Hamburg/Hannover (dpa/tmn) – Googeln hat es bis in den Duden geschafft. Kein Wunder, dass viele das Angebot aus dem kalifornischen Mountain View quasi als amtliche Internet-Suchmaschine betrachten und nutzen.

Wegen seiner unzähligen Zusatzdienste vom Webmailer bis hin zu Onlinekarten hat sich Google aber auch den Ruf eines Datenkraken erworben. Das kann ein Grund sein für Nutzer, sich nicht allein dem Marktführer zu verschreiben, sondern auch den leistungsfähigen Suchmaschinen der Konkurrenz eine Chance zu geben.

So propagiert es der Verein für freien Wissenszugang (Suma-eV) aus Hannover. Es sei wichtig, «mehrere, unabhängig voneinander arbeitende Suchmaschinen einzusetzen, um einen möglichst neutralen und umfassenden Überblick geeigneter Quellen zu erhalten», steht in einem Thesenpapier des Vereins. Dessen Schirmherr ist der MP3-Erfinder Prof. Karlheinz Brandenburg. Bei einem Quasi-Monopol wie es Google innehat, bestehe «auf Dauer die Gefahr, dass die Ergebnisse der Informationssuche von Einflüssen nicht allgemein erkennbarer Mechanismen der Betreiber geleitet werden.»

Laut dem Internet-Statistikdienst Hitslink liefen in diesem Jahr bisher knapp 86 Prozent aller Suchanfragen weltweit über Google. Platz zwei belegt weit abgeschlagen Yahoo mit knapp 6 Prozent. Microsofts Suche Bing belegt – noch nicht einmal ein Jahr alt – mit gut 3 Prozent bereits den dritten Rang. Vergleichsweise stark genutzt wird rund um den Globus auch noch die globale Suche von Ask.

Hindernisse türmen sich vor wechselfreudigen Surfern jedenfalls nicht auf – und Probieren kostet nichts. Jeder beliebige Suchdienst lässt sich bei Browsern wie Firefox oder Internet Explorer mühelos in die Suchleisten einbinden oder auch als Startseite festlegen.

Wer den großen Google-Konkurrenten erst einmal im Blindtest auf den Zahl fühlen will, kann das unter «blindsearch.fejus.com» tun. Die Suchergebnisse werden im gleichen Design in drei Spalten nebeneinander dargestellt. Erst wenn der Nutzer sein Votum abgegeben hat, in welcher Spalte die seiner Meinung nach besten Ergebnisse stehen, lüftet die Seite das Geheimnis und zeigt die Logos von Bing, Yahoo und Google an. Der Verein Suma zieht das Fazit, dass «The Big Three» qualitativ gleichwertig seien.

Am Tempo gibt es bei den großen Suchmaschinen nichts zu bemängeln. Alle drei spucken ihre Ergebnisse zügig aus. Google und Yahoo zeigen beim Tippen Suchvorschläge an und verfügen über einen Kinder- und Jugendschutzfilter. Letzterer lässt sich auch bei Bing einschalten.

Auf die Booleschen Operatoren («AND», «OR» etc.), die Suchbegriffe logisch verknüpfen, verstehen sich die meisten Suchmaschinen. Yahoo bietet zusätzlich die Suche mit hausgemachten Abkürzungen an: Mit «!flickr» plus Suchbegriff gelangt man direkt zu den Ergebnissen der beliebten Foto-Community. «!leo» plus Suchbegriff übersetzt deutsche Wörter ins Englische. Shortcuts für die fixe Suche nach Aktienkursen, Call-by-Call-Vorwahlen, dem Wetter oder eine Taschenrechnerfunktion finden sich unter «de.search.yahoo.com/info/shortcuts».

Vergleichbar ist das Funktionsangebot von Google, das unter «google.com/intl/de/help/features.html» aufgelistet ist. Das Unternehmen bietet auch die Volltextsuche in Büchern, eine Suche in wissenschaftlichen Veröffentlichungen oder die Recherche nach öffentlich verfügbarem Programmiercode an.

Bei den großen Maschinen lassen sich in der erweiterten Suche auch Parameter wie Sprachraum, Region, Dateityp, Position des Suchbegriffs auf der Seite, Zeitraum der letzten Aktualisierung und Nutzungsrechte einbeziehen. Ganz so weit ist die deutsche Suche von Ask, die sich noch im Betastudium befindet, noch nicht. Praktisch ist aber die Voransicht der Seiten in einem Pop-up-Fenster beim Mouseover über das Fernglas-Symbol vor den Suchbegriffen. Die globale Ask-Suche («ask.com») ist schon weiter und zeigt wie Google direkt auch Bilder zu den relevantesten Foto- und Video-Suchergebnissen an.

Unzählige kleinere und Spezial-Suchmaschinen bieten Einblicke in Ecken des Netzes, zu denen man mit den Großen eher nicht gelangt wäre. Nach wie vor gibt es auch Verzeichnisdienste, die Seiten in genau beschriebenen Kategorien auflisten. Dazu gehört «dmoz.org». Um mehrere Maschinen und Verzeichnisdienste gleichzeitig abzufragen, empfehlen sich Metasuchmaschinen. Eine der bekanntesten ist MetaGer, ein Projekt der Universität Hannover.

Eine weitere interessante Metasuchmaschine, deren Ergebnisse aber auf Nordamerika zugeschnitten sind, ist «clusty.com». Wie der Name andeutet, bündelt sie die Suchergebnisse zu logischen Clustern. Auch praktisch: Beim Klick auf die Lupensymbole hinter den Suchergebnissen öffnen sich beliebig viele Vorschauen direkt in der Webseite.

Ob das Googeln ohne Google irgendwann nichts besonderes mehr ist, hängt maßgeblich von den Surfern ab – davon ist man beim Verein für freien Wissenszugang überzeugt: Änderungen seien «weniger durch neue Technologien, sondern vor allen Dingen durch verändertes Nutzerverhalten aufgrund steigender Informationskompetenz zu erwarten.»

Verein für freien Wissenszugang: www.suma-ev.de

Suchmaschine BlindSearch: blindsearch.fejus.com

Internet-Verzeichnis Open Directory Project: www.dmoz.org

Metasuchmaschine MetaGer: meta.rrzn.uni-hannover.de/

Suchmaschine Clusty: www.clusty.com

Suchmaschine Ask: de.ask.com

Suchmaschine Google: www.google.de

Zusatzdienste von Google: www.google.com/intl/de/help/features.html

Suchmaschine Yahoo!: de.yahoo.com

Yahoo! Info Express: de.search.yahoo.com/info/shortcuts

Suchmaschine Bing: www.bing.com

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Hamburg (dpa) ­ Peter Fleischer hat einen schwierigen Job: Sein Arbeitgeber Google steht regelmäßig wegen seines Datenhungers in der Kritik. Fleischer ­ ein Amerikaner mit deutschen Wurzeln ­ muss als Datenschutz-Beauftragter bei Politikern, Datenschützern und Medien für Verständnis werben.

Im Interview mit der dpa redet er über die Lehren aus «Street View» und mangelnde Gesprächsbereitschaft in der Politik.

Herr Fleischer, hätten Sie gedacht, dass Google wegen der Pläne für die digitalen Straßenansicht «Street View» in Deutschland so sehr in die Kritik geraten würde?

Fleischer: «Uns war bewusst, dass in Europa die Erwartungen an Privatsphäre und Datenschutz höher sind als in den USA. Daher haben wir einen Software-Algorithmus entwickelt, der automatisch Gesichter und Nummernschilder verwischt. In den meisten europäischen Ländern war der Start daraufhin recht unproblematisch – außer in Deutschland und der Schweiz. In keinem anderen Land hat es so eine zum Teil sogar polemische Debatte gegeben.»

Viele Deutsche teilen die Kritik von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner…

Fleischer: «Meine persönliche Meinung: Wenn wir den Dienst schon gestartet hätten, gäbe es nur wenige Diskussionen.»

Auch mit dem Kurzmeldungsdienst «Buzz» hat Google harsche Kritik geerntet. Haben Sie die Reaktion der Nutzer unterschätzt?

Fleischer: «Wir haben Buzz intern mit mehr als 20 000 Google- Mitarbeitern getestet, die alle sehr Internet-affin sind. Aber das ist nicht dasselbe, als wenn man externe, nicht so technikaffine Nutzer Buzz ausprobieren lässt. Die Datenschutz-Optionen waren nicht deutlich genug hervorgehoben. Aber wir haben innerhalb von 48 Stunden die wichtigsten Bedenken ausgeräumt. Ich habe auch noch kein soziales Netzwerk gesehen, das vom Start weg perfekt ist.»

Warum stößt Google regelmäßig auf so viel Widerstand?

Fleischer: «Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Informationen im Internet auffindbar und nutzbar zu machen. Meine Lektion aus “Street View”: Wenn man wie Google kontinuierlich Innovationen entwickelt, die die Nutzer nie zuvor gesehen und genutzt haben, ist es nicht zu vermeiden, dass man für Wirbel sorgt. Es ist nur menschlich, dass einige Leute mit Angst und Sorgen reagieren und das Neue ablehnen. Andere nehmen es begeistert an.»

Aber warum unterscheidet sich Deutschland von anderen Ländern so sehr – siehe «Street View»?

Fleischer: «Deutschland hat mit zwei totalitären Systemen eine schlimme und komplizierte Vergangenheit. Ich wäre erstaunt, wenn die Deutschen nicht eine starke Sensibilität für Datenschutz hätten.»

Viele Menschen nutzen Google ohne Bedenken, die Suchmaschine hat einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Andererseits stehen Sie bei Politikern und Datenschützern in der Kritik. Woran liegt das?

Fleischer: «Wir haben eine große Nutzergruppe in Deutschland, die Google-Dienste mag und sie jeden Tag nutzt. Die Diskussion läuft auf einer anderen Ebene. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich wollte mich einmal mit einem Landesdatenschutzbeauftragten treffen, der sich in den Medien oft über Google äußerte. Er wollte aber nicht mit Google, sondern nur über Google reden. Er nutzte Google einfach als Begriff, um eine Debatte in Politik und Medien anzustoßen. Und als ich einmal ein Treffen der Landesdatenschutzbeauftragten zu “Street View” besuchte, wollte nur einer von ihnen mit mir reden. Das ist doch ungewöhnlich!»

Was tun Sie denn, um den Dialog mit der Politik zu führen?

Fleischer: «Wir haben ein Büro in Berlin mit vier Vollzeitkräften, die im Kontakt mit den politischen Gesprächspartnern stehen, darunter auch mit Ministerin Ilse Aigner. Man muss aber ebenso bedenken, dass wir immer noch eine recht junge Firma sind. Es braucht eine gewisse Zeit, diese Beziehungen aufzubauen.»

Mit dem Dienst Goggles können Nutzer per Handy-Kamera Objekte wie zum Beispiel den Eiffelturm automatisch erkennen. Theoretisch wäre mit dieser Technologie auch eine Gesichtserkennung möglich. Das hat in Deutschland für große Bedenken gesorgt. Werden Sie die Gesichtserkennung trotzdem an den Start bringen?

Fleischer: «Wir haben beim Start von Goggles wegen der Datenschutz-Bedenken ausdrücklich darauf verzichtet. Die Technologie, Gesichter zu erkennen, gibt es aber bereits von verschiedenen Unternehmen. Derzeit diskutieren wir mit Datenschutz-Experten aus aller Welt, ob und wie wir den Dienst umsetzen können. Das ist aber nicht so einfach – sonst hätten wir es bereits getan.»

Wie finde ich heraus, was Google über mich weiß?

Fleischer: «Es gibt zwei Kategorien von Diensten. Für einige wie Google Mail muss man ein Nutzerkonto haben. Mit dem Dienst “Google Dashboard” haben Nutzer die Transparenz und Kontrolle darüber, was wir über sie speichern, und können Angaben löschen oder Einstellungen ändern.»

Und was ist mit anonymen Diensten wie der Suchmaschine?

Fleischer: «Das ist die zweite Kategorie. Hier können wir dem Nutzer nicht zeigen, was wir vermeintlich über ihn wissen, weil wir die Person nicht kennen, die vor dem Computer sitzt ­ und auch nicht kennen wollen. Hier können wir nur angeben, welche Kategorien von Daten wir speichern: zum Beispiel die gesuchten Begriffe und die Uhrzeit, aber auch den Browser und das Betriebssystem.»

Trotzdem weiß Google, wenn ich schon mal da war.

Fleischer: «Wir wissen nicht, ob jemand zurückkehrt, sondern ob über einen bestimmten Rechner schon Mal auf unsere Dienste zugegriffen wurde. Diese Information wird in einem Cookie hinterlegt ­ das ist eine kleine Textdatei auf dem Rechner, wie sie fast jede Website heutzutage einsetzt.»

Wie geschieht das?

Fleischer: «Der Cookie merkt sich die eingestellten Präferenzen für den Computer, wie beispielsweise die Information, dass deutsche Suchresultate anstatt spanische angezeigt werden sollen. Darüber hinaus können wir anhand von Cookies Werbung auswählen, die für die Interessen relevant sind, die anhand von besuchten Seiten zugeteilt werden. Nutzer können Cookies in ihrem Browser kontrollieren, einsehen, löschen oder generell ablehnen. Nach 18 Monaten anonymisieren wir Cookies automatisch.»

Welche Herausforderungen sehen Sie für den Datenschutz in den nächsten Jahren?

Fleischer: «Ortsbezogene Dienste, die den Standort des Nutzers speichern, sind ein wichtiges Thema. Außerdem die ganzen Inhalte in sozialen Netzwerken, die die Nutzer selbst erstellen. Generell stellt sich die Frage: Wie können Nutzer im Internet ihre Anonymität wahren?»

Interview: Christof Kerkmann, dpa

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SUNNYVALE (dpa-AFX) – Beim Internet-Urgestein Yahoo <YHOO.NAS> <YHO.FSE> geht es weiter aufwärts. Das Geschäft zog zu Jahresbeginn wieder leicht an, der Gewinn ging nicht zuletzt dank der Suchmaschinen-Kooperation mit dem Software-Riesen Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> steil nach oben. Unterm Strich verdiente Yahoo mit 312 Millionen Dollar mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

“Wir hatten ein gutes Quartal” , resümierte Konzernchefin Carol Bartz am Dienstag im kalifornischen Sunnyvale. Der Marktanteil bei der Internet-Suche habe sich stabilisiert, die Anzeigen hätten 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen. Der Umsatz stieg nach langer Durststrecke um 1 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.

WERBUNG WICHTIGSTE EINNAHMEQUELLE

Werbung ist Yahoos wichtigste Einnahmequelle. In der Wirtschaftskrise hatten viele Unternehmen ihre Anzeigen zurückgefahren. Das schwächte die ohnehin schon angeschlagene Yahoo. Konzernchefin Bartz strich in ihrer Not rund 2000 Stellen und verbündete sich mit Microsoft. Yahoo nutzt nun dessen Suchmaschine Bing. Im Gegenzug vermarktet das Internet-Urgestein die Werbung.

Im laufenden zweiten Quartal soll der Umsatz weiter auf 1,6 bis knapp 1,7 Milliarden Dollar klettern. Der operative Gewinn soll in etwa stabil bleiben. Nach anfänglicher Euphorie der Anleger drehte die Aktie nachbörslich leicht ins Minus. Bereits Erzrivale Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> hatte die Märkte mit seinen exzellenten Zahlen nicht begeistern können. Die Erwartungen liegen hoch.

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NEW YORK (dpa-AFX) – Beim im Januar bekanntgewordenen Hackerangriff auf Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> drangen die unbekannten Angreifer nach einem Medienbericht auch in eine zentrale Passwort-Datenbank ein. Dort seien Zugangsdaten zu Millionen Nutzerkonten von Google-Diensten gespeichert, schrieb die “New York Times” am Montag unter Berufung auf eine eingeweihte Person. Passwörter seien offenbar nicht entwendet worden, zudem habe das Unternehmen schnell die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. Der Suchmaschinen-Betreiber hatte bislang über die Hintergründe der Attacken, die auch auf andere US-Unternehmen zielten, geschwiegen.

Die Datenbank namens Gaia soll Nutzern ermöglichen, mit einer einzigen Anmeldung auf mehrere Web-Dienste des Unternehmens zuzugreifen, etwa E-Mail und die Textverarbeitung Google Docs. Solche Systeme bezeichnet man als “Single Sign-on” (etwa: Einmalanmeldung).

Die Eindringlinge lasen dem Bericht zufolge keine Passwörter aus, sondern kopierten Programmcodes der Software auf eigene Server. Die “New York Times” spekuliert, dass sie auf diesem Wege für spätere Angriffe Schwachstellen ausfindig machen wollten. Google äußerte sich dazu nicht.

Seinen Ausgang nahm der Angriff laut dem Bericht mit einer Chat- Nachricht an einen Google-Mitarbeiter. Diese enthielt einen Link, der zu einer präparierten Website mit Spionage-Software führte. Als der Beschäftigte sie besuchte, konnten sich die Angreifer zu seinem Rechner und darüber auch zum internen Netzwerk des Unternehmens Zugang verschaffen.

Auch wenn Google offenbar größere Schäden vermeiden konnte, zeigt der Angriff auf die Passwort-Datenbank die Probleme des sogenannten “Cloud Computing” auf. Dabei werden Software-Anwendungen ins Internet verlagert und Daten auf Servern der Anbieter gespeichert. Mangelnde Datensicherheit gilt als einer der größten Einwände gegen den Trend, der derzeit die IT-Branche verändert.

Google informierte die Öffentlichkeit im Januar über die massiven Angriffe, denen auch andere US-Unternehmen zum Opfer fielen, und beschuldigte China, daran beteiligt gewesen zu sein. Als Konsequenz kündigte der Suchmaschinenbetreiber eine neue Politik gegenüber dem kommunistischen Staat an. Unter anderem beendete Google im März die Selbst-Zensur und leitet seitdem Suchanfragen vom chinesischen Festland auf die nicht-zensierte Website in Hongkong um. Der Streit führte zu diplomatischen Spannungen zwischen den USA und China.

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(Neu: Aussagen des Finanzchefs zu nNvestitionen und Übernahmen)

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) – Trotz aller Probleme mit der chinesischen Regierung, der Konkurrenz und den Behörden bleibt Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> eine Geldmaschine. “Google hat sich im ersten Quartal sehr gut geschlagen”, sagte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag (Ortszeit). Der Internet-Riese mit Sitz im kalifornischen Mountain View verdiente unterm Strich knapp 2 Milliarden Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die digitale Wirtschaft wachse schnell und deshalb bleibe Google optimistisch, sagte Pichette. Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. Wegen der schlechten Wirtschaftslage sparten sich viele Firmen längere Zeit die teuren Anzeigen. “Die Werbetreibenden kommen zurück”, sagte der Finanzchef. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

ANLEGER TROTZ MILLIARDENGEWINN UNZUFRIEDEN

Die Anleger zeigten sich ungeachtet der guten Zahlen unzufrieden: Nachbörslich sank die Aktie um 5 Prozent und zog auch die europäischen Technologiewerte am Freitag mit in die Tiefe. Es überwogen die Sorgen, dass Google sich mit neuen Projekten verzettelt. Zudem hatten einige Analysten ein noch besseres Abschneiden erwartet, nachdem das Technologie-Schwergewicht Intel <INL.FSE> <INTC.NAS> sich zu Wochenbeginn in Bestform präsentiert hatte.

Google ist breit aufgestellt und stößt in immer mehr Felder vor. Das führt unweigerlich zu Konflikten. Eines der größten Abenteuer ist das Mobilfunk-Geschäft. Der Konzern hat das Handy-Betriebssystem Android entwickelt und mit dem Nexus One auch ein eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Finanzchef Pichette versicherte, dass das Gerät profitabel sei. Die Stückzahlen liegen weit hinter denen der etablierten Konkurrenz.

Der Vorstoß auf den Handy-Markt hatte zum Krach mit dem iPhone- Hersteller Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> geführt, ehedem ein guter Partner. “Wir hatten eine starke Verbindung zu Apple und wir hoffen, dies in der Zukunft fortsetzen zu können”, sagte Entwicklungschef Jeff Huber. Er reagierte damit auf Spekulationen, Apple könne Google als Suchmaschine von seinem iPhone verbannen und zu Microsofts Bing wechseln.

GOOGLE VERLIERT SUCHMASCHINEN-MARKTANTEILE

Bei der Internet-Suche hatten Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> und Partner Yahoo <YHOO.NAS> <YHO.FSE> im März auf dem US-Markt etwas aufgeholt. Nach Daten des Marktforschers Comscore fiel der Google-Anteil im Vergleich zum Vormonat von 65,5 auf 65,1 Prozent. Zudem machen Google die Sozialen Netzwerke wie Facebook zu schaffen, die massenhaft Zulauf haben.

Spannend bleibt die Situation in China. Google wollte nicht länger die von der Regierung auferlegte Zensur mitmachen und verlegte seine Suchmaschine ins freiere Hongkong. Das führte zu erheblichen Beeinträchtigungen. “Wir glauben, wir haben die richtige Entscheidung getroffen”, sagte Finanzchef Pichette. Das Geschäft in China sei ohnehin vergleichsweise klein gewesen. Es handele sich zudem nicht um einen kompletten Rückzug aus dem Riesenreich, stellte er klar: Die Entwickler und die Vertriebler blieben in China.

MEHR NEUE JOBS UND WEITERE ÜBERNAHMEN GEPLANT

Ungemach droht Google auch aus den Industriestaaten: Datenschützer in Deutschland attackieren das Projekt “Street View”, mit dem Google ganze Städte abfotografiert. Und die US-Wettbewerbsbehörden beäugen die Übernahme des Handy-Werbespezialisten AdMob kritisch. Finanzchef Pichette rechnet dennoch mit der Freigabe.

Trotz aller Widerstände will Google bei der Entwicklung neuer Produkte nicht locker lassen. Der Finanzchef kündigte kräftige Investitionen an und will dafür die Mannschaft weiter aufstocken. Auch Übernahmen stehen auf der Agenda. Allein im ersten Quartal wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 800 auf rund 20.600. Leisten kann sich Google seinen Wagemut jedenfalls: Die Kasse ist mit 26,5 Milliarden Dollar prall gefüllt.

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MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) – Trotz aller Probleme mit der chinesischen Regierung, der Konkurrenz und Behörden bleibt Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> eine Geldmaschine. “Google hat sich im ersten Quartal sehr gut geschlagen”, resümierte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag. Der Internet-Riese mit Sitz im kalifornischen Mountain View verdiente unterm Strich knapp 2 Milliarden Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die digitale Wirtschaft wachse schnell und deshalb bleibe Google optimistisch, sagte Pichette. Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. In der schlechten Wirtschaftslage sparten sich viele Firmen die teuren Anzeigen. “Die Werbetreibenden kommen zurück”, sagte der Finanzchef. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

ANLEGER UNZUFRIEDEN

Die Anleger zeigten sich ungeachtet der guten Zahlen unzufrieden: Nachbörslich sank die Aktie um schließlich 5 Prozent. Es überwogen die Sorgen, dass Google sich mit neuen Projekten verzettelt. Zudem hatten einige Analysten insgeheim auf ein noch besseres Abschneiden gewettet, nachdem das Technologie-Schwergewicht Intel sich zu Wochenbeginn in Bestform präsentiert hatte.

Google ist breit aufgestellt und stößt in immer mehr Felder vor. Das führt unweigerlich zu Konflikten. Eines der größten Abenteuer ist das Mobilfunk-Geschäft. Der Konzern hat das Handy-Betriebssystem Android entwickelt und mit dem Nexus One auch ein eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Finanzchef Pichette versicherte, dass das Gerät profitabel sei. Die Stückzahlen liegen weit hinter denen der etablierten Konkurrenz.

ÄRGER MIT APPLE

Der Vorstoß auf den Handy-Markt hatte zum Krach mit dem iPhone-Hersteller Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> geführt, ehedem ein guter Partner. “Wir hatten eine starke Verbindung zu Apple und wir hoffen, dies in der Zukunft fortsetzen zu können”, sagte Entwicklungschef Jeff Huber und reagierte damit auf Spekulationen, Apple könne Google als Suchmaschine von seinem iPhone verbannen und zu Microsofts Bing wechseln.

Bei der Internet-Suche hatten Microsoft und Partner Yahoo im März auf dem US-Markt etwas aufgeholt. Nach Daten des Marktforschers Comscore fiel der Google-Anteil im Vergleich zum Vormonat von 65,1 auf 65,5 Prozent. Zudem machen Google die Sozialen Netzwerke wie Facebook zu schaffen, die massenhaft Zulauf haben.

SITUATION IN CHINA BLEIBT SPANNEND

Spannend bleibt auch die Situation in China. Google wollte nicht länger die von der Regierung auferlegte Zensur mitmachen und verlegte seine Suchmaschine ins freiere Hongkong. Das führte zu erheblichen Beeinträchtigungen. “Wir glauben, wir haben die richtige Entscheidung getroffen”, sagte Finanzchef Pichette. Es handele sich aber nicht um einen kompletten Rückzug aus dem Riesenreich, stellte er klar: Die Entwickler und die Vertriebler blieben in China.

Ungemach droht Google auch aus den Industriestaaten: Datenschützer in Deutschland attackieren das Projekt “Street View”, mit dem Google ganze Städte abfotografiert. Die US-Wettbewerbsbehörden beäugen die Übernahme des Handy-Werbespezialisten AdMob kritisch. Finanzchef Pichette rechnet dennoch mit der Freigabe. Trotz aller Widerstände will Google bei der Entwicklung neuer Produkte nicht locker lassen. Der Finanzchef kündigte kräftige Investitionen an und will dafür die Mannschaft weiter aufstocken. Alleine im ersten Quartal wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 800 auf rund 20 600. Leisten kann sich Google seinen Wagemut jedenfalls: Die Kasse ist mit 26,5 Milliarden Dollar gefüllt.

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NEW YORK (dpa-AFX) – Die Insideraffäre an der New Yorker Börse hat nun einem Pressebericht zufolge auch die US-Investmentbank Goldman Sachs <GS.NYS> <GOS.FSE> erreicht. Ermittler haben nach Informationen des “Wall Street Journal” das Verwaltungsratsmitglied Rajat Gupta im Visier. Der gebürtige Inder steht demnach im Verdacht, zum Höhepunkt der Finanzkrise den Hedgefonds-Gründer Raj Rajaratnam mit Tipps versorgt zu haben. Rajaratnam und sein Hedgefonds Galleon stehen im Zentrum der Affäre.

Die Ermittler überprüfen nach dem Bericht vom Donnerstag den Handel mit Goldman-Sachs-Aktien im Zeitraum Juni 2008 bis Oktober 2008. In dieser Zeit stürzte die Pleite des Konkurrenten Lehman Brothers die weltweiten Finanzmärkte ins Chaos. Starke Kursausschwankungen besonders bei Finanztiteln waren die Folge – eine ideale Gelegenheit für Spekulanten, Profit zu machen.

HINTERGRUND

Gegen Rajaratnam war Mitte Dezember 2009 Anklage erhoben worden. Er und 21 Komplizen sollen mit Hilfe der Insider-Informationen hohe zweistellige Millionengewinne eingestrichen haben. Nach Angaben des “Wall Street Journal” verbanden Rajaratnam und Gupta langjährige geschäftliche Beziehungen. Die Zeitung betonte jedoch, noch sei keine Anklage gegen den Goldman-Sachs-Mann erhoben worden.

Mit Goldman Sachs ist erstmals eine Wall-Street-Firma in die Insideraffäre hineingezogen worden. Von dem Skandal betroffen waren bislang unter anderem der IT-Gigant IBM <IBM.NYS> <IBM.ETR> sowie die Chiphersteller Intel <INL.FSE> <INTC.NAS> und Advanced Micro Devices (AMD) <AMD.NYS> <AMD.FSE>. Auch Aktien des Internet-Konzerns Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> sollen illegal gehandelt worden sein. Das Handeln mit Aktien aufgrund geheimer Informationen (Insiderwissen) ist verboten, weil es andere Anleger benachteiligt.

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Berlin (dpa) ­ Straßen, auf denen nur Autos bestimmter Hersteller fahren dürfen? Auf denen für Trucks mit Nahrung ein Tempolimit gilt, während Fuhren mit Möbeln oder Kleidung freie Fahrt haben? Undenkbar.

Geht es um das Internet – oft auch als Daten-Autobahn bezeichnet – ist der freie Verkehr hingegen keine Selbstverständlichkeit. Auf der Bloggertagung Re:publica (14. bis 16. April) in Berlin diskutierten am Donnerstag Experten, wie die sogenannte Netzneutralität gewährleistet werden kann. Demnächst wird das Thema auch bei der Bundesregierung auf der Tagesordnung stehen.

Was sich hinter dem sperrigen Begriff verbirgt: Netzbetreiber wie die Telekom, Vodafone oder O2 sollen alle Daten gleich behandeln und keine Inhalte sperren oder bremsen – egal ob der Nutzer gerade Videos auf YouTube anschaut, E-Mails schreibt oder einfach surft.

Das aber ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade wenn die Nutzer große Datenmengen saugen, setzen die Anbieter auf Tempolimits und Sperren. Telekom und Vodafone erlaubten ihren Kunden zum Beispiel nicht, den Dienst Skype auf dem Handy zu nutzen – selbst wenn diese einen Pauschaltarif hatten. Denn der Dienst für Internet-Telefonie schadet dem eigenen Geschäftsmodell. Nach einigen Streitigkeiten können Nutzer nun darauf zugreifen – aber nur gegen Aufschlag.

Netzneutralität hilft Wettbewerb

Befürworter sehen Netzneutralität als wichtige Voraussetzung für Wettbewerb und Innovationen. Sie argumentieren, dass das Prinzip «gleicher Zugang für alle» dem Wettbewerb diene – und damit dem Verbraucher. «Die Netzanbieter haben bei ihren eigenen Kunden ein Monopol», sagt Privatdozent Simon Schlauri von der Universität Zürich, der über Netzneutralität habilitierte. Wenn das Unternehmen beispielsweise mit einem Videoportal kooperiere und dessen Konkurrenten aussperre, nutze es diese Alleinstellung aus.

Zudem befeuert dieses Prinzip den technischen Fortschritt: Weil die Kosten für ein eigenes Blog oder ein Web-2.0-Portal recht gering sind, versuchen jedes Jahr Tausende Unternehmer ihr Glück. «Es ist ein gigantisches Spiel von Versuch und Irrtum», sagt Schlauri. Viele scheitern, einige schaffen es – auch heutige Größen fingen klein an. Wenn in den 90er Jahren die Internetanbieter einen Exklusivvertrag mit der damals populären Suchmaschine Altavista abgeschlossen hätten – wer weiß, ob es heute Google gäbe.

Netzbetreiber warnen vor Staus

Die Netzbetreiber wehren sich jedoch gegen eine uneingeschränkte Netzneutralität. Zum einen verweisen sie darauf, dass der wachsende Datenverkehr ohne Regulierung geradewegs in den Stau führen würde. Bereits heute bremsen daher manche Anbieter gezielt; Gigabyte-große Datenpakete von Tauschbörsen beispielsweise liefern sie oft langsamer aus als schlanke E-Mails oder Websites.

Damit nicht genug: Angesichts des rasant wachsenden Datenverkehrs wollen etliche Netzbetreiber zusätzlich eine Art Wegzoll einführen. «Zahlen müssen diejenigen, die die Netze stark beanspruchen», sagte Telekom-Chef René Obermann jüngst dem «Manager Magazin». «Was wäre Google ohne die Netzbetreiber?» Experte Schlauri bewertet das so: «Wenn Google im Internet prächtig Geld verdient, will die Telekom mitverdienen.»

Kein Gesetz zu Netzneutralität

In Deutschland gibt es derzeit kein Gesetz, dass Internetanbieter ausdrücklich zur Netzneutralität verpflichtet. Allerdings hat die Europäische Kommission kürzlich im Rahmen der Telekommunikations- Richtlinie Regeln vorgegeben, welche die EU-Mitgliedstaaten nun in nationale Gesetze gießen müssen. Dabei hat der Gesetzgeber jedoch einigen Spielraum.

Die Richtlinie sieht unter anderem vor, dass der Internetanbieter den Kunden informieren muss, wenn er den Datenverkehr beispielsweise drosselt. Zudem besteht die Möglichkeit, Mindestvorschriften für die Verbindungsgeschwindigkeit zu erlassen. Cara Schwarz-Schilling von der Bundesnetzagentur bezeichnete diesen Rahmen auf der Re:publica als «nützlich». «Wettbewerb dient der Netzneutralität», sagte sie.

Constanze Kurz, Sprecherin des Chaos Computer Club (CCC), forderte dagegen eine weitergehende Regulierung. Der «vielgepriesene Markt» funktioniere zum Beispiel in ländlichen Gegenden kaum, da die Kunden oft nur einen Telefonanbieter zur Auswahl hätten und dessen Bedingungen hinnehmen müssten. Zudem sei der Wechsel zu einem Konkurrenten in Deutschland «ein ziemlicher Alptraum». Druck auf die Unternehmen entstehe so nicht. Entscheiden muss jetzt die schwarz- gelbe Bundesregierung.

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Berlin (dpa) – Sorgt der Markt dafür, dass der Datenverkehr im Internet frei fließen kann – oder muss der Staat eingreifen? In der Frage um die sogenannte Netzneutralität herrschte am Donnerstag auf der Bloggertagung Re:publica in Berlin keine Einigkeit.

Während Verbraucherschützer und der Hackerverein Chaos Computer Club (CCC) genaue gesetzliche Regeln forderten, betonte eine Vertreterin der Bundesnetzagentur, dass Wettbewerb zwischen den Netzbetreibern oft schon ausreiche.

Netzneutralität bedeutet, dass Netzbetreiber alle Daten gleich behandeln und beispielsweise nicht sperren oder bremsen dürfen. Unter Experten gilt das als wichtige Voraussetzung für Wettbewerb und Innovationen im Internet. Derzeit setzen die Unternehmen diese Forderung nicht vollständig um. Beispielsweise sperren Mobilfunkunternehmen Anbieter von Internet-Telefonaten aus, weil das ihrem Geschäftsmodell schadet. Zudem fordern Netzanbieter wie AT&T oder die Deutsche Telekom immer häufiger, Anbieter von Inhalten und Internetdiensten wie Amazon, Google oder eBay für die Beanspruchung der Netze zur Kasse zu bitten.

In Deutschland gibt es derzeit kein Gesetz, dass Internetanbieter ausdrücklich zur Netzneutralität verpflichtet. Allerdings hat die Europäische Kommission kürzlich im Rahmen der Telekommunikations-Richtlinie Regeln vorgegeben, welche die EU-Mitgliedstaaten nun in nationale Gesetze gießen müssen. Dabei hat der Gesetzgeber jedoch einigen Spielraum.

Die Richtlinie sieht unter anderem vor, dass der Internetanbieter den Kunden informieren muss, wenn er den Datenverkehr beispielsweise drosselt. Zudem besteht die Möglichkeit, Mindestvorschriften für die Verbindungsgeschwindigkeit zu erlassen. Cara Schwarz-Schilling von der Bundesnetzagentur hält diesen Rahmen für «nützlich». «Wettbewerb dient der Netzneutralität», sagte sie.

CCC-Sprecherin Constanze Kurz forderte dagegen eine weitergehende Regulierung. Der «vielgepriesene Markt» funktioniere zum Beispiel auf dem Land kaum, da die Kunden oft nur einen Telefonanbieter zur Auswahl hätten und dessen Geschäftsbedingungen hinnehmen müssten. Zudem sei der Wechsel zu einem Konkurrenten in Deutschland «ein ziemlicher Alptraum».

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Paris (dpa) – Ein französischer Bischof hat sich in einem Rechtsstreit gegen die Internetplattform Facebook durchgesetzt. Das Unternehmen muss Einträge von Nutzern löschen, die den Geistlichen übel beschimpfen und beleidigen, berichtete die Zeitung «L’Union» unter Berufung auf den Anwalt des Bischofs.

Zudem forderte das Gericht Facebook auf, die Identität der Autoren preiszugeben. Hervé Giraud, Bischof im nordfranzösischen St. Quentin, war kürzlich Zielscheibe einer antikirchlichen Facebook-Gruppe geworden, die sich selbst den Namen «Nackt in einer Kirche hinter einem Bischof herlaufen» gab. Girauds Foto erschien als Titelbild auf der Webseite mit mittlerweile knapp 24 000 Anhängern. Einige von ihnen drohten dem Bischof auch mit sexuellen Misshandlungen.

Warum das Foto von Giraud auf der Seite auftauchte, war zunächst unklar. Er selbst zeigte sich überzeugt, dass er nicht persönlich gemeint sei, sondern die katholische Kirche, die er repräsentiere. Sein Foto hätten die Autoren vermutlich bei Google gefunden. Die Seite mit dem Foto sollte eigentlich umgehend gesperrt werden, war aber am Mittwochabend noch immer zugänglich.

Facebook-Gruppe: http://dpaq.de/sN8Hw

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