Boeing leidet immer noch unter der Krise

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Seattle (dpa-AFX) – Die Folgen der Wirtschaftskrise schlagen sich beim Flugzeughersteller Boeing <BA.NYS> <BCO.ETR> immer noch deutlich nieder. Im ersten Quartal fiel der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 8 Prozent auf 15,2 Milliarden Dollar. Der Gewinn schrumpfte unterm Strich um 15 Prozent auf 519 Millionen Dollar, belastet auch von Kosten für die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama.

Konzernchef Jim McNerney verbreitete am Mittwoch dennoch Aufbruchstimmung: Die Verbesserungen, die Ende 2009 eingesetzt hätten, hielten an. Die Luftfahrt erhole sich, und die beiden wichtigen neuen Flugzeugmodelle 787 Dreamliner und der Jumbo 747-8 machten Fortschritte. „Unser Ausblick bleibt reizvoll.“

Wegen der Gesundheitsreform musste Boeing das Ergebnis je Aktie aber um 20 Cent auf 3,50 Dollar bis 3,80 Dollar zurückschrauben. Im Jahr 2009 hatte der Konzern wegen der Pannenserie bei seinen neuen Modellen gerade einmal die Hälfte dessen verdient. Mit massiven Stellenstreichungen versuchte die Unternehmensführung, ein noch weiteres Abgleiten zu verhindern.

Den Umsatz sieht das Management in diesem Jahr weiterhin von 68,2 Milliarden Dollar auf 64 bis 66 Milliarden Dollar fallen. Erst 2011 soll es wieder aufwärts gehen, wenn die Produktion des Dreamliner und des überarbeiteten Jumbo-Jets voll angelaufen ist. Neben Verkehrsflugzeugen mischt der Konzern auch noch in der Raumfahrt mit und baut Kampfjets und Hubschrauber.

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