Mobile | Apple unter Druck - jedes 3. Smartphone kommt aus Südkorea

Cool or not? Der Zweikampf in der Mobile-Welt spitzt sich weiter zu. Apple gilt als cool, Samsung zwar als billig – aber gut.

Samsungs Image ist keinesfalls das beste – die Hoffnung von “Sammy” ist nun, dass sich das Blatt mit dem Galaxy S4 wenden könnte – zumal es bis zu einem Konter von Apple mit einem völlig neuen iPhone 6 dauern könnte.

Der Silicon-Valley-Konzern hat seine Smartphone-Neueinführungen die letzten Jahre ja stets zum Herbst auf den Markt geworfen. Zudem sind älteren iPhone-Versionen stets eine gewisse Zeit lang als günstigere Varianten weiter verfügbar. mehr »

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Mobile | Smarter Schutz: Mitch 3 von Feuerwear – die heißeste Smartphonehülle für das neue Samsung Galaxy S4

Mit dem neuen Galaxy S4 hat Samsung ein ganz heißes Eisen im Feuer. Für den passenden Schutz des brandneuen Geräts sorgt Feuerwear: Smartphonehülle Mitch 3 ist immer ein Unikat und besteht wie jedes Produkt des Kölner Kult-Labels aus gebrauchtem Feuerwehrschlauch. Auf der Außenseite sorgen originale Einsatzspuren und Aufdrucke der Feuerwehr für den einzigartigen Look, während im Innenteil feines Mikrofasergewebe Kratzer auf Display und Gehäuse verhindert. mehr »

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gembird auto-gadget ladergerät

Pod, MP3-Player, Handy, Notebook – alles braucht Strom. Und jedes Gadget hat sein spezielles Aufladegerät. Damit macht GEMBIRD jetzt Schluss: Geräte für alle Arten von Anschlüssen, Stromspannungen und Modelle.

Wer im Urlaub nicht wie ein Elektronik-Fachverkäufer im Außendienst aussehen möchte, mit unzähligen Ladegeräten beladen, dem bietet GEMBIRD mit seinen USB-Universalladegeräten die passende Lösung. Besonders praktisch: Alle Ladegeräte sind für den mobilen Einsatz gedacht und verfügen neben dem klassischen Stecker auch über einen Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto.

Für Musikfreunde

Für alle wiederaufladbaren MP3-Player, iPhones, iPods der 3. und 4. Generation, Jukeboxes, Headsets sowie iPod mini mit 30-poligem Dockinganschluss ist das Ladegerät MP3A-UC-AC4 geeignet. Es kann über die Steckdose oder unterwegs über den Auto-Zigarettenanzünder die Akkus der Player laden.

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Frankfurt/Main (dpa/tmn) – Laute PC-Lüfter nerven. Damit die Kühlung im Inneren des Rechners nicht auf höchsten Touren laufen muss, sollten Nutzer für ausreichend Luftzufuhr sorgen. Und wer sich einen neuen Computer kauft, kann gleich auf den Geräuschpegel achten.

Gute Belüftungsmöglichkeiten zu schaffen, ist der erste Schritt, dem nervigen Surren des Lüfters zu entgehen, erklärt Patrick Weiß, Produktmanager bei Samsung. Der Computer sollte so stehen, dass eine Luftzirkulation im Gehäuse möglich ist.

Besonders leicht lassen sich die Lüftungsschlitze eines Notebooks blockieren: zum Beispiel wenn das Gerät auf einem weichen Sofa steht. «Ist das Gitter zugesetzt, entstehen zunächst Schleifgeräusche», sagt Markus Schütz vom PC-Hersteller Dell in Frankfurt. Die Temperatur im Prozessorkern steige – bis zu 105 Grad Celsius, wenn das Notebook etwa in ein Kissen einsinkt. Der Lüfter drehe dann hörbar schneller, durch die nicht mehr vorhandene Kühlung laufe schließlich auch das Gehäuse heiß. Im Extremfall schalte sich das Gerät aus.

Langfristig können sich derartige Belastungen auf die Lebensdauer des Lüfters auswirken, sagt Sven Schlicker Entwicklungsingenieur für Lüftertechnik in Radevormwald. Nicht nur extreme Hitze, starke Temperaturschwankungen oder eine staubig und feuchte Umgebung machen den filigranen Lagersystem im Innern zu schaffen – auch Flusen und Fusseln von Wollpullis oder Decken setzen dem Luftansaugkanal zu. Es ist daher ratsam, stets eine feste Unterlage zu nutzen.

Bei Desktop-PCs können auch veraltete Lüfter-Komponenten, die Prozessor, Grafikkarte oder Gehäuse kühlen, Ursache für Störgeräusche sein. Einen Standardlüfter für das Gehäuse kann Schlicker zufolge jeder Anwender problemlos selbst nachrüsten. Schwieriger ist es, Ersatz für die Prozessor- oder Grafikkarten-Kühlung zu finden: Einerseits sei die Auswahl an Prozessoren sehr groß, andererseits müsse der Lüfter exakt auf das Mainboard passen. Laien sei der nachträgliche Einbau daher nicht zu empfehlen.

Bei Notebooks können Anwender überhaupt nicht nachrüsten, erklärt Arnt Kugler vom Computerportal chip.de. Da das System geschlossen ist, müssten beim Austausch wichtige Bauteile wie das Mainboard mit ausgebaut werden. Wer selbst herumschraubt, kann nicht nur Schaden im Gerät anrichten, sondern verliert auch die Herstellergarantie. Bei Problemen wird das Gerät daher besser zum Händler beziehungsweise Hersteller gebracht.

Am besten wird schon beim Kauf auf einen leisen Computer geachtet: In jedem Fall sollten Anwender die Erfahrungen anderer Käufer zu Kenntnis nehmen und sich das Gerät im Fachgeschäft vorführen lassen, rät Schütz. «Durch Handauflegen am Lüfterausgang können Lautstärke und Wärmeabfuhr überprüft werden», ergänzt Weiß. Bedacht werden müsse dabei aber, dass der Prozessor im Alltag auch durch arbeitende Programme beansprucht wird – bei den ausgestellten Notebooks sei das oft nicht so.

Wer unbedingt hohe Leistung möchte und dabei etwa auf einen Prozessor des Intel-Typs Core i7 setzt, sollte hingegen mit geräuschvoller Kühlung rechnen, so Schütz. Ohnehin nicht gerade leise seien High-End-Notebooks für Gamer: «Eine Porsche hat auch lautere Motorengeräusche.»

Lüfter nur vorsichtig reinigen

Ist der Ansaugbereich des Computers verschmutzt, können Flusen mit einer Pinzette oder Zahnbürste entfernt werden. Sitzt der Staub hinter dem Gitter fest, können Anwender auch vorsichtig das Staubsauger-Rohr an die Lüftungsschlitze setzen. «Da das Gebläse aber wesentlich stärker als der Motor des Lüfters ist, kann dessen Lagerbereich durch die zu hohe Drehzahl Schaden nehmen», warnt Lüfter-Entwickler Sven Schlicker. Der Lüfter sollte deshalb mit einem Holz-Zahnstocher blockiert werden.

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Frankfurt/Main/Berlin (dpa/tmn) – Warum 200 Euro für ein Handy ausgeben, wenn es auch Mobiltelefone für 20 Euro gibt? Diese Frage stellen sich alle, die mit einem Handy «nur» telefonieren und Kurznachrichten schreiben wollen.

Zurecht – denn die günstigsten aller Mobiltelefone sind klein und meist bedienungsfreundlicher als überfrachtete Smartphones. Bei den Einfachhandys zählt nur das «Kiss»-Prinzip: Keep it small and simple – klein und einfach.

Wer Handys für kleines Geld kauft, darf neben der Pflicht nicht allzu viel Kür von den Herstellern erwarten. Kompakt und leicht sind die Geräte aber alle Mal. Beim Simvalley Mobile RX-80 Pico bekommt der Kunde sogar ein ultrakompaktes und federleichtes Gerät. Kaum scheckkartengroß (8 mal 5 mal 1 Zentimeter) und 44 Gramm schwer liegt das Mini-Handy mit den runden Tasten und monochromer LCD-Anzeige optisch irgendwo zwischen Fernbedienung und Taschenrechner. Bei einem Preis von knapp 20 Euro wird sich darüber aber niemand ernsthaft beschweren.

Dass es sich beim dem Simvalley keineswegs um ein Spielzeughandy handelt, hat die Zeitschrift «Connect» festgestellt. Sie kommt sogar zu einem recht guten Testergebnis: «Sprachqualität und Empfangsleistung waren im Praxistest vollkommen okay.» Außerdem hält der kleine Lithium-Ionen-Akku immerhin drei Tage im Stand-by durch. «Als Zweithandy sehr gut geeignet», lautet das Fazit der Tester. Denn beim Dauergebrauch könnte manchen Nutzer das mit 96 mal 49 Pixeln etwas klein geratene Display des PX-80 Pico nerven.

Für 20 Euro braucht aber niemand lange zu grübeln: Als Not-, Zweit- oder Ersatzhandy in Wanderrucksack, Handschuhfach oder im Ferienhaus taugt das Mini-Telefon allemal. Günstige Modelle sind auch wie gemacht für Kinder. Schließlich ist bei einem kleinen Gerätepreis der Ärger nicht so groß, wenn der Nachwuchs das Handy verbummelt.

Investieren Käufer nur fünf Euro mehr, haben sie bereits die Auswahl zwischen mehreren Handys mit größerer und farbiger Anzeige. Das Samsung E1100 wartet zum Beispiel mit einem 128 mal 128 Pixel großem Farbdisplay auf. Dazu kommen Lithium-Polymer-Akku, Freisprech-Funktion und als nette Dreingabe eine Taschenlampe. Außerdem kann der Besitzer ein Zeitlimit für Gespräche einstellen. Wird die Zeit beim Telefonieren überschritten, kappt das Handy die Verbindung. Diese Funktion kann Kindern oder Sparsamen helfen, die Kosten unter Kontrolle zu halten.

Als Einsteigerhandy klassifiziert LG Electronics sein Modell KP100, das für rund 25 Euro ebenfalls mit 128 mal 128 Pixel großem Farbdisplay und Freisprech-Funktion geliefert wird. In der gleichen Preisklasse spielt das Nokia 1208, das zusätzlich einen Kalender, eine Zeitlimit-Funktion für Gespräche und eine LED-Funzel mitbringt. Sogar Vibrationsalarm haben die Finnen dem 1208 spendiert. Allerdings könnte es bei dem 96 mal 68 Pixel kleinen Farbdisplay passieren, dass der Nutzer beim Lesen einer langen SMS öfter einmal scrollen muss.

Wecker, Stoppuhr, Telefonbuch oder die SMS-Tipphilfe T9 sind bei allen diesen «Kiss-Handys» Standard. Die sparsamen GSM-Geräte halten auch mindestens eine Woche im Stand-by-Betrieb durch. UMTS ist in dieser Preisklasse noch nicht zu haben. Wer den Funkstandard unbedingt benötigt, weil er mit dem Handy schnell im Internet unterwegs sein will, muss mindestens 80 Euro einplanen.

Doch viel Geld mögen die Deutschen für Mobiltelefone zur Zeit nicht in die Hand nehmen. «Insgesamt werden billigere Handys gekauft», sagt Roland Stehle, Sprecher der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu). Ohnehin macht sich seit geraumer Zeit eine Sättigung des Marktes bemerkbar. Wurden 2007 noch 24 Millionen Handys verkauft, liegt die Prognose für 2010 nur noch bei 15,7 Millionen Geräten. Der durchschnittliche Verkaufspreis sank in dieser Zeit von 146 auf 121 Euro.

Für ein «Kiss»-Modell ist diese Preisspanne noch zu hoch – und die Hersteller haben sich längst darauf eingerichtet. Nokia bietet zum Beispiel gleich mehrere Modelle zum kleinen Preis an. Einfachhandys nennt die Stiftung Warentest diese Kategorie um die 50 Euro. Im Test schneiden die Modelle 1661 (35 Euro), 2323 Classic (50 Euro) und 2330 (55 Euro) allesamt «gut» ab. Radio, GPRS, Freisprechen, Kalender, Vibrationsalarm und ein 128 mal 160 Pixel großes Farbdisplay besitzen alle drei Modelle. Die beiden Classic-Handys verfügen auch über ein Modem, einen E-Mail-Client sowie Bluetooth. Kontakte und Termine lassen sich mit Outlook synchronisieren. Das 2330 hat darüber hinaus eine VGA-Kamera (0,3 Megapixel) und Quadband-GSM, funkt also zum Beispiel auch in den USA.

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Barcelona (dpa/tmn) – Apps sind die Stars im Handy-Universum. Anwendern ermöglichen die Programme, ihre Mobiltelefone um viele Funktionen zu erweitern. Die Hersteller können immer schnellere und besser bedienbare Handys herausbringen, auf denen die Apps flotter werkeln.

Und die Mobilfunkanbieter freuen sich über den zunehmenden Datenverkehr in ihren Netzen – der bringt Umsatz. Bisher beherrscht Apple den Markt mit seinem App Store. Doch die Konkurrenz will teilhaben am Goldregen und setzt dabei auf Standards, wie sich beim Mobile World Congress in Barcelona (noch bis 18. Februar) zeigt.

Bisher ist es nicht möglich, eine einmal gekaufte oder auch gratis heruntergeladene App auf verschiedenen Handys zu benutzen, wenn diese mit unterschiedlichen Betriebssystemen arbeiten. Software aus dem App Store läuft nur auf einem iPhone oder iPod touch und nicht auf Handys von Nokia oder auch Samsung. Ebenso guckt in Röhre, wer Programme zum Beispiel aus Nokias Ovi Store auf einem neuen LG-Handy nutzen möchte.

Dabei wäre das doch eine schöne Sache, wie Andy Rubin findet, bei Google für das Handy-Betriebssystem Android zuständig: «Es war schon immer ein Traum, ein Programm zu schreiben, das auf allen Geräten läuft.» Dass sich das schon bald realisieren lässt, glaubt Rubin aber nicht – und zwar vor allem aus technischen Gründen. Zu verschieden seien die Geräte. Android selbst wird auf Handys mehrerer Hersteller eingesetzt, und die im Android Market angeboten Apps lassen sich in diesem «Ökosystem» transferieren – weiter aber auch nicht.

Es gibt jedoch zahlreiche Hersteller, deren Handys mit Software arbeiten, die nur sie zum Einsatz bringen. Ein Teil dieser Firmen findet sich unter anderem mit verschiedenen Mobilfunkbetreibern im Joint Innovation Lab (JIL) wieder. Dieses hat eine technologische Plattform zum Ziel, auf der sich Apps oder auch Widgets – ebenfalls kleine Anwendungen – unabhängig vom Betriebssystem des jeweiligen Handys ausführen lassen. Unterstützt wird JIL zum Beispiel von Vodafone, Samsung und dem Blackberry-Hersteller Research in Motion.

JIL wird auch vom Gemeinschaftsprojekt Wholesale Applications Community unterstützt, das jetzt in Barcelona angekündigt wurde. Ihm gehören unter anderem T-Mobile, Nokia, Motorola und Sony Ericsson an. Das Ziel: Aus welchem Online-Softwareladen eine Anwendung auch immer stammt, sie soll auf möglichst vielen Geräten funktionieren.

Dahinter steckt keine Nächstenliebe, sondern Marktkalkül: Über das Konsortium ließen sich drei Milliarden Kunden erreichen, erläuterte Rainer Deutschmann von T-Mobile bei einer Präsentation auf der Mobilfunkmesse. Und die Unternehmensberatung Gartner erwartet, dass die Verbraucher weltweit in diesem Jahr stolze 6,2 Milliarden US-Dollar (etwa 4,55 Milliarden Euro) für Apps ausgeben.

Nokia will die Applikationen außer auf Handys auch auf anderen Geräten nutzbar machen. In Barcelona kündigten der finnische Hersteller und Intel gemeinsam MeeGo an. Bei dem Linux-basierten Betriebssystem handelt es sich wie bei Android um Open Source: Jeder darf es nutzen und verändern. Und ebenfalls wie bei Android sollen die erhältlichen Apps auf allen MeeGo-Geräten laufen. Das können auch Tablet-PCs sein. Erste Geräte werde es vom zweiten Quartal 2010 an geben – nicht nur von Nokia, sondern von mehreren Herstellern. Apps haben also in der Welt der Handys künftig mehr Bewegungsfreiheit.

Webseite der Messe: www.mobileworldcongress.com

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Barcelona (dpa) – Apple hat es mit dem iPhone vorgemacht – und nun will die gesamte Mobilfunk-Branche von den mobilen Datendiensten profitieren. Der Goldrausch hat alle erfasst.

Auf dem Mobile World Congress (15. bis 18. Februar) in Barcelona, der wichtigsten Mobilfunkmesse der Welt, preschen die großen Firmen hastig vor, um das Neuland zu erobern. Viel steht auf dem Spiel. Es geht um Milliarden neuer Kunden und die künftige Geschäftsgrundlage.

So schloss sich Nokia, der weltgrößte Handy-Hersteller, mit dem führenden Chiphersteller Intel zusammen, um eine Software-Plattform zu gründen. Der kalifornische Softwarekonzern Adobe versammelte in Barcelona große Mobilfunkpartner hinter seiner Programmierplattform «Air». Und eine Allianz führender Mobilfunkprovider gründete die «Wholesale Applications Community», die als Gegenentwurf zum iTunes Store von Apple verstanden werden kann.

Nokia und Intel entwickeln unter dem Namen MeeGo eine Plattform, auf der alle Geräte vom Smartphone bis zum Fernseher, vom Autoradio bis zur Musikanlage laufen können. Die Botschaft: Eine Lösung für alles, keine Konkurrenz wird gebraucht. Die beiden Industrie-Riesen versuchen damit aber auch einen Befreiungsschlag. Zuletzt haben viele Branchenexperten Nokia im Schatten von Rivalen wie Apple mit seinem iPhone gesehen. Und auch Intel bekam im Smartphone-Markt bisher kaum einen Fuß auf den Boden, weil die Chips des Weltmarktführers als zu stromhungrig gelten.

Nokia weiß, dass sich eine starke Marktposition in wenigen Jahren – und Handy-Austauschzyklen – in Luft auflösen kann. Klar, Nokias Symbian-Betriebssystem führt den Smartphone-Markt noch mit einem satten Anteil von 47 Prozent an. Doch erst ein paar Jahre ist es her, da hielt Symbian noch dominierende zwei Drittel.

Es war Apples iPhone, das den Damm zum Massenmarkt brach, mit seiner einfachen Bedienungsführung und dem iTunes App Store, in dem Entwickler ihre Programme für das Handy anbieten können. Das Handy wurde damit vom Telefon vor allem zu einem Mini-Computer. Seit vergangenem Jahr schießen App Store verschiedener Hersteller wie Pilze aus dem Boden.

Microsoft, der Gigant der PC-Welt, bäumt sich nach mehreren mageren Jahren im Mobilfunk ebenfalls noch mal auf. Mit Windows Phone 7 will Konzernchef Steve Ballmer die entflohenen Nutzer wieder zurückgewinnen. Der Clou: Ein integrierter Zune-Mediaplayer und Xbox- Spielekonsole. Also in etwa das Erfolgsrezept von Apples iPhone.

Samsung, die Nummer zwei im Handy-Markt, versucht es in Barcelona ebenfalls mit einem eigenen Betriebssystem, Bada (koreanisch für Ozean). Google gewinnt mit der Industrieallianz um das Betriebssystem Android immer schneller Marktanteile. Gute Karten hat Android unter anderem durch die Vormachtstellung von Google bei Internet-Suche und -Werbung.

In Barcelona zeigte sich Branchenexperte Michael Garten skeptisch, ob neue Plattformen wie Bada und MeeGo langfristig überleben werden. «Im Markt ist Platz für drei, vielleicht vier verschiedene Plattformen – und nicht mehr.»

Über mobile Datendienste wie Internet auf dem Handy redet die Branche schon seit Jahren. Der Unterschied: Jetzt steht der Markt tatsächlich vor einem explosionsartigem Wachstum. 2009 war jedes siebte verkaufte Handy ein Smartphone – in diesem Jahr dürfte es mindestens jedes vierte sein. Zum Jahr 2013 soll der Marktanteil bereits bei 40 Prozent liegen. Im kommenden Jahr wird schätzungsweise deutlich mehr als eine halbe Milliarde Menschen unterwegs mit Breitband-Verbindungen im Internet sein – die Voraussetzung für reibungslose Datendienste.

Die deutlich teureren Smartphones sind jetzt schon ein lukratives Geschäft. Sie werden in diesem Jahr bei einem Marktanteil von 27 Prozent den Herstellern mehr als die Hälfte der Umsätze und 64 Prozent des Gewinns bringen, errechnete das Beratungsunternehmen Informa.

Um die Kehrseite des Booms werden sich vor allem die Mobilfunkbetreiber kümmern müssen. Die explodierende Datenmenge bringt die Netz-Kapazitäten manchmal schon heute an ihre Grenzen und der Daten-Tsunami rollt erst noch an. Die Antwort ist der UMTS-Nachfolgestandard LTE (Long Term Evolution). Erste LTE-Netze werden gerade getestet, der kommerzielle Start der Dienste steht in den kommenden Jahren an, wird aber wieder hohe Investitionen erfordern – die die Nutzer über die Datentarife bezahlen dürften.

Webseite der Messe: www.mobileworldcongress.com

Fachbegriffe zum Mobile World Congress

Breitband: Wird generell als Begriff für schnelle Internet- Verbindungen benutzt. Im Moment ist das schnellste was mobil geht, der Standard UMTS (3G) mit der Erweiterungsstufe HSPA, der in aufgebauten Netzen auf 7 bis 28 MBit pro Sekunde kommt.

LTE: Der Nachfolgestandard für UMTS. LTE (Long Term Evolution) soll in einigen Jahren drastisch höhere Datenübertragungsraten erlauben. Das schnellste Testnetz soll auf einen Gigabit pro Sekunde kommen – 1000 Mal schneller als eine herkömmliche DSL-Leitung.

Smartphone: Eine Kombination aus Mini-Computer und Handy, mit der man von unterwegs ins Internet gehen kann. Mit schnelleren Chips werden die Smartphones hauptsächlich zu Computern, mit denen man auch telefonieren kann. Der Smartphone-Absatz stieg auch in der Krise.

Apps: Programme (Applikationen) für Mobiltelefone. Vorreiter ist der US-Konzern Apple, der einen App Store für sein iPhone startete. Inzwischen wurden dort mehr als drei Milliarden Programme heruntergeladen. Auch andere Hersteller bauen Software-Läden auf.

Android: Ein Handy-Betriebssystem, das das Internet-Konzern Google mit diversen Partnern aus der Mobilfunk-Branche entwickelt hat. Es gilt als starker Spieler im Smartphone-Markt, weil auf seiner Basis unterschiedliche Gerätehersteller ihre Handys produzieren können.

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Stuttgart/Berlin (dpa/tmn) – Ohne Handy halten es viele Menschen nicht mehr aus. Es quält sie der Gedanke, einen wichtigen Anruf verpassen zu können. Selbst bei der Mountainbike-Tour, beim Wandern oder einfach beim Joggen – auch draußen muss ein Mobiltelefon dabei sein.

Wer viel Zeit mit solchen Aktivitäten verbringt und erreichbar sein möchte, kauft sich besser ein besonders robustes Gerät. Die von den Herstellern häufig als Outdoor-Handys vermarkteten Modelle sind sozusagen geländetauglich.

«Ein Outdoor-Handy lohnt sich vor allem für Nutzer, die viel draußen sind», sagt Markus Eckstein von der Zeitschrift «connect». Das gelte nicht nur für die Freizeit: Auch Handwerker, die viel auf Baustellen unterwegs sind, können laut Eckstein über den Kauf eines extra-robusten Telefons nachdenken. Denn während herkömmliche Handys weder viel Staub noch starke Feuchtigkeit oder Stöße mögen, ist es gegen derartige Einflüsse deutlich unempfindlicher.

Mit dem 3720 Classic hat Nokia erst vor kurzem ein robustes Handy auf den Markt gebracht. Laut dem Hersteller besteht das Gehäuse aus besonders haltbaren Materialien. Es erfüllt die Kriterien des Industriestandards IP54. Das heißt, das Gerät ist unempfindlich gegenüber Staubablagerungen und Spritzwasser. Auch Stöße, etwa beim Herunterfallen, machen dem 3720 nicht so schnell etwas aus, so der Hersteller. Um zu verhindern, dass Schmutz ins Gehäuse eindringt, wird die Akkuabdeckung mit einer Schraube verschlossen.

Das Samsung B2100 entspricht sogar dem Standard IP57: Wie Nokias 3720 Classic ist es gegen Schmutz geschützt, es verträgt aber auch zeitweiliges Untertauchen. «Sie können das Gerät bis zu 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter liegenlassen, ohne dass es Schaden nimmt», sagt ein Samsung-Sprecher. Auch gegen Temperaturen von minus 20 und plus 60 Grad ist das B2100 gefeit. Es kann somit auf einer Skitour genauso dabei sein wie beim Wandern durch Arizona. Aber der Hersteller schränkt ein: «Mutwillige Beanspruchung mit Wasser- und Staubeinflüssen ist vom Schutzumfang nicht umfasst.»

Auf besonders robuste Handys spezialisiert ist der Hersteller Sonim: Das XP3.20 ist wasserdicht und kann ebenfalls für 30 Minuten bis zu einen Meter tief ins Wasser getaucht werden. Und es übersteht laut Hersteller einen Aufprall auf Beton aus zwei Metern Höhe. Die Funktion ExtraLoudAudio soll dafür sorgen, dass der Nutzer auch in besonders lauter Umgebung seinen Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung versteht. Das mit kratzfestem Display und GPS ausgestattete Handy kostet 320 Euro.

Das C702 von Sony Ericsson besitzt im Gegensatz zu den anderen als robust vermarkteten Handys UMTS zur besonders fixen Datenübertragung. Zur Ausstattung zählt auch eine 3,2-Megapixel-Kamera und – für Outdoor-Fans interessant – ein GPS-Empfänger. So findet der Wanderer auch in unübersichtlichem Gelände den Weg zurück, und Fotos lassen sich mit den vom GPS-Empfänger gelieferten Positionsdaten verknüpfen.

Wie das Nokia 3720 Classic entspricht das C702 dem IP54-Standard. Die Unverbindliche Preisempfehlung lautet knapp 340 Euro. Allerdings ist das Gerät bereits seit Frühjahr 2008 auf dem Markt und deshalb mittlerweile schon für rund 140 Euro zu haben. Samsungs B2100 kostet derzeit rund 90 Euro, das 3720 Classic ist für etwa 130 Euro erhältlich.

Outdoor-Handys sind keine Multimedia-Maschinen wie das iPhone. In mancher Hinsicht sind sie aber besser als durchschnittliche Handys: «Outdoor-Handys bieten oft einen etwas besseren Empfang», sagt Marie-Anne Winter vom Telekommunikationsportal teltarif.de in Berlin. Schließlich solle das Gerät abseits der Großstadt in Wald und Flur funktionieren. Auch die Akkus seien oft ausdauernder. «Im Wald gibt es ja keine Steckdose.» Sonims XP3.20 etwa hält laut Hersteller bis zu 1500 Stunden durch. Zum Vergleich: Nokias Multimedia-Handy N97 kommt auf eine Standby-Zeit von maximal 320 Stunden.

Allerdings empfindet Markus Eckstein das Angebot an Outdoor-Handys als «erschreckend gering». Leseranfragen zeigen dem Experten zufolge, dass solche Mobiltelefone gefragt sind. «Gleichzeitig wird geringes Angebot kritisiert.» Zum Beispiel gebe es noch kein Outdoor-Handy mit Touchscreen.

Robuste Handys für Kinder

In Kinderhänden sind Handys oft besonderer Beanspruchung ausgesetzt. Vor allem für jüngere Nutzer, die das Gerät häufiger fallen lassen, sei daher ein Outdoor-Handy geeignet, sagt Marie-Anne Winter von teltarif.de. Allerdings seien die Geräte nicht billig: «Da ist es vielleicht sinnvoller, ein normales Billig-Handy für 15 Euro zu kaufen und es gegebenenfalls zu ersetzen.»

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