Yahoo profitiert von Microsoft-Allianz

April 20th, 2010

SUNNYVALE (dpa-AFX) – Beim Internet-Urgestein Yahoo <YHOO.NAS> <YHO.FSE> geht es weiter aufwärts. Das Geschäft zog zu Jahresbeginn wieder leicht an, der Gewinn ging nicht zuletzt dank der Suchmaschinen-Kooperation mit dem Software-Riesen Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> steil nach oben. Unterm Strich verdiente Yahoo mit 312 Millionen Dollar mehr als doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum.

“Wir hatten ein gutes Quartal” , resümierte Konzernchefin Carol Bartz am Dienstag im kalifornischen Sunnyvale. Der Marktanteil bei der Internet-Suche habe sich stabilisiert, die Anzeigen hätten 20 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zugenommen. Der Umsatz stieg nach langer Durststrecke um 1 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar.

WERBUNG WICHTIGSTE EINNAHMEQUELLE

Werbung ist Yahoos wichtigste Einnahmequelle. In der Wirtschaftskrise hatten viele Unternehmen ihre Anzeigen zurückgefahren. Das schwächte die ohnehin schon angeschlagene Yahoo. Konzernchefin Bartz strich in ihrer Not rund 2000 Stellen und verbündete sich mit Microsoft. Yahoo nutzt nun dessen Suchmaschine Bing. Im Gegenzug vermarktet das Internet-Urgestein die Werbung.

Im laufenden zweiten Quartal soll der Umsatz weiter auf 1,6 bis knapp 1,7 Milliarden Dollar klettern. Der operative Gewinn soll in etwa stabil bleiben. Nach anfänglicher Euphorie der Anleger drehte die Aktie nachbörslich leicht ins Minus. Bereits Erzrivale Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> hatte die Märkte mit seinen exzellenten Zahlen nicht begeistern können. Die Erwartungen liegen hoch.

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ROUNDUP: Coca-Cola verdient mehr im 1. Quartal – Starkes Auslandsgeschäft

April 20th, 2010

ATLANTA (dpa-AFX) – Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller Coca-Cola <KO.NYS> <CCC3.FSE> hat im ersten Quartal mehr verdient. Die Nachfrage nach der koffeinhaltigen Brause in den Schwellenländern sowie eine strikte Kostenkontrolle verhalfen dem Konzern zu einem Überschuss von 1,6 Milliarden US-Dollar. Im Jahr zuvor hatte Coca-Cola 1,35 Milliarden Dollar ausgewiesen. Der Umsatz kletterte um 5 Prozent auf 7,53 Milliarden Dollar, wie der Konzern aus Atlanta am Dienstag mitteilte. Analysten hatten sich allerdings mehr Umsatz erhofft. Die Coca-Cola-Aktien tendierten kurz nach Börseneröffnung in einem verhalten freundlichen Marktumfeld schwach.

Gut lief das Geschäft vor allem im Ausland und hier in Wachstumsmärkten wie Indien, Vietnam oder Brasilien. Auch in Europa konnte Coca-Cola mehr absetzen als im Vorjahr. Lediglich der nordamerikanische Markt hinkte hinterher und verbuchte ein Minus beim Absatz von zwei Prozent. Coca-Cola machte dafür neben dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld das sehr kalte Wetter im Januar und Februar verantwortlich, das den Konsum von Kaltgetränken gebremst habe.

Coca-Cola vertreibt neben der gleichnamigen Limonade, auch Tees, Wasser, Fruchtsäfte und sogenannte Energydrinks. Um die Marke noch weiter zu bewerben, setzt der Konzern auf groß angelegte Marketingkampagnen. Die Werbung während der olympischen Winterspiele in Vancouver und des Superbowl hat sich dem Konzern zufolge positiv ausgewirkt. Auch die bereits gestartete Kampagne rund um die Fußballwelt-Meisterschaft habe bereits zum Wachstum beigetragen, hieß es.

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Internetseiten veranschaulichen Flugchaos

April 18th, 2010

Internetseiten veranschaulichen Flugchaos

Brüssel (dpa) – Ein Blick in den Himmel hilft derzeit nicht weiter, um das Luftfahrt-Chaos über Europa zu begreifen. Ein Klick im Netz hingegen kann anschaulich erklären, warum die Sperrung fast des gesamten europäischen Luftraumes eine beispiellose Ausnahmesituation ist. Die Nachrichtenagentur dpa dokumentiert eine Auswahl:

EUROPA-RADAR: Eine von Flugzeug-Enthusiasten gestaltete Seite zeigt den weltweiten Flugverkehr in Echtzeit. Mit der entsprechenden Auswahl lässt sich die Ansicht auf Europa beschränken. Laut Angaben der Betreiber haben sie weltweit Hunderte Empfänger installiert, die Transponder-Signale von Flugzeugen auslesen. So kämen die Daten für ihre Seite zusammen. 60 Prozent der zivilen Maschinen hätten die nötigen Sender, darunter die gängigen Airbus- und Boeing-Modelle. Mit einem Klick auf die angezeigten Flugzeuge werden sogar Kurs, Ziel und Flughöhe angezeigt: http://dpaq.de/flugradar_europa

WEB-KAMERA: Die isländische Tourismusbehörde verweist auf eine Seite, auf der die Aktivität des Vulkans Eyjafjalla beinahe in Echtzeit zu beobachten ist. Die Bilder werden mit etwa zwei Minuten Verzögerung ins Netz gestellt. Ein Mobilfunkunternehmen betreibt diese Seite, die Werbung beschränkt sich auf einen kleinen Schriftzug in der oberen Ecke der Bilder: http://dpaq.de/vulkan_kamera

KARTEN 1: Großbritanniens Wetteramt veröffentlicht mehrmals am Tag Karten, die den tatsächlichen Verlauf der Aschewolke und Vorhersagen über ihre Ausbreitung zeigen. Klickt der Betrachter auch die alten Karten an, erhält er eine gute Vorstellung davon, wie sich die Wolke über Europa bewegt: http://dpaq.de/wetteramt_gb

KARTEN 2: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat Satellitenbilder der Aschewolke veröffentlicht. Eine hohe Konzentration von Vulkanasche ist auf den Fotos orangefarbig markiert: http://dpaq.de/dwd_satbilder

SIMULATION 1: Die britische Fernsehgesellschaft BBC hat den Flugverkehr über Großbritannien in einem Video simuliert. Die Flüge werden in Streifen nachgezeichnet, was zu eindrucksvollen Bildern führt. Der knapp eineinhalb Minuten lange TV-Beitrag ist über das Videoportal Youtube abrufbar: http://dpaq.de/bbc_uk_flieger

SIMULATION 2: Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften hat Daten über die weltweiten zivilen Flüge eines durchschnittlichen Tages gesammelt und alles in einem Video veranschaulicht. Es lässt erahnen, wie wichtig Europa als Knotenpunkt für den internationalen Luftverkehr ist. Das Video ist auf der Internetseite der Hochschule oder über Youtube abrufbar: http://dpaq.de/flugwelt_24std http://dpaq.de/hochschule

VIDEO: Wie verantwortungsvoll die Aufgabe ist, Flugzeuge von A nach B zu bringen, zeigt die Deutsche Flugsicherung (DFS) in einer Sammlung aus Videos: http://dpaq.de/arbeit_dfs

Videos der DFS: http://dpaq.de/arbeit_dfs

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Deutsche Telekom plant fast 9.000 Neueinstellungen

April 18th, 2010

DÜSSELDORF (dpa-AFX) – Die Deutsche Telekom <DTE.ETR> will bis Ende 2012 fast 9.000 neue Mitarbeiter einstellen. Das sagte Personalvorstand Thomas Sattelberger der “Rheinischen Post” (Montagausgabe). Sattelberger zufolge sollen 4.700 ausgebildete Nachwuchskräfte übernommen werden. Hinzu kommen mindestens 4.000 Einstellungen von Hochschulabsolventen und externen Kandidaten. Die Telekom stelle in Deutschland damit “mehr neue Mitarbeiter ein als jeder andere Konzern”, sagte der Manager.

Außerdem hat sich der Vorstand demnach auf eine Verlängerung der Ausbildungsquote festgelegt: Bis 2013 solle die Ausbildungsquote bei 8,7 Prozent der Beschäftigten liegen. Das liefe auf die Einstellung von 13.000 Auszubildenden und “dualen Studenten” hinaus. Aus “sozialen Gründen” würden gezielt mehr Mitarbeiter ausgebildet, als der Konzern sicher brauche.

Durch die neue Frauenquote des Konzerns für Führungskräfte erhofft sich Sattelberger mehr Bewerbungen weiblicher Interessentinnen. Das verschaffe dem Konzern “wichtige Vorteile beim Wettbewerb um Talente”. Im Jahr 2020 würden in Deutschland zwei Millionen Fachkräfte fehlen, habe eine Studie von McKinsey ergeben. Konkret gesucht würden Softwarespezialisten, Produktdesiger, Kundenprofis und Betriebswirte./

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ROUNDUP 2: Google bleibt auf der Erfolgsspur

April 16th, 2010

(Neu: Aussagen des Finanzchefs zu nNvestitionen und Übernahmen)

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) – Trotz aller Probleme mit der chinesischen Regierung, der Konkurrenz und den Behörden bleibt Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> eine Geldmaschine. “Google hat sich im ersten Quartal sehr gut geschlagen”, sagte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag (Ortszeit). Der Internet-Riese mit Sitz im kalifornischen Mountain View verdiente unterm Strich knapp 2 Milliarden Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die digitale Wirtschaft wachse schnell und deshalb bleibe Google optimistisch, sagte Pichette. Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. Wegen der schlechten Wirtschaftslage sparten sich viele Firmen längere Zeit die teuren Anzeigen. “Die Werbetreibenden kommen zurück”, sagte der Finanzchef. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

ANLEGER TROTZ MILLIARDENGEWINN UNZUFRIEDEN

Die Anleger zeigten sich ungeachtet der guten Zahlen unzufrieden: Nachbörslich sank die Aktie um 5 Prozent und zog auch die europäischen Technologiewerte am Freitag mit in die Tiefe. Es überwogen die Sorgen, dass Google sich mit neuen Projekten verzettelt. Zudem hatten einige Analysten ein noch besseres Abschneiden erwartet, nachdem das Technologie-Schwergewicht Intel <INL.FSE> <INTC.NAS> sich zu Wochenbeginn in Bestform präsentiert hatte.

Google ist breit aufgestellt und stößt in immer mehr Felder vor. Das führt unweigerlich zu Konflikten. Eines der größten Abenteuer ist das Mobilfunk-Geschäft. Der Konzern hat das Handy-Betriebssystem Android entwickelt und mit dem Nexus One auch ein eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Finanzchef Pichette versicherte, dass das Gerät profitabel sei. Die Stückzahlen liegen weit hinter denen der etablierten Konkurrenz.

Der Vorstoß auf den Handy-Markt hatte zum Krach mit dem iPhone- Hersteller Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> geführt, ehedem ein guter Partner. “Wir hatten eine starke Verbindung zu Apple und wir hoffen, dies in der Zukunft fortsetzen zu können”, sagte Entwicklungschef Jeff Huber. Er reagierte damit auf Spekulationen, Apple könne Google als Suchmaschine von seinem iPhone verbannen und zu Microsofts Bing wechseln.

GOOGLE VERLIERT SUCHMASCHINEN-MARKTANTEILE

Bei der Internet-Suche hatten Microsoft <MSF.FSE> <MSFT.NAS> und Partner Yahoo <YHOO.NAS> <YHO.FSE> im März auf dem US-Markt etwas aufgeholt. Nach Daten des Marktforschers Comscore fiel der Google-Anteil im Vergleich zum Vormonat von 65,5 auf 65,1 Prozent. Zudem machen Google die Sozialen Netzwerke wie Facebook zu schaffen, die massenhaft Zulauf haben.

Spannend bleibt die Situation in China. Google wollte nicht länger die von der Regierung auferlegte Zensur mitmachen und verlegte seine Suchmaschine ins freiere Hongkong. Das führte zu erheblichen Beeinträchtigungen. “Wir glauben, wir haben die richtige Entscheidung getroffen”, sagte Finanzchef Pichette. Das Geschäft in China sei ohnehin vergleichsweise klein gewesen. Es handele sich zudem nicht um einen kompletten Rückzug aus dem Riesenreich, stellte er klar: Die Entwickler und die Vertriebler blieben in China.

MEHR NEUE JOBS UND WEITERE ÜBERNAHMEN GEPLANT

Ungemach droht Google auch aus den Industriestaaten: Datenschützer in Deutschland attackieren das Projekt “Street View”, mit dem Google ganze Städte abfotografiert. Und die US-Wettbewerbsbehörden beäugen die Übernahme des Handy-Werbespezialisten AdMob kritisch. Finanzchef Pichette rechnet dennoch mit der Freigabe.

Trotz aller Widerstände will Google bei der Entwicklung neuer Produkte nicht locker lassen. Der Finanzchef kündigte kräftige Investitionen an und will dafür die Mannschaft weiter aufstocken. Auch Übernahmen stehen auf der Agenda. Allein im ersten Quartal wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 800 auf rund 20.600. Leisten kann sich Google seinen Wagemut jedenfalls: Die Kasse ist mit 26,5 Milliarden Dollar prall gefüllt.

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ROUNDUP: Google bleibt auf der Erfolgsspur

April 16th, 2010

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) – Trotz aller Probleme mit der chinesischen Regierung, der Konkurrenz und Behörden bleibt Google <GOOG.NAS> <GGQ1.ETR> eine Geldmaschine. “Google hat sich im ersten Quartal sehr gut geschlagen”, resümierte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag. Der Internet-Riese mit Sitz im kalifornischen Mountain View verdiente unterm Strich knapp 2 Milliarden Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die digitale Wirtschaft wachse schnell und deshalb bleibe Google optimistisch, sagte Pichette. Der Konzern verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. In der schlechten Wirtschaftslage sparten sich viele Firmen die teuren Anzeigen. “Die Werbetreibenden kommen zurück”, sagte der Finanzchef. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

ANLEGER UNZUFRIEDEN

Die Anleger zeigten sich ungeachtet der guten Zahlen unzufrieden: Nachbörslich sank die Aktie um schließlich 5 Prozent. Es überwogen die Sorgen, dass Google sich mit neuen Projekten verzettelt. Zudem hatten einige Analysten insgeheim auf ein noch besseres Abschneiden gewettet, nachdem das Technologie-Schwergewicht Intel sich zu Wochenbeginn in Bestform präsentiert hatte.

Google ist breit aufgestellt und stößt in immer mehr Felder vor. Das führt unweigerlich zu Konflikten. Eines der größten Abenteuer ist das Mobilfunk-Geschäft. Der Konzern hat das Handy-Betriebssystem Android entwickelt und mit dem Nexus One auch ein eigenes Smartphone auf den Markt gebracht. Finanzchef Pichette versicherte, dass das Gerät profitabel sei. Die Stückzahlen liegen weit hinter denen der etablierten Konkurrenz.

ÄRGER MIT APPLE

Der Vorstoß auf den Handy-Markt hatte zum Krach mit dem iPhone-Hersteller Apple <AAPL.NAS> <APC.ETR> geführt, ehedem ein guter Partner. “Wir hatten eine starke Verbindung zu Apple und wir hoffen, dies in der Zukunft fortsetzen zu können”, sagte Entwicklungschef Jeff Huber und reagierte damit auf Spekulationen, Apple könne Google als Suchmaschine von seinem iPhone verbannen und zu Microsofts Bing wechseln.

Bei der Internet-Suche hatten Microsoft und Partner Yahoo im März auf dem US-Markt etwas aufgeholt. Nach Daten des Marktforschers Comscore fiel der Google-Anteil im Vergleich zum Vormonat von 65,1 auf 65,5 Prozent. Zudem machen Google die Sozialen Netzwerke wie Facebook zu schaffen, die massenhaft Zulauf haben.

SITUATION IN CHINA BLEIBT SPANNEND

Spannend bleibt auch die Situation in China. Google wollte nicht länger die von der Regierung auferlegte Zensur mitmachen und verlegte seine Suchmaschine ins freiere Hongkong. Das führte zu erheblichen Beeinträchtigungen. “Wir glauben, wir haben die richtige Entscheidung getroffen”, sagte Finanzchef Pichette. Es handele sich aber nicht um einen kompletten Rückzug aus dem Riesenreich, stellte er klar: Die Entwickler und die Vertriebler blieben in China.

Ungemach droht Google auch aus den Industriestaaten: Datenschützer in Deutschland attackieren das Projekt “Street View”, mit dem Google ganze Städte abfotografiert. Die US-Wettbewerbsbehörden beäugen die Übernahme des Handy-Werbespezialisten AdMob kritisch. Finanzchef Pichette rechnet dennoch mit der Freigabe. Trotz aller Widerstände will Google bei der Entwicklung neuer Produkte nicht locker lassen. Der Finanzchef kündigte kräftige Investitionen an und will dafür die Mannschaft weiter aufstocken. Alleine im ersten Quartal wuchs die Zahl der Mitarbeiter um 800 auf rund 20 600. Leisten kann sich Google seinen Wagemut jedenfalls: Die Kasse ist mit 26,5 Milliarden Dollar gefüllt.

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Fünf deutsche Internetseiten für Webby nominiert

April 15th, 2010

Fünf deutsche Internetseiten für Webby nominiert

San Francisco/New York (dpa) – Fünf deutsche Internetseiten haben in diesem Jahr die Chance, einen der renommierten Webby-Awards zu gewinnen. Die Nominierungen für besonders gelungene Webseiten, Videos und Werbung im Netz wurden am Dienstag online bekanntgegeben.

In der Kategorie Student ist die Website von Andreas Lutz (www.andreaslutz.com) vertreten, der dort unter dem Motto «Because clicking is so 90s!» Mausklicks verbannt und auf Bewegung und Sprache zum Navigieren der Seite setzt. Die Digital Concert Hall der Berliner Philharmoniker (www.dch.berliner-philharmoniker.de) hat in der Sparte «Kulturelle Einrichtungen» Gewinnchancen.

Die Internetseite der Schirn Kunsthalle in Frankfurt (http://dpaq.de/1A2qE) geht in der Rubrik Kunst ins Rennen. Sie zeigt 23 internationale Künstlerinnen und Künstler bei Aktionen in der Frankfurter City. Die Entstehung eines Sportschuhs ist bei Puma zu sehen. Die Website des deutschen Sportartikelherstellers (lift.puma.com) könnte bei der Ausscheidung in der Rubrik Mode ebenso zum Zuge kommen wie die des Autokonzerns VW (http://dpaq.de/BkVAW) in der Kategorie Fahrzeuge.

Nach Angaben der Webby-Verleiher wurden auch zwei interaktive Werbeauftritte aus Deutschland eingereicht. Der Energie-Drink- Produzent Red Bull wirbt mit einem Seifenkistenrennen (www.redbullsoapboxracer.com), der Kamerahersteller Olympus stellte ein virales Video mit dem Titel «The Pen Story» ins Internet (www.youtube.com/watch?v=m9Et7UQh1tg). Die Hamburger Werbeagentur Dialog Solutions GmbH (DSG) hatte sich den dreiminütigen Stop-Motion Clip ausgedacht.

Insgesamt wurden Webseiten in knapp 70 Kategorien nominiert, darunter Kunst, Tourismus, Sport, Blogs, Soziale Netzwerke und Internet-Tagebücher. Die Online-Ausgabe der «New York Times» führt mit 15 Nominierungen, gefolgt vom britischen Sender BBC mit neun Anwartschaften und der satirischen Zeitung «The Onion» (6).

Nominiert für die Kategorie «Seltsames» ist die Website Selleckwaterfallsandwich.tumblr.com. Auf ihr sind eigenartige Fotocollagen von Schauspieler Tom Selleck mit riesigen Butterbroten vor Wasserfällen zu sehen.

Schauspielerin und Party-Girl Lindsay Lohan könnte mit ihrer satirischen Partnerschaftsanzeige den Webby für das beste «Viral Video» gewinnen. In dieser Kategorie tritt auch ein achtjähriger Junge aus Florida an, der mit seinem witzigen Gestammel nach einem Zahnarztbesuch mit starker Betäubung Furore machte. Auch Star-Komiker Jim Carrey, sein Kollege Zach Galifianakis und die Schauspielerinnen Lisa Kudrow und Isabella Rossellini sind mit ihren Online-Auftritten unter den Anwärtern.

Im vergangenen Jahr hatte der Kurzmitteilungsdienst Twitter den Webby Award 2009 als Online-Aufsteiger des Jahres («Breakout of the Year») gewonnen. Der deutsche Sportartikel-Hersteller Adidas siegte in der Sparte «Beste Homepage».

Die Webby-Preise werden in diesem Jahr zum 14. Mal von der «Academy of Digital Arts and Sciences» vergeben, einer Organisation mit prominenten Juroren, wie Musiker David Bowie, Virgin-Chef Richard Branson und Lifestyle-Unternehmerin Martha Stewart. Auch die Online- Gemeinde kann für ihre Lieblingsprojekte stimmen. Die Gewinner werden am 4. Mai bekanntgegeben, die Preise bei einer Gala am 14. Juni in New York verliehen.

Die Webby-Nominierten: http://dpaq.de/UulJB

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Google bleibt auf der Erfolgsspur

April 15th, 2010

MOUNTAIN VIEW (dpa-AFX) – Trotz aller Probleme mit der chinesischen Regierung, der Konkurrenz und Datenschützern bleibt Google eine Geldmaschine. “Google hat sich im ersten Quartal sehr gut geschlagen”, resümierte Finanzchef Patrick Pichette am Donnerstag. Der Internet-Riese mit Sitz im kalifornischen Mountain View verdiente unterm Strich knapp 2 Milliarden Dollar und damit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz stieg um 23 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar. Google verdient sein Geld hauptsächlich mit Werbung im Umfeld von Suchergebnissen. In der schlechten Wirtschaftslage sparten sich viele Firmen zwar die teuren Anzeigen. Massive Einbrüche blieben Google dennoch erspart und der Konzern startete bereits Ende des vergangenen Jahres wieder durch.

Die Anleger ungeachtet der guten Zahlen, die über den Erwartungen lagen, unzufrieden: Nachbörslich sank die Aktie um 3 Prozent. Es überwogen die Sorgen, dass Google sich bei seinen Abenteuern verzettelt.

Der Konzern liegt im Clinch mit der chinesischen Regierung und nimmt deren Zensur von Suchergebnissen nicht länger hin. Datenschützer in Deutschland attackieren das Projekt «Street View», mit dem Google ganze Städte abfotografiert. Und zu allem Überfluss wird der Internet-Konzern auch noch von Rivalen wie Facebook mit seiner wachsen Fangemeinde oder Microsoft mit seiner Suchmaschine Bing bedrängt.

Dennoch will Google bei der Entwicklung neuer Produkte nicht locker lassen: “Wir stehen weiterhin zu kräftigen Investitionen in Innovationen”, sagte Finanzchef Pichette. Die Kriegskasse ist dafür reichlich gefüllt mit 26,5 Milliarden Dollar.

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VERMISCHTES: Danone rückt von kritisierter Joghurt-Werbung ab

April 15th, 2010

PARIS (dpa-AFX) – Die nach Einschätzung von Kritikern “dreisteste Werbelüge des Jahres 2009″ soll vorerst nicht wiederholt werden: Der Lebensmittelhersteller Danone <PBN.PSE> <BSN.FSE> hat am Donnerstag in Paris angekündigt, die Marketing-Strategie für seine Joghurt-Produkte “Actimel” und “Activia” zu ändern. Sie zielte auf die angeblich gesundheitsfördernde Wirkung der Milcherzeugnisse ab.

Danone kündigte am Donnerstag außerdem an, zwei Anträge bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in Parma zurückzuziehen. Mit ihnen hatte der Konzern seine Werbestrategie eigentlich decken wollen. Die EU-Regelungen zu nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben über Lebensmittel seien unklar, begründete Danone den Schritt. Man wolle zunächst weitere Gespräche darüber abwarten.

Verbraucherschützer hatten die Werbestrategie von Danone wiederholt beanstandet. “”Actimel” schützt nicht vor Erkältungen – es stärkt das Immunsystem nur ähnlich gut wie ein herkömmlicher Naturjoghurt, ist aber viermal so teuer und doppelt so zuckrig”, kritisierte beispielsweise Foodwatch. Die Organisation hatte dem Hersteller 2009 den “Goldenen Windbeutel” für die “dreisteste Werbelüge” verliehen.

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Firmen brauchen Regeln für Twitter, Facebook und Co.

April 14th, 2010

Firmen brauchen Regeln für Twitter, Facebook und Co.

Hamburg (dpa) – Stewardessen meckern bei Facebook über Fluggäste, eine Lehrerin lästert beim Kurzmeldungsdienst Twitter über schwierige Schüler und ein Angestellter posaunt seine Abneigung gegen Homosexuelle über das Twitter-Konto seines Arbeitgebers in die weite Welt hinaus.

Mitarbeiter, die sich in sozialen Netzwerken tummeln, sind für Firmen eine Herausforderung – aber auch eine Chance. Um Schaden vom Arbeitgeber abzuwenden und die Internetlust sogar zu nutzen, braucht es klare Ansagen, sogenannte «Social-Media»- Richtlinien. Deutsche Unternehmen entdecken gerade erst diese Spielregeln, in den USA sind sie längst gang und gäbe.

Der Chip-Hersteller Intel hat solche Leitlinien im Dezember 2008 veröffentlicht. Sie gelten für alle Angestellten weltweit. «Wir verbieten unseren Mitarbeitern nichts. Wir zeigen ihnen lediglich die Möglichkeiten und die Gefahren des sozialen Netzwerkens auf», sagt Kari E. Aakre, die bei der Intel-Gruppe auch für «Social Media» zuständig ist. Medienkompetenz ist das Zauberwort, das Sperren entsprechender Internetseiten ist kein Thema. «Da Arbeitszeiten und Freizeit immer enger verschmelzen, können und wollen wir niemandem vorschreiben, wann er privat und wann er beruflich im Internet surfen darf.»

Bevor Angestellte die Spielwiese des Web 2.0 betreten dürfen, vermittelt Intel seine Regeln: «Jeder, der Angebote wie Facebook, Skype oder Twitter nutzen will, wird vorher geschult», sagt Aakre. Ein wichtiges Thema: Mitarbeiter dürfen juristische Angelegenheiten und den firmeninternen Flurfunk nicht nach außen tragen. «Sie sollen auch nur über Themen im Internet sprechen, mit denen sie sich wirklich auskennen.» Wer sich nicht dran hält, für den ist das Web 2.0 während der Arbeitszeiten tabu.

Regeln wie diese sind auch für deutsche Unternehmen unabdingbar. Denn laut einer Studie des IT-Branchenverbandes Bitkom surft jeder zweite Arbeitnehmer im Job auch privat ­ nicht selten auf Websites wie Facebook und Twitter. Der Präsident des Verbandes, August-Wilhelm Scheer, rät Arbeitgebern deshalb zu offensivem Verhalten: «Sie sollten Regeln formulieren, eine geordnete und richtig dosierte Internetnutzung zulassen und gleichzeitig ein exzessives, die Arbeitsleistung beeinträchtigendes Surfen im Web verhindern.»

Vor- und Nachteile liegen nah beieinander: Über das vor allem beruflich genutzte Online-Netzwerk Xing können Mitarbeiter beispielsweise Firmenkontakte finden und pflegen. Ein abfälliger Kommentar über die Arbeitsmoral eines Kollegen auf Twitter hingegen schadet der Firma. Auch wenn Angestellte Produkte der Konkurrenz während ihrer Arbeitszeit bewerten oder kommentieren, kann das ein schlechtes Bild auf das eigene Unternehmen werfen. Über die IP- Adresse des Computers legt der Schreiber eine virtuelle Spur, die zum Arbeitgeber führt.

Deshalb ist nach Expertenmeinung auch juristisch gesehen ein Web- 2.0-Leitfaden empfehlenswert. «Wenn Mitarbeiter das Falsche twittern, kann dies schnell arbeitsrechtliche Nebenpflichten verletzen oder unter Umständen sogar wettbewerbsrechtliche Folgen für das Unternehmen haben», erklärt der Stuttgarter Rechtsanwalt Carsten Ulbricht.

Der Experte für Social Media und Internetrecht bestärkt Unternehmen deshalb darin, ihre Mitarbeiter auf die Gefahren aufmerksam zu machen. «Mit dem Arbeitsvertrag unterschriebene Verschwiegenheitsklauseln und andere Absprachen gelten auch im Web- 2.0-Universum», sagt Ulbricht. Dennoch sollten die Firmen maßgeschneiderte Vorgaben formulieren. «Eine Bank braucht völlig andere Regeln als eine Werbeagentur.»

Noch tun sich deutsche Unternehmen schwer mit Social-Media- Richtlinien. Das bestätigt auch Ulbricht: «Das ist eine Frage der Unternehmenskultur. Aber der Kulturwandel setzt bereits ein.» Das hat auch der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) erkannt und Ende März einen Social-Media-Leitfaden für Unternehmen und Mitarbeiter veröffentlicht.

Dass sich Chancen bieten, weiß Intel. Der Chiphersteller bestärkt seine Mitarbeiter darin, im Internet aktiv zu werden. «Sie sollen über uns, unsere Produkte und unsere Angebote reden. Das ist doch die beste Werbung für unser Unternehmen», sagt Managerin Aakre. Grundlage für dieses Vertrauen sei eine «gute Arbeitsbeziehung». Die kann man allerdings nicht mit Richtlinien erreichen.

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