Fachgruppe Online-Mediaagenturen (FOMA) im BVDW konstituiert –

Führungskreis erweitert / BVDW-Beitritt abgeschlossen

Düsseldorf, 11. Mai 2010 – Der Vorsitz der Fachgruppe Online-Mediaagenturen (FOMA) im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V. wurde auf der letzten Sitzung neu gewählt: Um den Vorsitzenden Manfred Klaus (Plan.Net Gruppe) wurde das Führungsteam mit Uli Kramer (pilot group), Sascha Jansen (Omnicom Media Group/OMG4CE) sowie Christian Zimmer (Isobar Germany) als stellvertretende Vorsitzende bestimmt. Damit erweitert die FOMA den Führungskreis von aktuell zwei auf vier Personen, um ein breiteres Spektrum an Themen innerhalb der Fachgruppe vorantreiben zu können. Mit der Wahl schließt die FOMA gleichzeitig ihren Beitritt in den BVDW ab, der seit September letzten Jahres sukzessive umgesetzt wurde.
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OnlineStar  DMMA
Wichtigster Kreativ- und Branchen-Award der digitalen Wirtschaft in Deutschland entsteht / Start: 17. Mai 2010

Düsseldorf, 6. Mai 2010 – Der Deutsche Multimedia Award (DMMA) und der OnlineStar gehen ab sofort mit vereinten Kräften an den Start. Damit bündeln der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) e.V., die MFG Baden-Württemberg und die Verlagsgruppe Ebner Ulm ihre Award-Aktivitäten und schaffen mit dem DMMA OnlineStar den wichtigsten Kreativ- und Branchen-Award der digitalen Wirtschaft in Deutschland. Die Ausschreibung des DMMA OnlineStar 2010 startet am 17. Mai 2010 unter www.dmma-onlinestar.de. Die Preisverleihung findet im Oktober 2010 in Berlin statt – der genaue Termin sowie die Location werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.

DMMA OnlineStar in Berlin, DMMK in Stuttgart
Die Preisverleihung des DMMA OnlineStar 2010 als wichtiger Branchenevent wird von hochkarätigen Kreativworkshops begleitet – voraussichtlich in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin, dem Ort früherer Preisverleihungen und des Deutschen Multimedia Kongresses (DMMK). Der DMMK findet in diesem Jahr im Rahmen der “Create10 – der europäischen Zukunftskonferenz für digitale Trends in der Kreativwirtschaft” am 10. und 11. November 2010 in Stuttgart statt.

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Neuer Push für die Mobile-Werbung mit “VIP” – dem “Verification of iTunes Purchase”: Wie die Kollegen von techCrunch berichten soll Apple im Rahmen des neu angekündigten Werbe-Programms iAds an einem bislan noch geheimen “VIP”Werbe-Programm für iPhone Apps arbeiten. Dem bericht nach soll die App von dem jüngts von Apple aufgekauten App-Entwickler Quattro Wireless gebaut werden

Apple hat Anfang der Woche erstmal Preise für iAds genannt – und die Branche ins Staunen versetzt:
Eine Kampagne kann Werbetreibende schnell bis zu eine Million Dollar kosten. Kunden, die zum Start der Plattform dabei sein wollen, müssen laut WSJ sogar 10 Millionen Dollar zahlen. App-Entwickler erhalten 60 Prozent des Anzeigenumsatzes.

Werbungstreibende, die ihre Produkte über Apples neue Anzeigenplattform iAd mittels Apps für iPhone, iPod Touch und iPad vermarkten wollen, müssen demnach sehr tief in ihre Tasche greifen. Dem “Wall Street Journal” zufolge verlangt Apple für pro angezeigtem Banner 1 US-Cent und nochmals 2 Dollar, falls ein Nutzer auf das Banner klickt. Für eine größere Kampagne kommen sol schnell Kosten inn Höhe von einer Million Dollar zusammen.
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Die Chance für Studentenbands: Für den Uni Band Battle auf MySpace bewerben und beim großen Abschlussevent als Vorband von Revolverheld spielen

München, den 04.05.2010 – Telefónica O2 Germany und der HTC Smart präsentieren den Uni Band Battle zusammen mit MySpace und bieten allen talentierten Studentenbands die Chance, endlich den Sprung vom Probekeller auf die große Bühne zu schaffen! MySpace sucht die beste Studentenband, die sich im User-Voting durchsetzen und als Gewinnerband aus dem Uni Band Battle hervorgehen wird. Ab sofort kann sich jede Band bewerben, in der mindestens ein Mitglied nachweislich Student ist. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist trifft Revolverheld am 25.05. als fachkompetente Jury die Vorauswahl und schlägt 10 Bands für das finale User-Voting auf MySpace vor. Am 11.06. steht dann fest, welche Band die meisten Votes von den MySpace-User erhalten hat und bei dem großen Abschlussevent als Vorband von Revolverheld auftreten wird.

Da fast jede Band in Deutschland ein MySpace-Profil hat, ist die Teilnahme an dem Uni Band Battle ganz einfach. Die Bands müssen nur ihren Bewerbungssong auf ihr Profil hochladen und sich damit auf www.myspace.com/unibandbattle bewerben. Alle Bands erscheinen in einer Teilnehmergalerie und stellen sich der Einschätzung durch Revolverheld, die die Finalisten auswählen werden. Die User sind dann aufgerufen, für ihre Lieblings-Uni-Band zu voten und können so einen HTC Smart oder Konzerttickets gewinnen. Das große Abschlusskonzert mit Revolverheld und der Gewinnerband des Uni Band Battles wird am 24.06. in der Universitätsstadt Würzburg statt. mehr »

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Impressum

Mai 1st, 2010

techfieber logo imprintTechFieber.de ist ein neues Online-Tech-Magazin und Gadget-Blog, das topaktuell über hippe Gadgets, Internet-Trends, Mobile Computing, Digital-Business und -Entertainment berichtet.

Gestartet zum 1. Februar 2009 erreicht TechFieber bereits 140.000 Leser (Unique Visitors) im Monat und ist damit eine der am schnellsten wachsenden Tech-Publikationen überhaupt. TechFieber wird als Schwesterseite des TechFever Network in drei Kontinenten und vier Sprachen (Deutsch, Englisch, Chinesisch, Spanisch) produziert.

TechFieber ist eine Publikation der MomentiMedia GmbH, einem Medien- und Internet-Start-up mit Büros in Stuttgart und San Francisco, gegründet von einer Hand voll Top-Journalisten mit 10+ Jahren Erfahrung bei international renommierten Medien wie Spiegel, Zeit, SPON, FAZ, SZ, NZZ, PC Welt u.v.a.

Als professionelle Nachrichten-Site ist TechFieber das virtuelle Zuhause für Menschen im Web, die aktiv und interessiert sind, die auf journalistische Qualität, soziale Interaktion und augenzwinkernde Berichterstattung stehen.

TechFieber-Leser zählen zur digitalen Avantgarde, die ebenso selbstverständlich Twitter nutzt wie Social Networks und über Smartphones à la iPhone, Blackberry & Co. unterwegs online ist.

Kurzum: Zur TechFieber-Community zählen Gadget-Fans, IT-Profis und Geeks, Internet- und Medienmacher, allesamt Early Adopters aus der Generation Facebook und YouTube, die routiniert im Web2.0 unterwegs sind und sich diskussionsfreudig mit ebenso kritischen wie fundierten Kommentaren einbringen.

Regelmäßig berichten wir live von Top-Branchen-Messen und -Konferenzen der Welt, ganz egal ob von der CES in Las Vegas, der Macworld in San Francisco, der Cebit, der Computex (Taiwan), der E3-Gaming-Messe in L.A, der IFA Berlin oder der CEATEC in Tokio.

85 Prozent der TechFieber-Leser gehören der besonders interessanten Zielgruppe der 18- bis 34-Jährigen an, das Gros (59 Prozent) hat eine Hochschulausbildung.

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IMPRINT/IMPRESSUM

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Autoren: Fritz Effenberger, Silvia Kling, Jochen Siegle, Reah Bunsoy, Maxi Triolo, Alex Reiger
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Die Autoren

jochen siegle techfieber

Der Jochen
Jochen Siegle, unser verantwortlicher Redakteur, verpasst garantiert keine Tech-Konferenz oder Messe, schon wegen der leckeren Buffets am Abend und des “Swag“. Journalist seit 1995 mit Stationen in Stuttgart, Tokio, Miami und San Francisco. Autor für Wirtschafts-, Technologie- und Lifestyle-Themen bei Spiegel, SPON, NZZ, FAZ, SZ, Zeit, Geo u.v.a. Photojournalist bei Polaris Images und DPA; Veröffentlichungen in Time Magazine, Newsweek, Business Week, WSJ, Maxim, FT, Nikkei, Economist, Stern, Spiegel, Wiwo u.v.a. Jochen lebt in einem sehr kleinen Dorf bei Stuttgart sowie in San Francisco und ist Mitgründer des PCoC, Weltreporter.net und WPBA.

silvia kling techfieber
Die Silvia
Silvia Kling, unsere Bandmanagerin, Geschäftsführerin und oberste HightechDiva. Zuvor Journalistin, Lektorin, Teilzeit-Medienwissenschaftlerin und Videospiele-Übersetzerin (Uff, Arggh, Pengg!). Schon vor Jahren wurde sie als „Duden“-Redakteurin beschimpft, da sie in Kollegentexten stets Fehler findet. Schrieb bis zur dreifachen Babypause u.a für manager-magazin.de, SPON, sueddeutsche.de, NZZ am Sonntag, Berliner Morgenpost, Abenteuer und Reise, Online Today, eMarket oder Internet World. Nun hier für die “HightechDivas“, die kuscheligeren Technikgeschichten zuständig und die Schlussredaktion. Schrieb den Beinahe-Bestseller “Intermedialität und Filmologie” beim Stauffenburg-Verlag, der fast 200 Kopien verkaufte.

fritz effenberger techfieber

Der Fritz
Fritz Effenberger ist im Haunstetter Krankenhaus zur Welt gekommen und seither in der Gegend geblieben. Anderswo ist es auch nicht unterhaltsamer, fand er nach diversen Städtereisen. Ausserdem ist das Internet überall gleich stressig, da ist das gemächliche, süsse Leben in Augsburg ein guter Ausgleich. Zeitgenossen ist er durch seine 90s Gitarrenlärmband bekannt, aber seit Rocknroll tot ist, treibt er sich lieber in MMOs herum und schmiert erfolgreich Blogs voll. Fritz lebt in Blogsburg.

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Washington (dpa) – Als am Ostersamstag das iPad von Apple mit großer Fanfare seinen Marktauftritt hatte, bekamen nicht nur Fans der Marke mit dem angebissenen Apfel glänzende Augen. Nach Jahren der Krise sehen nicht wenige US-Medienmacher in dem schicken Tablet-Computer den ersehnten Heilsbringer.

Tageszeitungen, Buchverlage, Magazine und Fernsehsender – für sie alle könnte das iPad endlich die Möglichkeit bieten, mit neuen Informationsformen Geld zu verdienen.

«Dieses Gerät wird die Rettung der Zeitungsindustrie sein», sagte Medienmogul Rupert Murdoch unlängst im Nationalen Presseclub von Washington. «Es ist in Ordnung, wenn wir bald mehr iPads als Tageszeitungen haben, denn es ist rentabler», meint der Verleger des «Wall Street Journal» weiter. Auch Martin Nisenholtz, Vizepräsident im Vorstand der «New York Times Company», sieht im iPad «das Gerät, das letztlich bezahlten digitalen Journalismus möglich machen wird». Ziel des Verlages: Die nächste Generation des digitalen Journalismus’ entwickeln, indem das beste aus Print und Online miteinander kombiniert werden soll, erläutert Nisenholtz.

Eine aktuelle Studie zur Situation der amerikanischen Medien des Pew Research Center zeigt, wie dramatisch die Lage ist: Seit 2001 sind rund ein Drittel der Jobs bei US-Zeitungen verschwunden, ermittelte das Medien-Forschungsinstitut. Hatte das wöchentliche News-Magazin «Time» 2003 noch über 300 Mitarbeiter, ist es heute nur noch knapp die Hälfte. Bei den Konkurrenten «Newsweek» und «U.S. News & World Report» sieht es ähnlich trübe aus.

Dem Fernsehen geht es nicht viel besser: Bei ABC News wurden zuletzt rund 400 der 1400 Stellen abgebaut, beim Konkurrenten NBC gab es zwei große Entlassungswellen, und auch CBS strich erst neulich 100 Stellen. Laut der Pew-Studie hat sich die Zahl der Mitarbeiter in der Welt der Fernseh-News seit 1980 halbiert.

Die Medien verdienen nicht mehr genug mit Werbeeinnahmen. Bei Zeitungen fielen sie im vergangenen Jahr erneut um ein Viertel. Neben Entlassungen greifen viele Verleger auf dem amerikanischen Markt zu Preiserhöhungen oder sie reduzierten die Zahl ihrer Ausgaben. Einige mussten ganz dicht machen. Die Branche ringt verzweifelt um Ideen, der Krise Herr zu werden. Und das iPad könnte nun endlich die richtige Plattform sein, um diese neuen Ideen zu verwirklichen.

Allein in der ersten Verkaufswoche in den USA gingen rund 500 000 Stück des Tablet-Computers über die Ladentheke. Der Flach-PC ist eine Mischung aus Smartphone und Laptop. Den Käufern stehen schon jetzt rund 60 Medien-Apps, also kleine Zusatzprogramme, zur Verfügung. Viele Konzerne arbeiten noch an ihren Softwareangeboten, die dann konkret auf die Möglichkeiten des iPads zugeschnitten sein sollen.

Die Zeitung «USA Today» zeigt, wie das Zeitungslesen der Zukunft aussehen könnte. Ihre Gratis-App ist exakt auf das iPad zugeschnitten und kombiniert das visuelle Design einer Tageszeitung mit den interaktiven Möglichkeiten von Onlineangeboten. Das iPad ist schnell, es ist elegant wie ein Hochglanzmagazin, es kann Videos einbinden und es kann Inhalte ständig auf dem aktuellsten Stand halten.

Auch «Time», «New York Times», «Wall Street Jounal», CBS, NBC und ABC liefern brandneue Medien-Apps, teils sogar kostenlos. Alle anderen großen Verlage wie der Zeitschriften-Gigant Condé Nast arbeiten noch an ihren Angeboten. Erstmals enthalten die Apps auch Werbung, wovon sich Verlage und Apple gleichermaßen Profite erhoffen. Condé-Nast-Redaktionsleiter Tom Wallace fasst zusammen: «Das iPad wird dramatisch die Art, wie Magazine gemacht werden, wie sie vermarktet werden und wie sie konsumiert werden, verändern.»

Allerdings teilt nicht jeder die Hoffnungen der Blatt- und Rundfunkmacher. So hegt der in den USA bekannte Medienkritiker und Blogger Jay Rosen seine Zweifel an der Heilsbringer-Rolle des iPad. «Schon vor dem iPad war ständig die Rede von “XY wird die Medien retten”, weil alle verzweifelt nach einem Retter suchen und voraussetzen, dass es ihn überhaupt gibt.»

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SUNNYVALE (dpa-AFX) – Beim Internetdienst Yahoo <YHOO.NAS> <YHO.FSE> geht es weiter aufwärts. Das Geschäft zog zu Jahresbeginn wieder leicht an, der Gewinn ging dank der Suchmaschinen-Kooperation mit dem Software-Konzern Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> und dem Verkauf des E-Mail-Anbieters Zimbra steil nach oben. Unter dem Strich verdiente Yahoo mit 312 Millionen Dollar mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

“Wir hatten ein gutes Quartal” , resümierte Konzernchefin Carol Bartz am Dienstag im kalifornischen Sunnyvale. Der Marktanteil bei der Internet-Suche habe sich stabilisiert, die Anzeigen hätten 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen. Werbung ist Yahoos wichtigste Einnahmequelle.

Der Umsatz stieg nach langer Durststrecke um 1 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Im laufenden zweiten Quartal soll er auf bis zu knapp 1,7 Milliarden Dollar klettern. Der operative Gewinn soll in etwa stabil bleiben. Nach anfänglicher Euphorie der Anleger drehte die Aktie nachbörslich leicht ins Minus. Bereits Erzrivale Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> hatte die Märkte mit seinen exzellenten Zahlen nicht begeistern können. Die Erwartungen liegen hoch.

Das war nicht immer so: In der Wirtschaftskrise hatten viele Unternehmen ihre Anzeigen zurückgefahren. Das schwächte die ohnehin schon angeschlagene Yahoo. Konzernchefin Bartz strich in ihrer Not rund 2000 Stellen und verbündete sich mit Microsoft. Yahoo nutzt nun dessen Suchmaschine Bing. Im Gegenzug vermarktet das Internet-Urgestein die Werbung.

Von den gemeinsamen Werbeeinnahmen bleiben nach früheren Angaben zunächst 88 Prozent bei Yahoo. Die Vereinbarung läuft zehn Jahre. Der Software-Konzern und der Portalbetreiber hatten sich im Juli 2009 auf die Kooperation geeinigt. Zuvor hatte Microsoft über viele Monate hinweg erfolglos versucht, Yahoo ganz zu schlucken. Das scheiterte am Widerstand des damaligen Managements um Firmengründer Jerry Yang.

Schon vor der Krise hatte Google dem Internet-Pionier Yahoo mit seiner Suchmaschine schwer zugesetzt. Der Konzern spielt mittlerweile in einer anderen Liga. Der Gewinn von knapp 2,0 Milliarden Dollar im ersten Quartal liegt höher als der gesamte Yahoo-Umsatz.

Zuletzt konnten Yahoo und die verbündete Microsoft im wichtigen Heimatmarkt aber wieder etwas Boden gutmachen. Von Februar auf März sank der Google-Anteil an den Suchanfragen nach Daten des Marktforschers Comscore von 65,5 auf 65,1 Prozent. Yahoo legte von 16,8 auf 16,9 Prozent zu und Microsoft von 11,5 auf 11,7 Prozent.

Wie Google drängt es Yahoo nun ins mobile Geschäft. Die populären Smartphones versprechen kräftige Werbeeinnahmen. Derzeit tobt ein Kampf um die Vormachtstellung. Erst jüngst hatte sich auch der Elektronikkonzern Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> eingemischt und eine eigene Werbeplattform angekündigt.

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Köln (dpa) – Der größten ARD-Anstalt, «ihrem» Westdeutschen Rundfunk (WDR), ist sie schon seit mehr als 30 Jahren treu. In Kürze wartet auf die Intendantin Monika Piel nun eine weitere Herausforderung.

2011 wird sie als erste Frau ARD-Vorsitzende. Und das in einer Zeit, in der der öffentlich-rechtliche Rundfunk vor wichtigen Zukunftsentscheidungen steht, wie Piel meint: «Die Stichworte lauten: Neues Gebührenmodell, Zukunft von Werbung und Sponsoring und digitale Entwicklungen.» Bei alldem müsse die Qualität der Programme gewahrt bleiben, betont die 59-Jährige.

2007 hatte Piel die WDR-Intendanz von ihrem langjährigen Vorgänger Fritz Pleitgen übernommen – dabei galt sie ursprünglich gar nicht als «Fernsehfrau». Denn nach ihrem Studium – Betriebswirtschaft, Jura und Orientalistik – begann ihre Hörfunkkarriere, die sie von der Redaktionsassistentin über die Programmchefin bis zur Hörfunkdirektorin führte. WDR-2-Hörer kannten ihre Stimme früher vor allem von Sendungen wie «Mittagsmagazin» oder «Zwischen Rhein und Weser». Als Hörfunkchefin gründete sie das «Funkhaus Europa», ein kosmopolitisches Integrationsradio mit Programmen in 18 Sprachen.

Als Piel WDR-Intendantin wurde, war sie den Fernsehzuschauern vom ARD-«Presseclub» bekannt, dessen Moderation sie Ende 2007 abgab. Unter ihrer Leitung ging der WDR als erster öffentlich-rechtlicher Sender eine Online-Kooperation mit einem privaten Medienkonzern, der WAZ-Gruppe, ein. Beim WDR muss die aus Bensberg im Rheinland stammende Piel seit dem vergangenen Jahr einen harten Sparkurs fahren. Um den bis 2013 erwarteten Fehlbetrag von mehr als 150 Millionen Euro auszugleichen, sollen alle Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören, auf den Prüfstand.

Privaten Ausgleich findet die verheiratete Mutter zu Hause bei ihrer Familie, mit der sie in der Voreifel lebt. Dort engagiert Piel sich für den Naturpark und die heimischen Wildkatzen, die «Eifeltiger».

Als ARD-Vorsitzende will sich Piel nach eigenen Angaben dafür einsetzen, «unsere Akzeptanz beim Publikum und in der öffentlichen Diskussion weiter zu stärken». Die Grundlage dafür sehe sie in unverwechselbaren Programmen, die die Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit der Sender sichtbar machten.

Von star • Abgelegt unter StarlineKommentar schreiben

Hamburg (dpa) ­ Peter Fleischer hat einen schwierigen Job: Sein Arbeitgeber Google steht regelmäßig wegen seines Datenhungers in der Kritik. Fleischer ­ ein Amerikaner mit deutschen Wurzeln ­ muss als Datenschutz-Beauftragter bei Politikern, Datenschützern und Medien für Verständnis werben.

Im Interview mit der dpa redet er über die Lehren aus «Street View» und mangelnde Gesprächsbereitschaft in der Politik.

Herr Fleischer, hätten Sie gedacht, dass Google wegen der Pläne für die digitalen Straßenansicht «Street View» in Deutschland so sehr in die Kritik geraten würde?

Fleischer: «Uns war bewusst, dass in Europa die Erwartungen an Privatsphäre und Datenschutz höher sind als in den USA. Daher haben wir einen Software-Algorithmus entwickelt, der automatisch Gesichter und Nummernschilder verwischt. In den meisten europäischen Ländern war der Start daraufhin recht unproblematisch – außer in Deutschland und der Schweiz. In keinem anderen Land hat es so eine zum Teil sogar polemische Debatte gegeben.»

Viele Deutsche teilen die Kritik von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner…

Fleischer: «Meine persönliche Meinung: Wenn wir den Dienst schon gestartet hätten, gäbe es nur wenige Diskussionen.»

Auch mit dem Kurzmeldungsdienst «Buzz» hat Google harsche Kritik geerntet. Haben Sie die Reaktion der Nutzer unterschätzt?

Fleischer: «Wir haben Buzz intern mit mehr als 20 000 Google- Mitarbeitern getestet, die alle sehr Internet-affin sind. Aber das ist nicht dasselbe, als wenn man externe, nicht so technikaffine Nutzer Buzz ausprobieren lässt. Die Datenschutz-Optionen waren nicht deutlich genug hervorgehoben. Aber wir haben innerhalb von 48 Stunden die wichtigsten Bedenken ausgeräumt. Ich habe auch noch kein soziales Netzwerk gesehen, das vom Start weg perfekt ist.»

Warum stößt Google regelmäßig auf so viel Widerstand?

Fleischer: «Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, Informationen im Internet auffindbar und nutzbar zu machen. Meine Lektion aus “Street View”: Wenn man wie Google kontinuierlich Innovationen entwickelt, die die Nutzer nie zuvor gesehen und genutzt haben, ist es nicht zu vermeiden, dass man für Wirbel sorgt. Es ist nur menschlich, dass einige Leute mit Angst und Sorgen reagieren und das Neue ablehnen. Andere nehmen es begeistert an.»

Aber warum unterscheidet sich Deutschland von anderen Ländern so sehr – siehe «Street View»?

Fleischer: «Deutschland hat mit zwei totalitären Systemen eine schlimme und komplizierte Vergangenheit. Ich wäre erstaunt, wenn die Deutschen nicht eine starke Sensibilität für Datenschutz hätten.»

Viele Menschen nutzen Google ohne Bedenken, die Suchmaschine hat einen Marktanteil von rund 90 Prozent. Andererseits stehen Sie bei Politikern und Datenschützern in der Kritik. Woran liegt das?

Fleischer: «Wir haben eine große Nutzergruppe in Deutschland, die Google-Dienste mag und sie jeden Tag nutzt. Die Diskussion läuft auf einer anderen Ebene. Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Ich wollte mich einmal mit einem Landesdatenschutzbeauftragten treffen, der sich in den Medien oft über Google äußerte. Er wollte aber nicht mit Google, sondern nur über Google reden. Er nutzte Google einfach als Begriff, um eine Debatte in Politik und Medien anzustoßen. Und als ich einmal ein Treffen der Landesdatenschutzbeauftragten zu “Street View” besuchte, wollte nur einer von ihnen mit mir reden. Das ist doch ungewöhnlich!»

Was tun Sie denn, um den Dialog mit der Politik zu führen?

Fleischer: «Wir haben ein Büro in Berlin mit vier Vollzeitkräften, die im Kontakt mit den politischen Gesprächspartnern stehen, darunter auch mit Ministerin Ilse Aigner. Man muss aber ebenso bedenken, dass wir immer noch eine recht junge Firma sind. Es braucht eine gewisse Zeit, diese Beziehungen aufzubauen.»

Mit dem Dienst Goggles können Nutzer per Handy-Kamera Objekte wie zum Beispiel den Eiffelturm automatisch erkennen. Theoretisch wäre mit dieser Technologie auch eine Gesichtserkennung möglich. Das hat in Deutschland für große Bedenken gesorgt. Werden Sie die Gesichtserkennung trotzdem an den Start bringen?

Fleischer: «Wir haben beim Start von Goggles wegen der Datenschutz-Bedenken ausdrücklich darauf verzichtet. Die Technologie, Gesichter zu erkennen, gibt es aber bereits von verschiedenen Unternehmen. Derzeit diskutieren wir mit Datenschutz-Experten aus aller Welt, ob und wie wir den Dienst umsetzen können. Das ist aber nicht so einfach – sonst hätten wir es bereits getan.»

Wie finde ich heraus, was Google über mich weiß?

Fleischer: «Es gibt zwei Kategorien von Diensten. Für einige wie Google Mail muss man ein Nutzerkonto haben. Mit dem Dienst “Google Dashboard” haben Nutzer die Transparenz und Kontrolle darüber, was wir über sie speichern, und können Angaben löschen oder Einstellungen ändern.»

Und was ist mit anonymen Diensten wie der Suchmaschine?

Fleischer: «Das ist die zweite Kategorie. Hier können wir dem Nutzer nicht zeigen, was wir vermeintlich über ihn wissen, weil wir die Person nicht kennen, die vor dem Computer sitzt ­ und auch nicht kennen wollen. Hier können wir nur angeben, welche Kategorien von Daten wir speichern: zum Beispiel die gesuchten Begriffe und die Uhrzeit, aber auch den Browser und das Betriebssystem.»

Trotzdem weiß Google, wenn ich schon mal da war.

Fleischer: «Wir wissen nicht, ob jemand zurückkehrt, sondern ob über einen bestimmten Rechner schon Mal auf unsere Dienste zugegriffen wurde. Diese Information wird in einem Cookie hinterlegt ­ das ist eine kleine Textdatei auf dem Rechner, wie sie fast jede Website heutzutage einsetzt.»

Wie geschieht das?

Fleischer: «Der Cookie merkt sich die eingestellten Präferenzen für den Computer, wie beispielsweise die Information, dass deutsche Suchresultate anstatt spanische angezeigt werden sollen. Darüber hinaus können wir anhand von Cookies Werbung auswählen, die für die Interessen relevant sind, die anhand von besuchten Seiten zugeteilt werden. Nutzer können Cookies in ihrem Browser kontrollieren, einsehen, löschen oder generell ablehnen. Nach 18 Monaten anonymisieren wir Cookies automatisch.»

Welche Herausforderungen sehen Sie für den Datenschutz in den nächsten Jahren?

Fleischer: «Ortsbezogene Dienste, die den Standort des Nutzers speichern, sind ein wichtiges Thema. Außerdem die ganzen Inhalte in sozialen Netzwerken, die die Nutzer selbst erstellen. Generell stellt sich die Frage: Wie können Nutzer im Internet ihre Anonymität wahren?»

Interview: Christof Kerkmann, dpa

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Hamburg (dpa) ­ «Allwissender Gigant», «Imperium» mit «heiklem Datenschatz» – und immer wieder «Datenkrake»: Wenn es um Datenschutz geht, hat Google einen zweifelhaften Ruf – einerseits. Andererseits sind die Dienste des Unternehmens in Deutschland extrem populär. Und auch andere IT-Riesen sammeln fleißig Informationen über ihre Nutzer. Warum polarisiert der Suchmaschinen-Primus so? Sechs Thesen zum «Google-Bashing» – die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.

DIE WOLLEN NUR SPIELEN

Google ist längst keine Garagenfirma mehr, kultiviert aber sein Tüftler-Image. Die Programmierer dürfen beispielsweise 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für Projekte nutzen, die mit ihren eigentlichen Aufgaben nichts zu tun haben. «Es herrscht ein ausgeprägter Ingenieursglaube», sagt Veit Siegenheim, Unternehmensberater und Co- Autor des Buchs «Die Google-Ökonomie». Was technisch möglich ist und nützlich scheint, wird auch gemacht – ohne gleich an den Datenschutz zu denken.

Das geht manchmal schief. Beispiel «Buzz»: Im Februar integrierte Google sein neues soziales Netzwerk in das Mail-Postfach und bediente sich an den Adressbüchern der Nutzer, damit bei «Buzz» gleich etwas los war. Die Crux: Alle Welt konnte damit die Kontakte der Nutzer sehen. Nach Protesten ruderte Google zurück. Man habe den Dienst mit den eigenen Mitarbeitern getestet, sagt der Datenschutz-Beauftragte Peter Fleischer. Bedenken wegen ihrer Privatsphäre hatten die Googler nicht – aber diese seien eben Technik-affiner als der Rest der Welt.

ERST MACHEN, DANN FRAGEN

Google fotografiert für die Straßenansicht «Street View» ganze Städte – wer damit nicht einverstanden ist und das Bild von seinem Haus löschen lassen will, muss selbst aktiv werden. «Bei uns riefen viele verzweifelte Leute an, die von Google auf ein noch in der Entwicklung befindliches Online-Tool für den Widerspruch verwiesen wurden», sagt Marit Hansen vom Landesdatenschutzzentrum Schleswig- Holstein in Kiel.

Erst machen, dann fragen: So hemdsärmelig geht das Unternehmen häufiger vor, etwa beim Einscannen von urheberrechtlich geschützten Büchern oder auch bei «Buzz». Manch einer fühlt sich davon überrollt.

DIE VERKLEMMTEN DEUTSCHEN

Was ist geheim, was ist öffentlich? Die Antwort darauf fällt höchst unterschiedlich aus – je nach Herkunft. In Skandinavien weiß jeder, was der Nachbar verdient; US-Behörden veröffentlichen fast alle Verwaltungsakten sowie Namen und Adressen von Sexualstraftätern. «Deutsche sorgen dagegen sich zutiefst um ihre Privatsphäre», meint der Medienforscher Jeff Jarvis. «Das ist kulturell verankert.» Die Hüllen ließen die Deutschen nur in der Sauna fallen.

Wenn Google ganze Straßenzüge ablichtet und in dem Dienst «Street View» veröffentlicht, stört das in anderen Ländern kaum jemanden – dagegen sorgt das in Deutschland für großes Unbehagen. Jarvis sieht hier allerdings den US-Konzern im Recht: «Die Straße ist ein öffentlicher Ort, also darf Google dort Fotos machen.» Übrigens vermessen auch Microsoft und der Kartenanbieter Navteq mit Kameraautos die Welt.

GESCHÄFTSMODELL: DATEN SAMMELN

Die Daten der Nutzer sind ein wertvoller Schatz. Je besser Google die Vorlieben der Surfer kennt, desto gezielter lässt sich Werbung schalten, desto höher fällt der Umsatz aus. Das Unternehmen betont zudem stets, mit den – freilich anonymisierten Informationen – seine Dienste zu verbessern.

Obwohl Google beteuert, sorgsam mit Nutzerdaten umzugehen und diese keinesfalls zu einem Profil zu verknüpfen, sehen Datenschützer die große Konzentration von persönlichen Informationen in einer Hand skeptisch. «Die Daten sind der Kontrolle der Nutzer und deutscher Behörden entzogen», sagt Marit Hansen. Immerhin: Sie erkennt in letzter Zeit einige «positive Impulse» für mehr Datenschutz, etwa den Dienst «Dashboard», der zumindest Teile der von einem Nutzer gespeicherten Daten übersichtlich zusammenfasst. Allerdings zeigten die jüngsten Hacker-Attacken auf Google-Server, bei denen die Angreifer laut «New York Times» auch den Passwort-Tresor im Visier hatten, dass Risiken bleiben.

IMMER AUF DIE GROSSEN?

Das Internet revolutioniert, wie wir arbeiten, kommunizieren und uns vergnügen – und Google ist der größte Aufrührer. Wer Unbehagen gegenüber der digitalen Welt empfindet, wird auch den Konzern aus dem Silicon Valley skeptisch sehen. Der Internet-Vordenker Jarvis meint auch: «Googles Geschäftsmodell schadet den deutschen Medien – sie suchen nach einem Gegner, dem sie die Schuld dafür geben können.»

PUNKTEN AUF GOOGLES KOSTEN

Politiker und Datenschützer klagen über Google, doch die deutschen Nutzer kümmert es kaum: Die Suchmaschine des Konzerns beantwortet 90 Prozent aller Suchanfragen. «Die Diskussion läuft auf einer anderen Ebene», sagt Googles Datenschutz-Beauftrager Peter Fleischer. Einmal habe er etwa das Gespräch mit einem Datenschützer gesucht, der das Unternehmen dauernd in Interviews kritisierte. Der habe aber nicht mit dem Amerikaner reden wollen. «Er nutzte Google einfach als Begriff, um eine Debatte in Politik und Medien anzustoßen.»

Manch Datenschützer und Politiker kritisiert das Unternehmen also, um sich zu profilieren, vermutet Veit Siegenheim: «Es ist populär auf Google zu schießen, weil außer dem Unternehmen keiner widerspricht.»

Von info • Abgelegt unter InfolineKommentar schreiben