Brüche wie «1/2 Liter» richtig darstellen

Februar 26th, 2010

Meerbusch (dpa-infocom) – Brüche kommen nicht nur im Mathematikunterricht vor, sondern auch im Alltag. Wir alle kaufen mal «1/2 Liter Milch» oder brauchen zum Kochen «3/4 Liter Wasser».

Aufgeschrieben sieht die Lösung mit dem Schrägstrich allerdings nicht besonders elegant aus. Ganz anders wird das Erscheinungsbild mit stilechten Bruchzahlen wie beispielsweise «½» oder «¾». Brüche wie diese gibt es bei fast allen Schriftarten als fertige Sonderzeichen ­ meist allerdings nur für «¼», «½» und «¾».

Auf Mac-Rechnern finden sich diese Sonderzeichen in der Zeichenpalette, die sich dauerhaft in die Menüleiste integrieren lässt: in den Systemeinstellungen unter «Sprache & Text», «Eingabequellen», «Tastatur- und Zeichenübersicht». Schwieriger ist es, auch exotische Brüche entsprechend darzustellen. In solchen Fällen empfiehlt sich die Verwendung von OpenType-Schriftarten, mit ihnen lassen sich alle Zahlenkombinationen in der eleganten Bruchform darstellen. Voraussetzung ist allerdings eine installierte OpenType-Schriftart, außerdem ein OpenType-fähiges Programm wie Adobe InDesign oder QuarkXPress.

Die beste Vorgehensweise: Den benötigten Bruch im Text markieren, dann aus dem «OpenType»-Menü den Bruch-Befehl auswählen. Leider ist das OpenType-Menü oft nicht ganz einfach zu orten. Bei InDesign versteckt es sich in der Steuerungs- und Zeichenpalette, QuarkXPress hat es in der Maße-Palette im Bereich für die Zeichenattribute untergebracht. Übrigens heißt der Bruch-Befehl in den englischen Programmversionen «Fractions».

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Haftungsfall Schlaglochpiste

Februar 26th, 2010

Haftungsfall Schlaglochpiste

Hamburg (dpa/tmn) – Autofahrer sollten angesichts von Frostschäden im Straßenbelag in der nächsten Zeit besonders vorsichtig fahren. Grundsätzlich haftet zwar die Kommune für Schäden am Auto, wenn eine Schlaglochpiste der Grund ist.

In der Regel befreie sie sich aber durch das Aufstellen von Warnschildern aus der Verantwortung, erklärt Thorsten Rudnik vom Bund der Versicherten in Henstedt-Ulzburg bei Hamburg. Oder die Stadt ordnet für die entsprechenden Strecken eine Geschwindigkeitsbegrenzung an. Dass Löcher zeitnah ausgebessert würden, sei selten.

Die Kfz-Versicherung hilft Autofahrern im Schadensfall nur weiter, wenn es eine Vollkasko ist. Dazu kommt, dass geringe Schäden häufig die Selbstbeteiligung nicht überschreiten, sagt Rudnik. Eine Regulierung führe dagegen nicht selten zu einer höheren Prämie, weil der Versicherte in eine schlechtere Schadenfreiheitsklasse eingestuft wird.

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Der kleinste «echte» Mercedes: Die C-Klasse

Februar 26th, 2010

Der kleinste «echte» Mercedes: Die C-Klasse

München (dpa/tmn) – Als kleinster Mercedes geht die C-Klasse schon lange nicht mehr durch. Schließlich haben diese Stellung mittlerweile die A- und die B-Klasse eingenommen. Für nicht wenige Autofahrer gilt die C-Klasse aber immer noch als kleinster «echter» Mercedes.

Denn bei A- und B- handelt es sich eher um Van-förmige Karosserien, während die C-Klasse noch immer die typische Limousine beziehungsweise den klassischen Kombi verkörpert. Und auch in der Pannenstatistik des ADAC präsentiert sich vor allem die zweite Generation der C-Klasse als Mercedes mit den einst gewohnten Tugenden.

Die intern W 203 genannte zweite Generation der C-Klasse hat sich nach Angaben des Automobilclubs vor allem ab dem Modelljahr 2004 verbessert. Seit diesem Zeitpunkt belegt das Auto in der Pannenstatistik nur noch vordere Plätze. Die in der Statistik festgehaltenen Probleme betreffen daher auch vor allem Fahrzeuge, die vor diesem Termin gebaut wurden. Ärgerlich für Gebrauchtkäufer ist unter anderem, dass bei Fahrzeugen bis Baujahr 2002 Kantenrost auftreten konnte. Das gilt speziell für den Tür- und Heckklappenbereich, die Motorhaube sowie Schiebedach und Kotflügel. Ab 2003 gab es dann eine vollverzinkte Karosserie.

Der erste Mercedes mit Bezeichnung C-Klasse erschien 1993 und löste den bisherigen 190er ab. Der Nachfolger in Form der zweiten Generation kam im Jahr 2000. 2001 folgte das wenig gefragte C-Klasse Sportcoupé. Auch der neue Kombi mit der traditionellen Bezeichnung T-Modell kam zu den Händlern. Anfang 2004 bekam die C-Klasse ein Facelift, die nunmehr dritte Generation kam 2007 auf den Markt.

Das Motorenangebot unterscheidet sich je nach Modelljahr und -generation. Es gibt Vierzylinder mit 90 kW/122 PS ebenso wie Sechszylinder mit 150 kW/204 PS oder Achtzylinder mit bis zu 270 kW/367 PS. Diesel finden sich mit 70 kW/95 PS ebenso wie mit 170 kW/231 PS.

Ein C 180 Classic aus dem Jahr 2001 wird laut Schwacke-Liste heute bereits für etwa 8000 Euro angeboten. Für etwa 18 500 Euro gibt es einen C 230 Elegance Sport Edition+ von 2007. Ein Diesel-Kombi C 320 T CDI Elegance DPF Sport Edition+ aus dem gleichen Jahr steht mit 20 250 Euro in der Liste.

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Hosentaschenkino: Videos für mobile Geräte umwandeln

Februar 25th, 2010

Hosentaschenkino: Videos für mobile Geräte umwandeln

Düsseldorf (dpa/tmn) – Dank inzwischen ausreichend großem Bildschirm und Speicherplatz taugen viele Handys und andere mobile Abspielgeräte eigentlich als Hosentaschenkino. Doch das Gerätedisplay verweigert mit einer Fehlermeldung leider häufig den Dienst.

Die Geräte akzeptieren nicht alle Videodateien. Doch was nicht passt, lässt sich mit dem richtigen Handwerkszeug – einer speziellen Konverter-Software – passend machen. Dass Handys und Multimedia-Player nicht zu jeder Vorführung bereit sind, liegt am Wildwuchs unter den Dateiformaten und deren Verarbeitungsverfahren: «Es gibt keinen einheitlichen Video- und Audiostandard», sagt Benjamin Lorenz von der Zeitschrift «PC Praxis» in Düsseldorf. Viele Entwickler und Gerätehersteller verfolgten unterschiedliche Philosophien. Hinzu kommt, dass das Video der Wahl an die Displayauflösung und andere Parameter des jeweiligen Abspielgerätes angepasst werden muss.

Das erledigen Konverter-Programme. Sie wandeln das Quellvideo an jedem handelsüblichen Computer ins gewünschte Format am. Es gibt eine große Auswahl an entsprechender Software. Ein Versuch mit Gratis-Programmen schadet nicht: «Prinzipiell erzeugen kostenlose Programme so zuverlässig und in gleicher Qualität Videos wie kostenpflichtige», sagt Wolfgang Harbauer vom Software-Portal Softonic.

Weit verbreitete Gratis-Konverter mit komplett deutscher Menüführung sind zum Beispiel «Format Factory» und «XMediaRecode». Sie enthalten Profile für viele Abspielgeräte – so muss der Anwender die technischen Werte für die Umwandlung nicht mühsam von Hand eingeben. Nutzer wählen lediglich die zu konvertierende Datei, deren Zielspeicherort und das Abspielgerät aus, für das das Video bestimmt ist. Dann heißt es warten, bis das Programm die Konvertierung beendet hat. Je mehr Rechenleistung, desto schneller der Vorgang.

Für weit verbreitete Abspielgeräte gibt es auch speziell zugeschnittene Konverter. Vom ebenfalls gratis erhältlichen «MediaCoder» sind zum Beispiel Varianten für iPod und iPhone erhältlich. Eine ganze Reihe spezieller Gratis-Konverter gibt es von «DVDVideoSoft».

Findet sich für einen neuen Player noch kein Konverter, helfen oft Programme für Vorgängermodelle. Wenn es sich nicht gerade um exotische Player und Videoformate handele, sei die Kompatibilität sichergestellt, sagt Benjamin Lorenz. Unerfahrene Nutzer fahren demnach ohnehin mit voreingestellten Profilen gut.

Ob das Ergebnis optimal ist, hänge aber von den Ansprüchen ab, ergänzt Wolfgang Harbauer. «Wer sich auskennt, kann eine bessere Videoqualität herausholen als ein voreingestelltes Profil.» Viele Programme erlauben derartiges Feintuning, bei der neben der Qualität auch der Speicherbedarf des Videos erhöht oder verringert werden kann. Viele erfahrene Nutzer, die die Möglichkeiten der Videokonvertierung gern ausnutzen, schwören auf das englischsprachige Programm «Super».

Einsteiger lassen davon vorerst besser die Finger: «Dass nach dem Konvertiervorgang Bild und Ton nur schlecht oder gar nicht dargestellt werden, ist nämlich häufig auf falsche Einstellungen zurückzuführen», erklärt Lorenz. So kann etwa eine zu hohe Bildwiederholrate bei rechenschwachen mobilen Playern zu einer ruckelnden Wiedergabe führen.

Zusätzlich zur Freeware buhlen kostenpflichtige Alternativen um Nutzer. Sie punkten häufig mit einer übersichtlicheren Gestaltung und Komfortbedienung, sagt Lorenz von der «PC Praxis». Außerdem enthalten kostenpflichtige Konverter oft zusätzliche Funktionen. «Nero Move it» zum Beispiel konvertiert Videos direkt auf den mobilen Player oder bringt eine Verwaltung für die Filmsammlung mit. Und «Magix Videos für unterwegs» ermöglicht unter anderem die automatische Entfernung von Werbung. Der «Xilisoft Video Converter Ultimate» bietet einige Werkzeuge zum Videoschnitt und Einfügen von Effekten.

Wer eine Grafikkarte besitzt, die Nvidias CUDA- oder ATIs Stream-Technologie unterstützt, kann die Wartezeit verkürzen – vorausgesetzt, die Konverter-Software verteilt die Rechenleistung auch auf den Grafikchip. Das können aber immer mehr Programme. Die Spreu vom Weizen trenne sich bei Konverter-Software noch, wenn es um die Unterstützung von hochauflösenden Videoformaten wie AVCHD geht, das bei HD-Camcordern und Blu-ray-Medien eingesetzt wird.

Konverter «Format Factory»: www.formatoz.com

Konverter «XMediaRecode» www.xmedia-recode.de

Konverter «MediaCoder»: www.mediacoderhq.com/device

Konverter «DVDVideoSoft»: www.dvdvideosoft.com/de

Konverter «Super» (engl.): www.erightsoft.com/super

Konverter «Online-Convert»: www.online-convert.com

Konverter «Media-Convert»: media-convert.com/konvertieren

Videos im Internet konvertieren

Wer einen langsamen Computer, aber eine schnelle Internetleitung hat, kann seine Videos auch online konvertieren. Bei Diensten wie «Online-Convert» und «Media-Convert» lädt der Anwender im Browser das Videomaterial auf den Server des Anbieters, der die Konvertierung übernimmt. Die fertige Datei wird dann wieder auf den Rechner geladen oder direkt zum mobilen Gerät gesendet. Allerdings ist die Größe der Videodatei oft beschränkt.

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Schriften im IE nur einmalig vergrößern

Februar 24th, 2010

Meerbusch (dpa-infocom) – Wem die Schrift im Internet Explorer zu klein ist, kann sie mit den Tastenkombinationen [Strg][+] bzw. [Strg][-] nach Belieben vergrößern und wieder verkleinern.

Nachteil: Wird ein neuer Tab geöffnet, erscheinen auch diese Webseite und alle weiteren entsprechend vergrößert oder verkleinert. Mit einem kleinen Eingriff lassen sich Schriften im Internet Explorer auch kurzzeitig skalieren.

Dazu im Menü «Extras» den Befehl «Internetoptionen» aufrufen. Danach ins Register «Erweitert» wechseln, im oberen Bereich der Liste das Kontrollkästchen «Zoomfaktor für neuen Fenster und Registerkarten zurücksetzen» ankreuzen. Das Dialogfenster mit OK schließen. Jetzt werden neue Tabs wieder ohne Größenveränderung geöffnet.

Mehr Computer-Tipps: www.schieb.de

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Wo ist der Zwerg? «charfind.com» hilft suchen

Februar 24th, 2010

Wo ist der Zwerg? «charfind.com» hilft suchen

Flensburg (dpa/tmn) – Viele Anhänger von Onlinespielen kennen das: Da hat man sich mit einem Gleichgesinnten und seinem Spielcharakter – etwa einem Zwerg bei «World of Warcraft» – so gut verstanden, und dann ist er plötzlich von der virtuellen Bildfläche verschwunden.

Wiederfinden lässt er sich vielleicht mit Hilfe von «charfind.com». Der Name der von Flensburg aus betriebenen Seite ist Programm: Dreh- und Angelpunkt ist das Auf- beziehungsweise Wiederfinden von Spielcharakteren – Kurzform: chars – und natürlich den Menschen dahinter. Onlinespieler haben die Möglichkeit, sich mit dem Namen ihres oder ihrer chars und den jeweiligen Titeln und Servern sowie ihrer Spielergilden anzumelden.

Genau diese Parameter können sie für die Suche nach verschollenen Kollegen nutzen. Hieß der nette Zwerg Wengalf? Einfach eingeben – und mit Glück hat er einen Account bei «charfind.com». Der Kontakt ist in Nullkommanichts hergestellt und aus der Freundschaft im virtuellen Raum wird womöglich eine echte.

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Mercedes F-Cell Roadster: Bertha Benz und Captain Future

Februar 24th, 2010

Mercedes F-Cell Roadster: Bertha Benz und Captain Future

Hamburg (dpa-infocom) – Normalerweise konstruieren sie so spannende Dinge wie Regale für Ersatzteile, Halter für Werkzeuge oder Ablagen für Produktionsabfälle. Doch Nina Sabrina Elbert und Simon Ehrmann können über solche Gesellenstücke nur lachen.

Ein ganz spezielles Gesellenstück

Zusammen mit rund 150 Auszubildenden im Daimler-Werk Sindelfingen haben sie in ihrer Lehre stattdessen ein ganzes Auto entwickelt. Und zwar nicht irgendeines. Ihr Ziel war es, über 100 Jahre Automobilgeschichte in einem einzigen Fahrzeug zu destillieren und in die Zukunft fortzuschreiben. Dabei herausgekommen ist ein offener Zweisitzer, der schräger kaum sein könnte: der F-Cell Roadster.

Handwerkskunst und historische Formen

Die Idee für das mehr als puristische Cabrio geht direkt zurück auf den sogenannten Patent Motorwagen, mit dem Konstrukteursgattin Bertha Benz im Sommer 1888 die erste Überlandfahrt der Automobilgeschichte unternommen und so der motorisierten Fortbewegung zum Durchbruch verholfen hat. Dafür stehen neben den vom Oldtimer übernommenen Speichenrädern im Originalmaß unter anderem der Holzfußboden der zukunftsträchtigen Motorkutsche oder die von Hand vernähten Sitzbezüge aus Sattelleder. Außerdem haben die Nachwuchsentwickler gleich noch ein paar Zitate aus anderen berühmten Mercedes-Modellen eingebaut. So erinnert die spitze Nase an die Rennwagen aus der Formel 1. Die Holme neben den Passagieren öffnen sich wie Flügeltüren, und hinter den Kopfstützen laufen zwei Höcker übers Heck, wie man sie von den legendären Silberpfeilen kennt.

Hightech bei Materialauswahl und Fertigungsverfahren

Während die Formen den Blick zurück öffnen, weisen Materialauswahl und Fertigungsverfahren in die Zukunft. So wurde die federleichte Karosserie aus Verbundfasermaterial gebacken. Die Sitzschalen sind aus Karbon und moderner als in einem Formel-1-Renner. Und der Rahmen ist aus Leichtbau-Metall gefertigt. Am weitesten von der Serie entfernt ist allerdings der Antrieb: Denn unter der Plexiglashaube im Heck haben die Azubis eine Brennstoffzelle eingebaut. Sie verwandelt Wasserstoff in Strom und produziert als einziges Abgas Wasserdampf. Gespeist aus einem Hochdrucktank kaum größer als eine Thermoskanne stellt sie genügend Energie für 14 Stunden oder 350 Kilometer bereit.

In der Zukunft fährt man sauber und geräuschlos

Damit treiben sie einen Elektromotor an, der zwar nur 1,2 kW leistet, aber mit dem gerade mal 500 Kilogramm schweren Roadster buchstäblich leichtes Spiel hat. Wie ein Autoscooter auf dem Rummelplatz schnurrt der Zweisitzer deshalb absolut geräuschlos davon. Wenn einem nach wenigen Metern der Wind durch die offene Konstruktion in die Kleider fährt, hat man schnell vergessen, dass die Azubis das Tempo vorsichtshalber auf 25 km/h limitiert haben. Schließlich hat das Einzelstück einen Versicherungswert von etwa 250 000 Euro, aber keine Sicherheitsgurte oder Knautschzonen.

Steuern wie in einem Computerspiel

Neben dem Antrieb setzen die Azubis auch bei der Steuerung auf die Technik der Zukunft. Statt mechanischer Verbindungen gibt es nur noch elektronische Steuerimpulse («Drive by Wire»). Anstelle des Lenkrades haben sie im spartanischen Cockpit einen Steuerknüppel installiert, wie man ihn von der Spielkonsole her kennt. Das ist zwar anfangs ausgesprochen ungewohnt. Doch zumindest bei niedrigen Geschwindigkeiten hat man den Wagen nach ein paar Minuten fest im Griff: Drückt man den Joystick nach vorn, rumpelt der Roadster auf seinen beinahe ungefederten Vollgummi-Rädern vorwärts übers Pflaster. Zum Bremsen oder Rückwärtsfahren, zieht man den kleinen Kunststoffstummel nach hinten, und zum Lenken bewegt man ihn auf die entsprechende Seite – auch für Bertha Benz wäre das eine einfach Übung gewesen.

Jungfernfahrt auf historischer Strecke

Dass man mit der in etwa 15 Monaten entstandenen High-Tech-Seifenkiste tatsächlich Strecke machen kann, haben die Nachwuchspioniere auf geschichtsträchtigem Terrain bewiesen. Denn nach wochenlangen Test- und Entwicklungsrunden auf dem Werksgelände haben sie die Jungfernfahrt auf derselben Route von Mannheim nach Pforzheim absolviert, auf der 1888 auch Bertha Benz in die Automobilgeschichte gefahren ist.

Fazit: Spannende Formen, liebevolle Details

Dass ihr Wagen trotz der spannenden Form, der vielen liebevollen Details und des zukunftsweisenden Antriebs nicht die geringste Chance auf eine Serienfertigung hat, ficht die stolzen Entwickler nicht an. Vielleicht werden sie nicht ganz so berühmt wie Carl und Berta Benz – aber besser als die Konstruktion von Regalen für Ersatzteile war die Entwicklung des F-Cell Roadster in jedem Fall.

Datenblatt: Mercedes F-Cell Roadster
Motor und Antrieb: Brennstoffzelle mit Elektromotor
Hubraum: 0 ccm
Max. Leistung: 1,2 kW/2 PS
Max. Drehmoment: k.A.
Antrieb: Heckantrieb
Getriebe: Eingang-Getriebe
Maße und Gewichte:
Länge: 3588 mm
Breite: 1832 mm
Höhe: 1100 mm
Radstand: 2201 mm
Leergewicht: 500 kg
Zuladung: k.A.
Kofferraumvolumen: 0 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: k.A.
Durchschnittsverbrauch: k.A.
Reichweite: 350 km
CO2-Emission: 0 g/km
Kraftstoff: Wasserstoff
Schadstoffklasse: EU5
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Chatroulette.com: Video-Chat mit Unbekannten

Februar 22nd, 2010

Chatroulette.com: Video-Chat mit Unbekannten

Meerbusch (dpa-infocom) – Es ist eine Mischung aus Smalltalk, internationaler Begegnung und Exhibitionismus: das Plauderportal chatroulette.com. Ein 17-jähriger Schüler aus Russland hat es entwickelt.

Das Prinzip ist denkbar simpel: Die Webseite würfelt wahllos wildfremde Leute zum Video-Chat zusammen. So sitzt man mit einem Klick plötzlich einem Japaner gegenüber, kurz darauf grüßt eine grinsende Gruppe aus Jamaika oder ein oberbayerisches Trachten-Original grantelt gegen die Welt nördlich der Alpen. Achtung: Auch Exhibitionisten nutzen das Portal. Zartbesaiteten ist es daher nicht unbedingt zu empfehlen.

Technisch gesehen ist Chatroulette eine Mischung aus dem Videotelefonie-Dienst Skype und Chat: Es erscheinen zwei kleine Bildschirme auf der Website, einer für den Besucher selbst und einer für den zufällig ausgewählten Gesprächspartner. Die Taste F9 wechselt ohne Vorwarnung zum nächsten User. Genauso einfach kann einen das virtuelle Gegenüber wegklicken ­ und zwar unwiderruflich, denn es gibt weder eine Zurück- noch eine Holdtaste, auch keine Suchfunktion oder Profile.

Wer auf der Suche nach einem Onlineflirt ist oder interkulturellen Austausch will, ist bei chatroulette.com komplett falsch. Nutzer müssen auf alles vorbereitet und gefasst sein. Einen funktionierenden Jugendschutz gibt es nicht. Viele eingeblendete Chatpartner können irgendetwas Besonderes, sind kostümiert, tanzen, singen oder spielen ein Instrument. Chatroulette ist wie eine Ansammlung verrückter Youtube-Videos. Der Unterschied: Man ist mittendrin und live dabei, und die Leute reagieren auf einen. Da mittlerweile oft bis zu 20.000 Menschen gleichzeitig online sind, kommt so schnell keine Langeweile auf.

Plauderportal Chatroulette: www.chatroulette.com

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Sieht auch im Alter nicht alt aus: der Audi TT

Februar 19th, 2010

Sieht auch im Alter nicht alt aus: der Audi TT

München (dpa/tmn) – Kaum zu glauben, dass die Form nun schon weit mehr als zehn Jahre auf dem Buckel hat: Auch heute sieht die erste Generation des Audi TT noch frisch aus.

Nahezu vergessen sind auch die anfänglichen Querelen um das zunächst im Grenzbereich kritische Fahrverhalten des Sportwagens. Umgekehrt zeigt nun aber auch die Pannenstatistik des ADAC, dass der TT durchaus Langzeitqualitäten hat. Denn wirklich lang ist die Liste der bekannten Mängel nicht.

Die Fahrwerksprobleme früher TT haben zu einer umfangreichen Umrüstaktion geführt. Der Automobilclub weist darauf hin, dass alle bis zum Frühjahr 2000 gebauten TT mit ESP, verbessertem Fahrwerk und einem Spoiler nachgebessert sein sollten. Weitere mögliche Mängel an den Autos betreffen rutschende Kupplungen, defekte Kühlmittelpumpen und Thermostat-Probleme jeweils im Modelljahrgang 1999. Für das gleiche Jahr stehen nasse Zündkerzen. Defekte Wegfahrsperren wurden 1999 und 2000 bemerkt. Bekanntgeworden sind falsch anzeigende Tankuhren, was immer mal wieder zu Liegenbleibern führte.

Auf dem Markt eingeführt wurde die erste TT-Generation Mitte 1998 zunächst als Coupé. Der Roadster folgte im Herbst 1999. Das wichtige ESP wurde noch im gleichen Jahr serienmäßig eingebaut. Der erste TT blieb vergleichsweise lange im Audi-Programm: Die zweite Generation trat die Nachfolge erst in der zweiten Hälfte des Jahres 2006 an.

Das Motorenprogramm des TT wurde über die Jahre erweitert, wobei in der ersten Generation durchweg Benziner zum Einsatz kamen. Den Einstieg bildet ein turbogeladener Vierzylinder mit 1,8 Liter Hubraum und 110 kW/150 PS. Die 1,8 Liter bilden aber auch die Basis für Versionen mit 132 kW/180 PS oder gar 165 kW/225 PS. Spitzenmotorisierung ist ein Sechszylinder mit 3,2 Litern Hubraum und 184 kW/250 PS. Ein TT mit Diesel ist nur in der zweiten Generation zu bekommen – mit 125 kW/170 PS.

Ein TT Coupé 1.8 T aus dem Jahr 1998 kostet heute laut Schwacke-Liste noch rund 7300 Euro. Ein TT Coupe 3.2 quattro von 2004 wird für knapp 15 900 Euro gehandelt. Etwa 21 600 Euro müssen für einen TT Roadster 3.2 quattro DSG aus dem Jahr 2006 angelegt werden.

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Chevrolet Spark: Mit Coolness gegen den Knuddelfaktor

Februar 17th, 2010

Chevrolet Spark: Mit Coolness gegen den Knuddelfaktor

Hamburg (dpa-infocom) – Er ist cool und kantig, selbstbewusst und wirkt aus manchen Perspektiven fast schon ein bisschen böse: Weil er neben Studentinnen und jungen Mütter auch Männer als Kunden gewinnen soll, ist der Nachfolger des Matiz ein Typ mit Ecken und Kanten geworden.

Einen Innenraum mit Pfiff statt Mief

Wo andere Kleinwagen an den Mutterinstinkt appellieren und zum Knuddeln animieren, macht der koreanische GM-Ableger Chevrolet mit dem neuen Spark ab März einen spannenden Gegenentwurf. Das gilt nicht nur für das ungewöhnliche Außendesign mit hoher Haube, stolzem Grill und Scheinwerfern von der Größe zweier Straßenlaternen. Sondern fast noch mehr für den Innenraum, in dem endlich Farbe in das koreanische Einheitsgrau kommt. Nicht nur die Sitzpolster sind bunt bezogen. Inspiriert vom Coca-Cola-Design zieht sich obendrein ein bunter Plastikstreifen quer durchs Cockpit, in dem die Designer gleich ein paar zusätzliche Ablagen untergebracht haben.

Tacho wie in einem Computerspiel

Zum Blickfang gerät allerdings das Kombiinstrument, das wie eine Spielkonsole auf der Lenksäule thront. Neben dem eisblau beleuchtetet Tacho gehört zu ihm auch ein digitales Display für Drehzahlmesser und Bordcomputer, wie man es von Computer-Rennspielen kennt. Das unterstreicht einmal mehr den Abschied vom niedlichen Kleinwagen und soll auch PS-Fans ansprechen. Nicht umsonst findet man solche Instrumente sonst nur bei italienischen Rennmotorrädern.

Viel Platz auf allen Plätzen

Weil Form nicht alles ist, stimmt im Spark auch die Funktion: Bei 2,38 Metern Radstand und 3,64 Metern Gesamtlänge bietet der in Korea montierte Viertürer ordentlich Platz für fünf Personen. Vorne haben selbst große Menschen massig Kniefreiheit. Und hinten können zumindest zwei große Kinder bequem sitzen. Auf Kurzstrecken taugt die Rückbank sogar für Erwachsene. Nur mit der Kopffreiheit ist es im Fond nicht weit her, obwohl der Spark mit 1,52 Metern ungewöhnlich hoch ist. Davon profitiert man spätestens beim Beladen: Ist das normale Fassungsvermögen mit 170 Litern noch bescheiden, passen in den Kofferraum bei umgeklappter Rückbank bis zum Dach immerhin 994 Liter.

Motoren für den Stadtverkehr

Nicht ganz so dynamisch wie das Design sind die Motoren – schließlich ist der Spark nur ein Kleinwagen, bei dem die Kunden eher auf den Preis als auf die PS-Zahl schauen. Deshalb müssen sich Knauser mit einem 1,0-Liter großen Vierzylinder mit 50 kW/68 PS begnügen. Und selbst wer für geschätzte 2000 Euro Aufpreis den 1,2-Liter-Motor bestellt, muss es gemächlich angehen lassen. Für den Stadtverkehr mögen 60 kW/82 PS und 111 Nm noch genügen. Dort schwimmt der ebenso handliche wie übersichtliche Spark locker mit, schlägt im Stopp-and-Go-Verkehr flinke Haken und passt in fast jede Parklücke.

Auf der Autobahn hilft nur Drehzahl

Will man aber auf der Landstraße oder Autobahn mithalten, muss man den Chevrolet ordentlich treten. Und selbst dann braucht der Kleinwagen 12,1 Sekunden bis Tempo 100 und schafft laut Tacho kaum 170 Sachen. Weil das nur mit hoher Drehzahl gelingt, muss man schnell das Radio lauter drehen und obendrein öfter tanken. Die 5,1 Liter aus dem Normzyklus (CO2-Ausstoß: 119 g/km) jedenfalls dürften dann kaum mehr zu halten sein. Doch Chevrolet hat für Spritsparer einen weiteren Trumpf in der Tasche: Wie alle Modelle der Koreaner wird es auch den Spark kurz nach der Markteinführung mit Flüssiggas-Umrüstung geben. Dann, so rechnet die Autogas-Lobby vor, tankt man für die Hälfte.

Der Preis ist mit spitzem Stift kalkuliert

Nachdem Chevrolet zu den großen Gewinnern der Abwrackprämie zählte und den Ruf als Preisbrecher gefestigt hat, üben sich die Koreaner auch bei der Kalkulation für den Spark in Zurückhaltung. Obwohl er stattlicher, stärker und vor allem schöner als der Matiz ist, wird er nur 100 Euro teurer. Er steht für 8990 Euro beim Händler. Zwar wird das spartanische Einstiegsmodell kaum jemand kaufen. Doch selbst mit dem starken Motor und kompletter Ausstattung samt Klimaanlage und CD-Radio wird der Spark nur rund 12 000 Euro kosten und so manch europäischen Konkurrenten düpieren. Nur dass alle Modelle zwar sechs Airbags haben, aber der Schleuderschutz ESP immer Aufpreis kostet, muss keiner verstehen.

Fazit: Dieser Funke könnte zünden

Davon abgesehen ist der kleine Spark aber ein großer Wurf. Das Design ist gelungen, der Innenraum pfiffig, und im Stadtverkehr schlägt sich der Koreaner mehr als wacker. Außerdem ist der Preis attraktiv und die Konkurrenz ringsum in die Jahre gekommen. Gut möglich also, dass dieser Funke bei vielen zünden könnte – selbst wenn mit diesem Koreaner keiner kuscheln will.

Datenblatt: Chevrolet Spark
Motor und Antrieb: Vierzylinder-Benziner
Hubraum: 1206 ccm
Max. Leistung: 60 kW/82 PS bei 6400 U/min
Max. Drehmoment: 111 Nm bei 4600 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: Fünfgang-Schaltgetriebe
Maße und Gewichte
Länge: 3640 mm
Breite: 1597 mm
Höhe: 1522 mm
Radstand: 2380 mm
Leergewicht: 936 kg
Zuladung: 421 kg
Kofferraumvolumen: 170-994 Liter
Fahrdaten
Höchstgeschwindigkeit: 164 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 12,1 s
Durchschnittsverbrauch: 5,1 Liter/100 km
Reichweite: 690 km
CO2-Emission: 119 g/km
Kraftstoff: Super
Schadstoffklasse: EU5
Kosten
Basispreis der Modellreihe: 8990 Euro
Grundpreis des 1,2 LT: ca. 12 000 Euro
Typklassen: liegen noch nicht vor
Kfz-Steuer pro Jahr: 26 Euro/Jahr
(alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke)
Wichtige Serienausstattung
Sicherheit: Front-, Seiten- und Vorhang-Airbags
Komfort: Klimaanlage, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung
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