Dallas (dpa) – Der US-Telekomkonzern AT&T kommt im ersten Quartal trotz des Booms beim mobilen Internet nicht von der Stelle. Der Umsatz stagnierte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei 30,6 Milliarden Dollar – der Gewinn brach wegen einer Sonderbelastung um 20 Prozent ein.

Das starke Wachstum im Mobilfunk wurde durch den Rückgang im Festnetzgeschäft aufgefressen. A&T-Chef Randall Stephenson gab sich dennoch optimistisch: «Wir hatten einen großartigen Start ins Jahr und der fundamentale Ausblick für unser Geschäft bleibt ziemlich positiv», sagte er am Mittwoch.

Dank der starken Nachfrage nach Smartphones konnte AT&T im ersten Quartal insgesamt 1,9 Millionen neue Mobilfunkkunden anziehen – ein Rekord in der Firmengeschichte. Mit 87 Millionen Mobilfunkkunden ist AT&T die Nummer Zwei auf dem US-Mobilfunkmarkt hinter Verizon Wireless. Bislang profitiert AT&T vor allem von seinem Exklusivvertrag für das iPhone von Apple. Das Monopol könnte allerdings wackeln: Das «Wall Street Journal» berichtete, dass Apple schon an einem iPhone-Modell für das Netz des Konkurrenten Verizon Wireless arbeitet.

Vor allem die Smartphone-Nutzer, die sich mit ihrem Handy viel im Internet bewegen, treiben die Umsätze nach oben. Bei AT&T legten die Datenumsätze auf Mobiltelefonen im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Drittel zu. Das machte sich auch in den durchschnittlichen Umsätzen je Kunde bemerkbar, die bei den Vertragskunden auf knapp 62 Dollar stiegen.

Den Rückgang im Festnetzgeschäft konnte der Boom beim Mobilfunk allerdings nicht ausgleichen. Hier hakt es vor allem bei den Geschäftskunden. Im Privatkundengeschäft konnte AT&T dank einer wachsenden Zahl von schnellen Breitbandanschlüssen und der steigenden Nachfrage nach seinem Internetfernsehangebot die Umsätze fast stabil halten.

Im ersten Quartal verdiente AT&T unterm Strich wegen Sonderbelastungen von fast einer Milliarde nur noch 2,5 Milliarden Dollar – nach 3,1 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Im Zuge der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama – Unternehmen müssen sich jetzt an den Kosten für die Krankenversicherung ihrer Angestellten beteiligen – fielen steuerliche Vergünstigungen bei einer Tochter weg.

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DALLAS (dpa-AFX) – Der US-Telekomkonzern AT&T <T.NYS> <SOBA.ETR> kommt im ersten Quartal trotz des Booms beim mobilen Internet nicht von der Stelle. Der Umsatz stagnierte im ersten Quartal – der Gewinn brach wegen einer Sonderbelastung um 20 Prozent ein. Das starke Wachstum im Mobilfunk wurde durch den Rückgang im Festnetzgeschäft aufgefressen. A&T-Chef Randall Stephenson gab sich dennoch optimistisch: “Wir hatten einen großartigen Start ins Jahr und der fundamentale Ausblick für unser Geschäft bleibt ziemlich positiv”, sagte er am Mittwoch in Dallas.

Dank der starken Nachfrage nach Smartphones konnte AT&T im ersten Quartal insgesamt 1,9 Millionen neue Mobilfunkkunden anziehen – ein Rekord in der Firmengeschichte. Mit 87 Millionen Mobilfunkkunden ist AT&T die Nummer Zwei auf dem US-Mobilfunkmarkt hinter Verizon Wireless. Bislang profitiert AT&T vor allem von seinem Exklusivvertrag für das iPhone. Das Monopol könnte allerdings wackeln: Berichten des “Wall Street Journal” zufolge arbeitet Apple schon an einem Modell für das Netz des Konkurrenten Verizon Wireless <VZ.NYS> <BAC.ETR>.

STARKES DATENWACHSTUM

Vor allem die Smartphone-Nutzer, die sich mit ihrem Handy viel im Internet bewegen, treiben die Umsätze. Bei AT&T legten die Datenumsätze auf Mobiltelefonen um rund ein Drittel zu. Das machte sich auch in den durchschnittlichen Umsätzen je Kunde bemerkbar, die bei den Vertragskunden auf knapp 62 Dollar stiegen.

Den Rückgang im Festnetzgeschäft konnte der Boom beim Mobilfunk allerdings nicht ausgleichen. Hier hakt es vor allem bei den Geschäftskunden. Im Privatkundengeschäft konnte AT&T dank einer wachsenden Zahl von schnellen Breitbandanschlüssen und der steigenden Nachfrage nach seinem Internetfernsehangebot die Umsätze fast stabil halten.

Konzernweit stagnierten die Erlöse im ersten Quartal bei 30,6 Milliarden Dollar. Der operative Gewinn stieg dank etwas niedrigerer Ausgaben um knapp 5 Prozent auf 6 Milliarden Dollar. Unterm Strich verdiente AT&T allerdings wegen Sonderbelastungen von fast einer Milliarde nur noch 2,5 Milliarden Dollar – nach 3,1 Milliarden Dollar im Vorjahr. Im Zuge von Obamas Gesundheitsreform fielen steuerliche Vergünstigungen bei einer Tochter weg. Vor Sonderposten verdiente AT&T 3,5 Milliarden Dollar.

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Stockholm (dpa) – Der schwedische Telekom-Ausrüster Ericsson hat sich mit dem südkoreanischen Elektronik-Konzern LG Electronics auf eine Zusammenarbeit geeinigt.

Ericsson bestätigte am Mittwoch in Stockholm die Übernahme aller Anteile seines kanadischen Konkurrenten Nortel am bisherigen Gemeinschaftsunternehmen LG-Nortel. Es heißt in Zukunft LG-Ericsson und operiert weiter als Ausrüster für Mobilfunksysteme vor allem auf dem südkoreanischen Markt.

Man wolle die eigene Position in dem asiatischen Land verbessern, erklärte ein Ericsson-Sprecher. Als Kaufpreis wurden 242 Millionen Dollar (185 Mio. Euro) genannt. LG-Ericsson beschäftigt 1300 Mitarbeiter und hat 2009 umgerechnet 500 Millionen Euro umgesetzt.

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DALLAS (dpa-AFX) – Der US-Telekomkonzern AT&T <T.NYS> <SOBA.ETR> kommt im ersten Quartal trotz des Booms beim mobilen Internet nicht von der Stelle. Der Umsatz stagnierte im ersten Quartal bei 30,6 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen mit Sitz in Dallas am Mittwoch mitteilte. Der operative Gewinn stieg dank etwas niedrigerer Ausgaben um knapp 5 Prozent auf 6 Milliarden Dollar.

Unterm Strich verdiente AT&T allerdings wegen einer Änderung in der Besteuerung bei einer Tochter nur noch 2,5 Milliarden Dollar – rund 20 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor Sonderposten belief sich der Gewinn auf 3,5 Milliarden Dollar nach 3,1 Milliarden Dollar im Vorjahr.

A&T-Chef Randall Stephenson gab sich dennoch optimistisch: “Wir hatten einen großartigen Start ins Jahr und der fundamentale Ausblick für unser Geschäft bleibt ziemlich positiv.” AT&T konnte im ersten Quartal noch einmal 1,9 Millionen Mobilfunkkunden gewinnen. Der Telekomkonzern vermarktet das iPhone exklusiv und zieht so immer mehr Kunden an. Das Wachstum in Mobilfunk und mobilem Internet konnten den Einbruch im klassischen Sprachgeschäft aber nicht wett machen.

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MAINZ (dpa-AFX) – Bei der Auktion von Funkfrequenzen kommt allmählich Bewegung in den bislang schleppenden Verlauf des Bietprozesses. Am Mittwoch forderte der Mobilfunkbetreiber E-Plus die Konkurrenten heraus, indem er die Preise für die begehrten Frequenzen im 800 Megahertz-Bereich deutlich nach oben trieb. Bis zum Mittag verdoppelten sich die Gebote für die Spektren aus der so genannten digitalen Dividende praktisch gegenüber dem Vortag.

Das umworbene Paket stammt aus frei gewordenen Frequenzen im Zuge der Umstellung des Rundfunks auf die Digitaltechnik. Die Funkfrequenzen aus diesem Bereich sollen zunächst genutzt werden, um das schnelle Internet in schwach versorgte ländliche Gebiete zu bringen. Die Unternehmen wollen sie später auch in Ballungsgebieten einsetzen.

HÖCHSTGEBOTE BEI MEHR ALS 700 MIO EURO

Eineinhalb Wochen nach Auktionsstart summieren sich die Höchstgebote inzwischen auf mehr als 700 Millionen Euro. Je nach Bietverhalten könnte schon bald die Milliarden-Euro-Grenze überschritten werden. Neben der KPN-Tochter <KPN.ASX> <KPN.ETR> E-Plus nehmen auch die Branchenführer T- Mobile die Vodafone <VOD.ISE> <VOD.FSE> sowie der kleine Anbieter O2 Telefonica <TEF.SCM> <TNE5.FSE> teil. E-plus waren von Analysten im Vorfeld der Auktion weniger große Chancen ausgerechnet worden.

Experten erwarten aus der Versteigerung Erlöse im einstelligen Milliarden Bereich. Derzeit sei ein Ende der Versteigerung aber noch nicht abzusehen, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur. Die Auktion in Mainz ist die bislang größte Versteigerung von Funkfrequenzen in Deutschland. Mit den neuen Spektren wollen die Mobilfunkbetreiber unter anderem den Ausbau des mobilen Internets vorantreiben.

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Bonn (dpa) – Die Deutsche Telekom plant den Rückzug von der New Yorker Börse. Dazu sollen die Aktien von der Wall Street abgezogen, die Finanzberichterstattung vereinfacht und Kosten gespart werden, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

Nach dem Abzug werde die Telekom nicht mehr an die US-Börsenaufsicht berichten müssen. Das Unternehmen rechnet damit, dass der Rückzug am 21. Juni 2010 nach Handelsschluss in Kraft treten kann.

Mit dem jetzt vom Vorstand beschlossen Plan befindet sich die Telekom nicht allein: Zuvor hatten sich bereits andere große deutsche DAX-Konzerne wie Eon, Bayer und Allianz von der New Yorker Börse verabschiedet. Das Engagement rechne sich für die Unternehmen nicht, die Kosten seien immens hoch, sagte ein Sprecher der Deutschen Schutzgemeinschaft in Düsseldorf. Ursprünglich sollte die Aktiennotierung den Konzernen helfen, auf dem US-Markt stärker Fuß zu fassen und Übernahmen zu erleichtern. Diese Hoffnung habe sich nicht erfüllt, betonte der DSW-Sprecher.

Die Telekom will aber weiterhin sogenannte American Depositary Shares (ADS) ausgeben. ADS sind eine Form von Zertifikat, das von US- Depotbanken ausgegeben wird und für eine bestimmte Anzahl Aktien eines ausländischen Unternehmens steht. Die Stammaktien der Deutschen Telekom werden in Deutschland weiterhin auf dem elektronischen Handelssystem Xetra sowie an der Frankfurter Börse und allen anderen regionalen deutschen Börsen gehandelt.

Unterdessen sprechen Telekom-Großeigentümer von einem massiven Risiko im US-Geschäft. So warnte die Deutsche-Bank-Tochter DWS vor finanziellen Gefahren für die Telekom in den USA. «Die Anteilseigner wollen das massive Investitionsrisiko in den USA nicht länger tragen», sagte DWS-Geschäftsführer Klaus Kaldemorgen dem «manager magazin». Mit rund 2,8 Prozent Anteilen zählt die Fondsgesellschaft zu den größten Telekom-Eignern.

Die US-Mobilfunktochter wird nach Ansicht Kaldemorgens in den kommenden Jahren «gewaltige Summen beanspruchen, obwohl die Renditen absehbar unter Druck geraten.» Vorstandschef René Obermann hatte unlängst angekündigt, auch künftig Milliardenbeträge in den USA investieren zu wollen. Zuletzt hatte T-Mobile USA mit Umsatz- und Gewinneinbußen zu kämpfen.

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Den verlustreichen Smartphone-Hersteller Palm trifft es knüppeldick. Ein wichtiger Manager verlässt das Unternehmen und zudem sieht es so aus, als ob die US-Elektronikkette RadioShack <RSH.NYS> <TAN.ETR> die Smartphones aus dem Sortiment genommen hat. Am Montag fiel die Aktie um 12 Prozent.

Palm hatte in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC wissen lassen, dass Michael Abbott das Unternehmen Ende der Woche verlässt. Abbott war für Software und Services zuständig. Das von ihm mitverantwortete neue Betriebssystem WebOS gilt als einer der wertvollsten Pfründe des Unternehmens und macht es auch für Käufer attraktiv.

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Brüssel (dpa) – Ein Blick in den Himmel hilft derzeit nicht weiter, um das Luftfahrt-Chaos über Europa zu begreifen. Ein Klick im Netz hingegen kann anschaulich erklären, warum die Sperrung fast des gesamten europäischen Luftraumes eine beispiellose Ausnahmesituation ist. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert eine Auswahl:

EUROPA-RADAR: Eine von Flugzeug-Enthusiasten gestaltete Seite zeigt den weltweiten Flugverkehr in Echtzeit. Mit der entsprechenden Auswahl lässt sich die Ansicht auf Europa beschränken. Laut Angaben der Betreiber haben sie weltweit Hunderte Empfänger installiert, die Transponder-Signale von Flugzeugen auslesen. So kämen die Daten für ihre Seite zusammen. 60 Prozent der zivilen Maschinen hätten die nötigen Sender, darunter die gängigen Airbus- und Boeing-Modelle. Mit einem Klick auf die angezeigten Flugzeuge werden sogar Kurs, Ziel und Flughöhe angezeigt: http://dpaq.de/flugradar_europa

WEB-KAMERA: Die isländische Tourismusbehörde verweist auf eine Seite, auf der die Aktivität des Vulkans Eyjafjalla beinahe in Echtzeit zu beobachten ist. Die Bilder werden mit etwa zwei Minuten Verzögerung ins Netz gestellt. Ein Mobilfunkunternehmen betreibt diese Seite, die Werbung beschränkt sich auf einen kleinen Schriftzug in der oberen Ecke der Bilder: http://dpaq.de/vulkan_kamera

KARTEN 1: Großbritanniens Wetteramt veröffentlicht mehrmals am Tag Karten, die den tatsächlichen Verlauf der Aschewolke und Vorhersagen über ihre Ausbreitung zeigen. Klickt der Betrachter auch die alten Karten an, erhält er eine gute Vorstellung davon, wie sich die Wolke über Europa bewegt: http://dpaq.de/wetteramt_gb

KARTEN 2: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Satellitenbilder der Aschewolke veröffentlicht. Eine hohe Konzentration von Vulkanasche ist auf den Fotos orangefarbig markiert: http://dpaq.de/dwd_satbilder

SIMULATION 1: Die britische Fernsehgesellschaft BBC hat den Flugverkehr über Großbritannien in einem Video simuliert. Die Flüge werden in Streifen nachgezeichnet, was zu eindrucksvollen Bildern führt. Der knapp eineinhalb Minuten lange TV-Beitrag ist über das Videoportal Youtube abrufbar: http://dpaq.de/bbc_uk_flieger

SIMULATION 2: Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat Daten über die weltweiten zivilen Flüge eines durchschnittlichen Tages gesammelt und alles in einem Video veranschaulicht. Es lässt erahnen, wie wichtig Europa als Knotenpunkt für den internationalen Luftverkehr ist. Das Video ist auf der Internetseite der Hochschule oder über Youtube abrufbar: http://dpaq.de/flugwelt_24std http://dpaq.de/hochschule

VIDEO: Wie verantwortungsvoll die Aufgabe ist, Flugzeuge von A nach B zu bringen, zeigt die Deutsche Flugsicherung (DFS) in einer Sammlung aus Videos: http://dpaq.de/arbeit_dfs

Videos der DFS: http://dpaq.de/arbeit_dfs

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MAINZ (dpa-AFX) – Nur in kleinen Schritten ist die Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen in der ersten Woche vorangegangen. Am Freitag nach 35 Bietrunden belief sich die Summe aller Höchstgebote auf 191,4 Millionen Euro, wie auf der Webseite der Netzagentur zu lesen war. Das ist gut doppelt so viel wie das Mindestgebot zum Start der Auktion am vergangenen Montag. Experten erwarten am Schluss der Versteigerung Erlöse im einstelligen Milliardenbereich. Ein Ende der Auktion in Mainz ist aber derzeit nicht absehbar.

“Es ist auch viel zu früh, über den weiteren Verlauf der Auktion zu spekulieren”, sagte Netzagentur-Chef Matthias Kurth zum Abschluss der ersten Auktionswoche. “Unsere Erfahrung sagt uns, dass es noch viele Veränderungen geben kann.” Die Auktion verlaufe reibungslos und ordnungesmäß. Am Dienstag war die Versteigerung wegen technischer und organisatorischer Fragen einen halben Tag lang unterbrochen worden.

An der Versteigerung nehmen die vier Mobilfunkbetreiber T-Mobile <DTE.ETR>, Vodafone <VOD.ISE> <VOD.FSE>, E-Plus und 02 Telefonica <TEF.SCM> <TNE5.FSE> teil. Insgesamt werden 41 Pakete mit einem Gesamtvolumen von 360 Megahertz versteigert – mehr als doppelt so viel wie bei der UMTS-Auktion vor zehn Jahren. Besonders begehrt ist die sogenannte Digitale Dividende, Frequenzen die durch die Umstellung des Rundfunks auf Digitaltechnik frei geworden sind. Der Netzaufbau mit diesen Funkfrequenzen im Bereich von 800 Megahertz gestaltet sich günstiger, weil aufgrund der guten Eigenschaften dieser Frequenzen weniger Sendemasten benötigt werden.

Bislang wurden deshalb auch die höchsten Gebote für die Digitale Dividende abgegeben. Alle vier Bieter wollen hier zum Zuge kommen. Am meisten Geld bietet bislang die KPN-Tochter E-Plus. In anderen Frequenzbereichen waren die Bieter unterdessen seit Beginn der Auktion kaum aktiv.

ENTSCHEIDUNG FÄLLT AM LETZTEN TAG

Rückschlüsse auf mögliche Bieterstrategien oder gar Endergebnisse lassen sich bislang kaum ablesen. E-Plus hatte zum Beispiel im Verlauf der Woche ein Höchstgebot zurückgenommen, im Verlauf aber wieder selbst für den gleichen Frequenzblock gesteigert. Telefonica O2 preschte gleich in der ersten Runde mit den höchsten Geboten vor, wurde inzwischen aber zum Teil schon wieder überboten.

Die Auktion könnte noch Wochen dauern. Eine Entscheidung fällt erst am letzten Tag der Auktion – erst dann wird der Zuschlag gegeben. Bis dahin können die Bieter auf das gesamte Paket steigern. Die Auktion könnte sich noch über Wochen hinziehen. Schätzungen für den Auktionserlös liegen im einstelligen Milliardenbereich. Mit den neuen Spektren wollen die Unternehmen neben einer besseren Internetversorgung auf dem Land ihre Netze für die zu erwartende Datenexplosion im mobilen Internet fit machen. Der Bedarf ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur angesichts der stark wachsenden Datenvolumina im Mobilfunknetz enorm groß. Deutschland ist das erste europäische Land, in dem die neuen Frequenzen versteigert werden.

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(Neu: Aussagen des Finanzchefs zu nNvestitionen und Übernahmen)

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) – Trotz aller Probleme mit der chinesischen Regierung, der Konkurrenz und den Behörden bleibt Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> eine Geldmaschine. “Google hat sich im ersten Quartal sehr gut geschlagen”, sagte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag (Ortszeit). Der Internet-Riese mit Sitz im kalifornischen Mountain View verdiente unterm Strich knapp 2 Milliarden Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die digitale Wirtschaft wachse schnell und deshalb bleibe Google optimistisch, sagte Pichette. Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. Wegen der schlechten Wirtschaftslage sparten sich viele Firmen längere Zeit die teuren Anzeigen. “Die Werbetreibenden kommen zurück”, sagte der Finanzchef. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

ANLEGER TROTZ MILLIARDENGEWINN UNZUFRIEDEN

Die Anleger zeigten sich ungeachtet der guten Zahlen unzufrieden: Nachbörslich sank die Aktie um 5 Prozent und zog auch die europäischen Technologiewerte am Freitag mit in die Tiefe. Es überwogen die Sorgen, dass Google sich mit neuen Projekten verzettelt. Zudem hatten einige Analysten ein noch besseres Abschneiden erwartet, nachdem das Technologie-Schwergewicht Intel <INL.FSE> <INTC.NAS> sich zu Wochenbeginn in Bestform präsentiert hatte.

Google ist breit aufgestellt und stößt in immer mehr Felder vor. Das führt unweigerlich zu Konflikten. Eines der größten Abenteuer ist das Mobilfunk-Geschäft. Der Konzern hat das Handy-Betriebssystem Android entwickelt und mit dem Nexus One auch ein eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Finanzchef Pichette versicherte, dass das Gerät profitabel sei. Die Stückzahlen liegen weit hinter denen der etablierten Konkurrenz.

Der Vorstoß auf den Handy-Markt hatte zum Krach mit dem iPhone- Hersteller Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> geführt, ehedem ein guter Partner. “Wir hatten eine starke Verbindung zu Apple und wir hoffen, dies in der Zukunft fortsetzen zu können”, sagte Entwicklungschef Jeff Huber. Er reagierte damit auf Spekulationen, Apple könne Google als Suchmaschine von seinem iPhone verbannen und zu Microsofts Bing wechseln.

GOOGLE VERLIERT SUCHMASCHINEN-MARKTANTEILE

Bei der Internet-Suche hatten Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> und Partner Yahoo <YHOO.NAS> <YHO.FSE> im März auf dem US-Markt etwas aufgeholt. Nach Daten des Marktforschers Comscore fiel der Google-Anteil im Vergleich zum Vormonat von 65,5 auf 65,1 Prozent. Zudem machen Google die Sozialen Netzwerke wie Facebook zu schaffen, die massenhaft Zulauf haben.

Spannend bleibt die Situation in China. Google wollte nicht länger die von der Regierung auferlegte Zensur mitmachen und verlegte seine Suchmaschine ins freiere Hongkong. Das führte zu erheblichen Beeinträchtigungen. “Wir glauben, wir haben die richtige Entscheidung getroffen”, sagte Finanzchef Pichette. Das Geschäft in China sei ohnehin vergleichsweise klein gewesen. Es handele sich zudem nicht um einen kompletten Rückzug aus dem Riesenreich, stellte er klar: Die Entwickler und die Vertriebler blieben in China.

MEHR NEUE JOBS UND WEITERE ÜBERNAHMEN GEPLANT

Ungemach droht Google auch aus den Industriestaaten: Datenschützer in Deutschland attackieren das Projekt “Street View”, mit dem Google ganze Städte abfotografiert. Und die US-Wettbewerbsbehörden beäugen die Übernahme des Handy-Werbespezialisten AdMob kritisch. Finanzchef Pichette rechnet dennoch mit der Freigabe.

Trotz aller Widerstände will Google bei der Entwicklung neuer Produkte nicht locker lassen. Der Finanzchef kündigte kräftige Investitionen an und will dafür die Mannschaft weiter aufstocken. Auch Übernahmen stehen auf der Agenda. Allein im ersten Quartal wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 800 auf rund 20.600. Leisten kann sich Google seinen Wagemut jedenfalls: Die Kasse ist mit 26,5 Milliarden Dollar prall gefüllt.

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