Anhaltend haarlos: Philips Lumea blitzt Beine glatt

Philips Lumea Haarentferner IPL

Nachwachsend mag ja in manchen Bereichen des modernen, umweltbewussten Lebens eine gute Sache sein. An den Beinen aber sicher nicht. Und schon gar nicht in der Achselhöhle. Nach Rasieren, Cremen, Epilieren, Sugarn sollen lästige Haare nun mit Lichtblitzen beseitigt werden – bequem zu Hause. So sieht es zumindest Philips vor.

Das niederländische Traditionshaus hat mit „Lumea“ ein sogenanntes IPL-Gerät im Programm, das wie im Profi-Beauty-Salon mit Lichtenergie für eine haarlose Sache sorgt. Schmerzfrei soll das sein und bei regelmäßiger Anwendung richtig anhaltend.

Das ist nicht nur eine verlockende Aussicht, sondern eine „echte Revolution“, wie Philips-Ingenieur Thomas Strutzmann breit grinsend richtigstellt. Der für Electrical Development zuständige Entwickler, den wir in Klagenfurt, Kärnten, treffen, ist maßgeblich an der Entwicklung des Lumea beteiligt. Hier, ganz in der Nähe des Wolfgangsee, hat Strutzmann den Stoßgebeten von Abermillionen Frauen (inklusive seiner eigenen) Gehör geschenkt und mit seinem Team einen großen Wurf gelandet.

Torturen im Philips-Enthaarungslabor in Klagenfurt

Denn längst sind nicht nur Beine, Achseln und der Bikini-Bereich zur haarfreien Zone erklärt, sondern immer häufiger ist störender Bewuchs auch an anderen Körperstellen am liebsten restlos zu entfernen. Und Frauen (wie Männer) teilen dabei haargenau ein paar Problemchen. Die bekannten Haarentfernungs-Helferlein versprechen alle, mehr oder weniger sanft und gründlich, zu temporärer Haarlosigkeit zu führen, und sind doch irgendwie entweder mäßig erfolgreich, gewaltig schmerzhaft oder fühlbar penetrant.

Klar ist, der Nassrasierer, mit dem schnell und schmerzfrei zur Tat zu schreiten ist, kommt mit Stoppel-Garantie und Verletzungsgefahr. Kurzer, aber bereits sichtbar störender Haar-Nachwuchs kriegt weder der herkömmliche Epilierer, noch klebriges Wachs weg. Rote Punkte, Schmerzen, gereizte Haut, eingewachsene Haare – nun, man kennt die Nebenwirkungen. Auch wir durften die Torturen im Philips-Enthaarungslabor in Klagenfurt an keinesfalls zart behaarten Männerbeinen hautnah nachfühlen.

Schmerzfrei: Mit Licht und Wärme gegen Haarwuchs

Also will die Philips-Innovation, die 1999 in Klagenfurt ihren Anfang nahm, dem Übel richtig an die Wurzel gehen. Und zwar derart, dass das Haar eben genau da von einem (unbedenklichen) Lichtimpuls des Lumea blitzschnell so erhitzt wird, dass es einfach aufhört zu wachsen, nach ein paar Tagen ausfällt und gar nicht wieder zu sprießen anfangen will.

“Der Lumea ist das perfekte Haarentfernungssystem und bringt die sogenannte ‚Intense Pulsed Light’ (IPL)-Technologie von professionellen Kosmetiksalons handlich und kompakt ins Badezimmer”, schwärmt Strutzmann. Projektpartner aus verschiedensten Ländern waren an der zehnjährigen Entwicklung des Geräts beteiligt; zahlreiche Philips-Abteilungen aus aller Welt haben interdisziplinär daran mitgewirkt.

Und der jugendlich wirkende Daniel Düsentrieb in Diensten des Amsterdamer CE-Riesen ist nicht zu halten, wenn er erklärt, dass das neue Gerät so viel besser ist als andere auf dem Markt und es die größte Herausforderung war, derart viel Technik in dieses kleine Format zu packen.

Melanin bringt die Haar-Wurzeln zum Schmoren

Der eigentliche Schlüssel zum Haarlos-Glück ist das Melanin. Denn das steckt in der Haarwurzel und bestimmt Färbung und Teint – Haut und Haare sind umso dunkler, je mehr man davon hat. Und genau das Melanin kann die Wärme des Lichtimpulses absorbieren, was zur Verödung der Haarwurzel führt. Der Clou dabei ist, das Lichtspektrum des Blitzgeräts mit geeigneten Filtern so einzugrenzen, dass das Haar effektiv behandelt wird, ohne die Haut zu schädigen, erklärt das Team um Strutzmann. Auch die Dauer des Lichtblitzes sei entscheidend für den richtigen Effekt.

Der Philips Lumea ist mit 500 Euro wahrlich nicht ganz günstig in der Anschaffung, sei aber jeden Cent wert, schwärmen nicht nur die PR-Leute, sondern auch Philips-Testimonials wie Dana Schweiger, gelernte Kosmetikerin und Til Schweigers Ex. Und in der Tat kann das kabellose Haar-Gadget durchaus geld- und zeitraubende Besuche im Beauty-Salon ersparen.

Vor der Lichtbehandlung sind die entsprechenden Körperstellen zu rasieren, danach darf für ein paar Tage nicht die direkte Sonne ran. Und alle zwei Wochen (an den Beinen alle vier) sind neue Blitze loszuschicken, damit die bereits gelähmten Wurzeln in ihrer Schockstarre verharren. Wer also hartnäckig und regelmäßig auf Haarwurzelbetäubungsjagd geht, kann wohl mit haarloser Glätte rechnen – nach etwa vier bis fünf Behandlungen, sagen die Entwickler.

Nachladen bei Ganz-Körperenthaarung

Allerdings mit Einschränkungen: Bei äußerst dunkler Haut ist das innovative IPL-Gerät nicht zu verwenden. Hellblonde, rote, graue oder weiße Härchen können (wegen mangelndem Melanin) nicht entfernt werden. Außerdem ist etwas Planungsgeschick erforderlich: Mit einer Akku-Ladung können 150 Lichtimpulse losgeschickt werden, was in etwa 15 Minuten entspricht. Für die Enthaarung eines Beines ist durchschnittlich mit etwa einer halben Stunde zu rechnen, für die Bikini-Zone braucht es acht Minuten, für die Achseln rund zwei Minuten. Nachladen ist also angesagt (mit einer Stunde für eine 80-Prozent-Akku-Ladung).

Und, sorry, Männer. Bei Lumea heißt es deutlich: Ladies first. Das Philips-Gadget ist speziell auf die Bedürfnisse von Frauen ausgerichtet. Allerdings haben jüngste Untersuchungen gezeigt, dass auch viele männliche Körperbereiche mehr oder weniger erfolgreich „geblitzt“ werden können. Dem Bartwuchs im Gesicht aber werden wir damit nicht Herr werden. Schade eigentlich.

2 Gedanken zu „Anhaltend haarlos: Philips Lumea blitzt Beine glatt

  1. Wonderful beat ! I wish to apprentice while you amend your site, how could i subscribe for a blog web site? The account aided me a acceptable deal. I had been a little bit acquainted of this your broadcast offered bright clear concept

  2. Also dein Artikel über die Haarentfernung gefällt mir wirklich gut, allderdings frage ich mich ob man nicht das gleiche Ergebnis mit einem doch kostengünstigeren Rasierer hinbekomen würde?

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>