Sechs Schirmer-Schauen in NRW

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Düsseldorf (dpa) – Sechs rheinische Museen würdigen in einer Verbundausstellung den spätromantischen Maler Johann Wilhelm Schirmer.

Das Düsseldorfer museum kunst palast präsentiert von Samstag bis zum 29. August die Italien-Studien des in Jülich geborenen Pioniers der Landschaftsmalerei. Weitere Einblicke in das Werk Schirmers (1807-1863) geben bis Januar 2011 Ausstellungen in Neuss, Bergisch Gladbach, Jülich, Bonn und Königswinter.

Schirmer prägte als Lehrer der Landschaftsklasse der Düsseldorfer Malschule im 19. Jahrhundert einen neuen Stil der idealen, bisweilen heroischen Landschaftskomposition, den hunderte seiner Schüler in die Welt trugen. Wegweisend war für ihn eine Italien-Reise 1839/40. Als Folge des Erlebnisses von Farbe und Licht des Mittelmeerraums malte Schirmer farbfrische und tonige Freilichtstudien, die einen Höhepunkt in seinem Schaffen markieren.

Unter dem Titel «Ein bläulich silbriger Duft der Ferne» werden in Düsseldorf Panorama-Bilder der wildromantischen Berglandschaft östlich von Rom den frühen Freilichtstudien aus dem Neandertal gegenübergestellt, in denen Schirmer noch detailgetreu in dunkel- grünen Tönen Bachpflanzen malte. «Es geht nicht mehr um den Detailrealismus, sondern um das große Ganze, das er atmosphärisch einfangen möchte», sagte Kuratorin Bettina Baumgärtel am Mittwoch über den einflussreichen Maler und Lehrer von Anselm Feuerbach und Hans Thoma.

Das Clemens-Sels-Museum in Neuss beispielsweise beleuchtet in seiner Schau (25.4.- 1.8.) den Werdegang Schirmers in seinen Reiseskizzen. Im Schloss Drachenburg in Königswinter sind romantische Ansichten vom Rhein zu sehen sind (26.9.-16.01.2011). Gefördert wurde das dreijährige Gemeinschaftsprojekt unter dem Titel «Vom Rheinland in die Welt» von der NRW-Landesregierung.

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