Brüche wie «1/2 Liter» richtig darstellen

Meerbusch (dpa-infocom) – Brüche kommen nicht nur im Mathematikunterricht vor, sondern auch im Alltag. Wir alle kaufen mal «1/2 Liter Milch» oder brauchen zum Kochen «3/4 Liter Wasser».

Aufgeschrieben sieht die Lösung mit dem Schrägstrich allerdings nicht besonders elegant aus. Ganz anders wird das Erscheinungsbild mit stilechten Bruchzahlen wie beispielsweise «½» oder «¾». Brüche wie diese gibt es bei fast allen Schriftarten als fertige Sonderzeichen ­ meist allerdings nur für «¼», «½» und «¾».

Auf Mac-Rechnern finden sich diese Sonderzeichen in der Zeichenpalette, die sich dauerhaft in die Menüleiste integrieren lässt: in den Systemeinstellungen unter «Sprache & Text», «Eingabequellen», «Tastatur- und Zeichenübersicht». Schwieriger ist es, auch exotische Brüche entsprechend darzustellen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Verwendung von OpenType-Schriftarten, mit ihnen lassen sich alle Zahlenkombinationen in der eleganten Bruchform darstellen. Voraussetzung ist allerdings eine installierte OpenType-Schriftart, außerdem ein OpenType-fähiges Programm wie Adobe InDesign oder QuarkXPress.

Die beste Vorgehensweise: Den benötigten Bruch im Text markieren, dann aus dem «OpenType»-Menü den Bruch-Befehl auswählen. Leider ist das OpenType-Menü oft nicht ganz einfach zu orten. Bei InDesign versteckt es sich in der Steuerungs- und Zeichenpalette, QuarkXPress hat es in der Maße-Palette im Bereich für die Zeichenattribute untergebracht. Übrigens heißt der Bruch-Befehl in den englischen Programmversionen «Fractions».

Mehr Computer-Tipps: www.schieb.de

Haftungsfall Schlaglochpiste

Hamburg (dpa/tmn) – Autofahrer sollten angesichts von Frostschäden im Straßenbelag in der nächsten Zeit besonders vorsichtig fahren. Grundsätzlich haftet zwar die Kommune für Schäden am Auto, wenn eine Schlaglochpiste der Grund ist.

In der Regel befreie sie sich aber durch das Aufstellen von Warnschildern aus der Verantwortung, erklärt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Oder die Stadt ordnet für die entsprechenden Strecken eine Geschwindigkeitsbegrenzung an. Dass Löcher zeitnah ausgebessert würden, sei selten.

Die Kfz-Versicherung hilft Autofahrern im Schadensfall nur weiter, wenn es eine Vollkasko ist. Dazu kommt, dass geringe Schäden häufig die Selbstbeteiligung nicht überschreiten, sagt Rudnik. Eine Regulierung führe dagegen nicht selten zu einer höheren Prämie, weil der Versicherte in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse eingestuft wird.

Der kleinste «echte» Mercedes: Die C-Klasse

München (dpa/tmn) – Als kleinster Mercedes geht die C-Klasse schon lange nicht mehr durch. Schließlich haben diese Stellung mittlerweile die A- und die B-Klasse eingenommen. Für nicht wenige Autofahrer gilt die C-Klasse aber immer noch als kleinster «echter» Mercedes.

Denn bei A- und B- handelt es sich eher um Van-förmige Karosserien, während die C-Klasse noch immer die typische Limousine beziehungsweise den klassischen Kombi verkörpert. Und auch in der Pannenstatistik des ADAC präsentiert sich vor allem die zweite Generation der C-Klasse als Mercedes mit den einst gewohnten Tugenden.

Die intern W 203 genannte zweite Generation der C-Klasse hat sich nach Angaben des Automobilclubs vor allem ab dem Modelljahr 2004 verbessert. Seit diesem Zeitpunkt belegt das Auto in der Pannenstatistik nur noch vordere Plätze. Die in der Statistik festgehaltenen Probleme betreffen daher auch vor allem Fahrzeuge, die vor diesem Termin gebaut wurden. Ärgerlich für Gebrauchtkäufer ist unter anderem, dass bei Fahrzeugen bis Baujahr 2002 Kantenrost auftreten konnte. Das gilt speziell für den Tür- und Heckklappenbereich, die Motorhaube sowie Schiebedach und Kotflügel. Ab 2003 gab es dann eine vollverzinkte Karosserie.

Der erste Mercedes mit Bezeichnung C-Klasse erschien 1993 und löste den bisherigen 190er ab. Der Nachfolger in Form der zweiten Generation kam im Jahr 2000. 2001 folgte das wenig gefragte C-Klasse Sportcoupé. Auch der neue Kombi mit der traditionellen Bezeichnung T-Modell kam zu den Händlern. Anfang 2004 bekam die C-Klasse ein Facelift, die nunmehr dritte Generation kam 2007 auf den Markt.

Das Motorenangebot unterscheidet sich je nach Modelljahr und -generation. Es gibt Vierzylinder mit 90 kW/122 PS ebenso wie Sechszylinder mit 150 kW/204 PS oder Achtzylinder mit bis zu 270 kW/367 PS. Diesel finden sich mit 70 kW/95 PS ebenso wie mit 170 kW/231 PS.

Ein C 180 Classic aus dem Jahr 2001 wird laut Schwacke-Liste heute bereits für etwa 8000 Euro angeboten. Für etwa 18 500 Euro gibt es einen C 230 Elegance Sport Edition+ von 2007. Ein Diesel-Kombi C 320 T CDI Elegance DPF Sport Edition+ aus dem gleichen Jahr steht mit 20 250 Euro in der Liste.

Hosentaschenkino: Videos für mobile Geräte umwandeln

Düsseldorf (dpa/tmn) – Dank inzwischen ausreichend großem Bildschirm und Speicherplatz taugen viele Handys und andere mobile Abspielgeräte eigentlich als Hosentaschenkino. Doch das Gerätedisplay verweigert mit einer Fehlermeldung leider häufig den Dienst.

Die Geräte akzeptieren nicht alle Videodateien. Doch was nicht passt, lässt sich mit dem richtigen Handwerkszeug – einer speziellen Konverter-Software – passend machen. Dass Handys und Multimedia-Player nicht zu jeder Vorführung bereit sind, liegt am Wildwuchs unter den Dateiformaten und deren Verarbeitungsverfahren: «Es gibt keinen einheitlichen Video- und Audiostandard», sagt Benjamin Lorenz von der Zeitschrift «PC Praxis» in Düsseldorf. Viele Entwickler und Gerätehersteller verfolgten unterschiedliche Philosophien. Hinzu kommt, dass das Video der Wahl an die Displayauflösung und andere Parameter des jeweiligen Abspielgerätes angepasst werden muss.

Das erledigen Konverter-Programme. Sie wandeln das Quellvideo an jedem handelsüblichen Computer ins gewünschte Format am. Es gibt eine große Auswahl an entsprechender Software. Ein Versuch mit Gratis-Programmen schadet nicht: «Prinzipiell erzeugen kostenlose Programme so zuverlässig und in gleicher Qualität Videos wie kostenpflichtige», sagt Wolfgang Harbauer vom Software-Portal Softonic.

Weit verbreitete Gratis-Konverter mit komplett deutscher Menüführung sind zum Beispiel «Format Factory» und «XMediaRecode». Sie enthalten Profile für viele Abspielgeräte – so muss der Anwender die technischen Werte für die Umwandlung nicht mühsam von Hand eingeben. Nutzer wählen lediglich die zu konvertierende Datei, deren Zielspeicherort und das Abspielgerät aus, für das das Video bestimmt ist. Dann heißt es warten, bis das Programm die Konvertierung beendet hat. Je mehr Rechenleistung, desto schneller der Vorgang.

Für weit verbreitete Abspielgeräte gibt es auch speziell zugeschnittene Konverter. Vom ebenfalls gratis erhältlichen «MediaCoder» sind zum Beispiel Varianten für iPod und iPhone erhältlich. Eine ganze Reihe spezieller Gratis-Konverter gibt es von «DVDVideoSoft».

Findet sich für einen neuen Player noch kein Konverter, helfen oft Programme für Vorgängermodelle. Wenn es sich nicht gerade um exotische Player und Videoformate handele, sei die Kompatibilität sichergestellt, sagt Benjamin Lorenz. Unerfahrene Nutzer fahren demnach ohnehin mit voreingestellten Profilen gut.

Ob das Ergebnis optimal ist, hänge aber von den Ansprüchen ab, ergänzt Wolfgang Harbauer. «Wer sich auskennt, kann eine bessere Videoqualität herausholen als ein voreingestelltes Profil.» Viele Programme erlauben derartiges Feintuning, bei der neben der Qualität auch der Speicherbedarf des Videos erhöht oder verringert werden kann. Viele erfahrene Nutzer, die die Möglichkeiten der Videokonvertierung gern ausnutzen, schwören auf das englischsprachige Programm «Super».

Einsteiger lassen davon vorerst besser die Finger: «Dass nach dem Konvertiervorgang Bild und Ton nur schlecht oder gar nicht dargestellt werden, ist nämlich häufig auf falsche Einstellungen zurückzuführen», erklärt Lorenz. So kann etwa eine zu hohe Bildwiederholrate bei rechenschwachen mobilen Playern zu einer ruckelnden Wiedergabe führen.

Zusätzlich zur Freeware buhlen kostenpflichtige Alternativen um Nutzer. Sie punkten häufig mit einer übersichtlicheren Gestaltung und Komfortbedienung, sagt Lorenz von der «PC Praxis». Außerdem enthalten kostenpflichtige Konverter oft zusätzliche Funktionen. «Nero Move it» zum Beispiel konvertiert Videos direkt auf den mobilen Player oder bringt eine Verwaltung für die Filmsammlung mit. Und «Magix Videos für unterwegs» ermöglicht unter anderem die automatische Entfernung von Werbung. Der «Xilisoft Video Converter Ultimate» bietet einige Werkzeuge zum Videoschnitt und Einfügen von Effekten.

Wer eine Grafikkarte besitzt, die Nvidias CUDA- oder ATIs Stream-Technologie unterstützt, kann die Wartezeit verkürzen – vorausgesetzt, die Konverter-Software verteilt die Rechenleistung auch auf den Grafikchip. Das können aber immer mehr Programme. Die Spreu vom Weizen trenne sich bei Konverter-Software noch, wenn es um die Unterstützung von hochauflösenden Videoformaten wie AVCHD geht, das bei HD-Camcordern und Blu-ray-Medien eingesetzt wird.

Konverter «Format Factory»: www.formatoz.com

Konverter «XMediaRecode» www.xmedia-recode.de

Konverter «MediaCoder»: www.mediacoderhq.com/device

Konverter «DVDVideoSoft»: www.dvdvideosoft.com/de

Konverter «Super» (engl.): www.erightsoft.com/super

Konverter «Online-Convert»: www.online-convert.com

Konverter «Media-Convert»: media-convert.com/konvertieren

Videos im Internet konvertieren

Wer einen langsamen Computer, aber eine schnelle Internetleitung hat, kann seine Videos auch online konvertieren. Bei Diensten wie «Online-Convert» und «Media-Convert» lädt der Anwender im Browser das Videomaterial auf den Server des Anbieters, der die Konvertierung übernimmt. Die fertige Datei wird dann wieder auf den Rechner geladen oder direkt zum mobilen Gerät gesendet. Allerdings ist die Größe der Videodatei oft beschränkt.