mindestlöhne in unseren westeuropäischen Nachbarländern», fügte er hinzu.
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TechFieber Business Die Finanzminister der Eurozone haben die Pläne der EU-Kommission für eine engere Koordinierung der nationalen Haushaltspolitiken unterstützt. «Wir werden die wichtigsten Grundzüge der Haushalte im Voraus diskutieren», sagte der Vorsitzende der Eurogruppe, Luxemburgs Regierungschef und Finanzminister, Jean-Claude Juncker, nach dem Treffen der Euro-Finanzminister am Dienstagmorgen in Brüssel. Eine engere Abstimmung der Wirtschaftspolitiken im Euroraum sei «ein Schritt in die richtige Richtung», um massive Haushaltsdefizite in Zukunft zu verhindern.

EU-Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn hatte in der vergangenen Woche eine stärkere Koordinierung der nationalen Haushaltspolitiken in der EU gefordert. Die Regierungen sollen nach Vorstellung der EU-Kommission ihre Haushaltsentwürfe erst untereinander und mit Brüssel beraten, bevor sie von den Parlamenten der einzelnen Länder verabschiedet werden.
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Euro Business Anders als viele Politiker nimmt die deutsche Industrie den Absturz des Euro gelassen. Wie aus einer Umfrage der «Financial Times Deutschland» (Dienstagausgabe) unter Großkonzernen hervorgeht, sehen zahlreiche Unternehmen den Kursverfall sogar positiv, weil ihre Produkte auf den Exportmärkten im Vergleich zu denen ausländischer Wettbewerber billiger werden.

«Summa summarum ist ein schwacher Euro für MAN als vor allem exportierendes Unternehmen tendenziell positiv», sagte ein Sprecher des Münchner Lkw-Herstellers. Beim Halbleiterkonzern Infineon hieß es: «Wir erwirtschaften netto Dollar-Überschüsse und profitieren somit vom schwächer werdenden Euro.» Der Autokonzern BMW rechnet unter dem Strich mit einem «positiven Effekt im zweistelligen Millionenbereich». Eines der Unternehmen, das am meisten von der Euro-Schwäche profitiert, ist der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS.
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IW Business Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum angehoben. Wie die Forscher am Montag mitteilten, rechnen sie für das laufende Jahr mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,75 Prozent. Bislang waren sie von 1,5 Prozent ausgegangen. «Für 2011 ist sogar ein Plus von gut 2,0 Prozent zu erwarten», erklärte das Institut in seiner in Berlin veröffentlichten Frühjahrsprognose.

«Die deutsche Wirtschaft hat die Rezession des vergangenen Jahres überwunden und profitiert ungeachtet der Turbulenzen in der Europäischen Währungsunion vom Aufschwung in vielen Regionen der Welt», hieß es weiter. «Die deutsche Wirtschaft bleibt auf einem anhaltenden Erholungskurs», sagte IW-Direktor Michael Hüther.
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Mehrere europäische Regierungschefs haben in einem gemeinsamen Brief an US-Präsident Barack Obama ein Verbot der hochspekulativen Kreditausfallversicherungen für Staatsanleihen angeregt. Zu den Unterzeichnern gehörten Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Frankreichs Regierungschef Nicolas Sarkozy sowie sein luxemburgischer Amtskollege Jean-Claude Juncker, sagte der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou dem «Handelsblatt» (Montagausgabe). «Darüber wollen die G-20-Staaten diskutieren», sagte Papandreou, der den Brief ebenfalls unterzeichnet hat.
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Die europäischen Regierungschefs Angela Merkel, Nicolas Sarkozy, Jean-Claude Juncker und Giorgos Papandreou haben in einem Brief an US-Präsident Barack Obama ein Verbot der hochspekulativen Kreditausfallversicherungen für Staatsanleihen angeregt. «Wir müssen darüber nachdenken, welche neuen Regeln wir für die Finanzmärkte brauchen», sagte Griechenlands Premier Papandreou dem Düsseldorfer «Handelsblatt» (Montagausgabe). Ziel sei vor allem eine höhere Transparenz auf den Finanzmärkten, aber auch eine stärkere Regulierung.

An den Finanzmärkten spielten Computerprogramme eine immer größere Rolle. «Sie kaufen und verkaufen Anleihen vollautomatisch und in einer Geschwindigkeit, auf die kein Händler, keine Regierung mehr reagieren kann. mehr »

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Der Bundesverband der öffentlichen Banken (VÖB) lehnt eine Umschuldung Griechenlands ab. Ein Forderungsverzicht der Gläubiger komme «definitiv nicht» in Betracht, sagte Verbandspräsident Christian Brand dem Berliner «Tagesspiegel» (Montagausgabe). Es sei falsch, seiner Branche eine Mitverantwortung an der Euro-Krise zuzuweisen. «Jetzt den Banken, und es sind ja alle Banken engagiert, vorzuwerfen, dass sie ihrer Aufgabe nachkommen und Geld für die Staatsfinanzierung einsetzen, ist nicht in Ordnung.»

Anders als Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann ließ Brand keine Zweifel erkennen, dass Griechenland seinen Sparkurs bewältigt und die Schulden zurückzahlt. «Ich bin da sehr zuversichtlich», sagte Brand. mehr »

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