Web | Netz-Übel: Spam feiert Comeback: Plus 125 Prozent warnt McAfee-Studie

Spam feiert sein Comeback

Der aktuelle McAfees Threats Report  vermeldet ein Sensationshoch für Spam. Dieser schien bis vor kurzem noch vom Aussterben bedroht und Unternehmen wie Verbraucher erwarteten sein baldiges Ende. Das scheint nun in weiter Ferne.

In seinem aktuellen Threats Report berichtet McAfee von einem enormen Spam-Anstieg. Die Menge der unerwünschten Werbemails stieg um 125 Prozent.

Forscher von McAfee Labs vermuten hinter dem Anstieg, der besonders in den letzten vier Wochen des dritten Quartals zu beobachten war, ein neues, lukratives Geschäftsmodell.

Sie gehen davon aus, dass der Anstieg auf legale Marketing-Unternehmen zurückzuführen ist, die Mailinglisten von weniger legal operierenden Anbietern kaufen und verwenden.

Bekannt sind diese Anbieter unter dem Namen „Snowshoe Spammers“. Sie verkaufen ihre Dienste an legitime Marketing-Unternehmen, die auf Produkte für Endverbraucher ausgerichtet sind und nutzen dafür alle verfügbaren Mailinglisten und Methoden, um Reichweite und Antwortquote zu steigern.

Dazu erwerben sie Mailinglisten, in denen sich E-Mail-Adressen aus kompromittierten Adressbüchern oder Nutzerkonten befinden. Um den Spam-Filtern der Provider zu umgehen, nutzen die Spammer wechselnde IP-Adressen.

Vor einigen Jahren, als diese Form des Spam erstmals aufkam, mieteten die Snowshoe Spammer ganze Subnetze in Hosting-Firmen. Von dort aus versendeten sie von jeder IP-Adresse 10 bis 20 Spams pro Tag. So konnten sie ihre gesamte Spam-Flut versenden ohne Gefahr zu laufen, von den Spam-Fallen erwischt zu werden.

Das Verfahren hat sich im Laufe der Jahre verfeinert. Momentan gehen die IP-Adressen live und versenden dann 75.000 Nachrichten pro Minute in Kampagnen, die kaum eine Stunde dauern. Die IPs sind jeden Tag neu, in anderen Regionen mit anderen E-Mail-Adressen.

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